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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag seine Talfahrt der Vorwoche teilweise gestoppt. Händler begründeten die wieder bessere Stimmung am Markt mit der freundlich erwarteten Wall Street, die an den vorangegangenen drei Handelstagen die heftigsten Kursverluste in den vergangenen zehn Monaten erlebt hatte. Mit Blick auf die einzelnen Indizes fiel der Dax zwar um 0,58 Prozent auf 5.662,28 Punkte, zu Handelsbeginn jedoch war er um mehr als ein Prozent gesunken. Der MDax schaffte sogar den Sprung ins Plus und legte um 0,45 Prozent auf 7.572,92 Zähler zu. Gestützt auf Gewinne bei einigen schwer gewichteten Solarwerten ging es für den TecDax um 0,58 Prozent auf 813,09 Punkte nach oben.
In den USA zeichnet sich Börsianern zufolge ab, dass der Chef der US-Notenbank Ben Bernanke mit einer zweiten Amtszeit rechen kann. Die Unsicherheit darüber hatte zuvor die Kurse unter Druck gesetzt. Zudem dürften die Pläne von Präsident Barack Obama zur Regulierung der Banken kurzfristig nicht schnell umsetzbar sein, meinten Händler. Marktstratege Christian Schmidt von der Helaba führte auch charttechnische Gründe ins Feld: Der Dax habe über der wichtigen Marke von 5.610 Zählern eröffnet und sich seitdem auch über dieser Schwelle gehalten. Allerdings lasteten Verluste von 1 bis 2 Prozent bei eher defensiven Werten aus der Gesundheits- und Versorgerbranche, etwa bei Fresenius, Eon oder RWE, auf dem Leitindex, so dass dieser noch nicht in die Gewinnzone drehen konnte.
Bei den deutschen Einzelwerten ragten die Aktien des TecDax-Wertes Conergy mit einem Kurssprung von 18,25 Prozent auf 0,92 Euro hervor. Das angeschlagene Solarunternehmen hatte bereits am Sonntagabend mitgeteilt, sich nach monatelangen Verhandlungen im Rechtsstreit mit seinem Zulieferer MEMC aus den USA geeinigt zu haben. Der ursprünglich acht Milliarden Euro schwere Liefervertrag für Siliziumwafer wurde angepasst. Ein Börsianer wertete dies als Befreiungsschlag. Ende 2007 war Conergy fast pleite gegangen.
Im Dax wiederum erlitten die Titel von Bayer ein Minus von 1,63 Prozent auf 50,59 Euro. Der Chemie- und Pharmakonzern beendete eine klinische Studie der Phase II mit lang wirksamem Faktor VIII zur Hämophilie-Behandlung vorzeitig. Carsten Kunold, Analyst bei Merck Finck, hob in einer ersten Einschätzung hervor, dass Bayer derzeit weitere lang wirksame Faktor-VIII-Komponenten entwickle.
Die Papiere von Siemens stiegen um 0,15 Prozent auf 64,88 Euro. Marktteilnehmer verwiesen auf die Zahlen von Philips Electronics . Demnach erholte sich der niederländische Elektronikkonzern im vierten Quartal weiter von der Wirtschaftskrise. Mit einem Aufschlag von 1,57 Prozent auf 3,825 Euro setzten sich die Aktien von Infineon Technologies an die Spitze des Leitindex. Händler verwiesen insbesondere auf eine Studie der UBS. Mit den am 29. Januar erwarteten Zahlen dürfte Infineon einen robusten Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal geben, schrieben die Analysten.
Aktien der Deutschen Bank stiegen um 1,55 Prozent auf 45,73 Euro. Sie profitierten damit von der Aussicht, dass die US-Bankenpläne als kurzfristig umsetzbar angesehen werden. Wegen ihrer relativ hohen Abhängigkeit vom Investmentbanking waren die Titel in der Vorwoche deutlich unter Druck geraten.
Zu den Favoriten im MDax zählten die Anteilsscheine von Wincor Nixdorf . Sie verteuerten sich um 4,69 Prozent auf 49,19 Euro. Börsianer begründeten dies mit besser als erwarteten Quartalszahlen des Geldautomaten- und Kassensystem-Herstellers. Auch einen Medienbericht nahmen die Börsianer mit Interesse auf. Die Aktien von IVG Immobilien etwa verteuerten sich um 3,49 Prozent auf 5,64 Euro. Händler verwiesen als Antrieb auf einen Bericht des "Handelsblatts", wonach der Grossinvestor Clemens Vedder seine Beteiligung an dem Immobilienunternehmen von derzeit etwa fünf Prozent weiter ausbauen könnte./la/ck

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