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FRANKFURT (awp international) - Schwache Vorgaben aus Übersee haben die deutschen Aktienindizes am Rosenmontag etwas belastet. Der Dax sank im frühen Handel um 0,59 Prozent auf 7.136,42 Punkte, nachdem der Leitindex angesichts der Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika in der Vorwoche bereits 1,28 Prozent verloren hatte. Der MDax mittelgrosser Werte gab am Morgen um 0,73 Prozent auf 10.074,87 Punkte nach, der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax verlor 0,45 Prozent auf 889,94 Punkte.
Am Freitag, an dem ein guter Arbeitsmarktbericht in den USA veröffentlicht worden war, hatten die steigenden Ölpreise die wichtigsten US-Aktienindizes nochmal unter Druck gesetzt. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,49 Prozent seit dem Handelsschluss auf Xetra zum Ende der Vorwoche. Am Morgen sank in Tokio der Nikkei-225-Index um 1,76 Prozent. Auch hier hätten die schwachen Impulse von der Wall Street für schlechte Laune gesorgt, sagten Händler. Die Börsen in China erholten sich dagegen deutlich. In Frankfurt stehen die Aktien von Salzgitter nach einer enttäuschenden Prognose des Konzerns im Blick.
Der Ausblick des Stahlkonzerns Salzgitter auf den Vorsteuergewinn 2011 ist einem Händler zufolge "erschreckend niedrig" ausgefallen. Die Markterwartungen an den Stahlkonzern lägen bei 272 Millionen Euro, avisiert werde lediglich mindestens eine Verdopplung der 2010 erreichten 48,9 Millionen Euro. Dies belaste die Aktien deutlich, sagte er in einer ersten Einschätzung, auch wenn das Unternehmen bei seinem Ausblick regelmässig konservativ sei. Die Bilanz des abgelaufenen Jahres indes habe insgesamt die Erwartungen erfüllt. Die Salzgitter-Aktien sackten als einer der schwächsten Werte im MDax um 2,21 Prozent auf 56,59 Euro ab.
Die Gagfah-Aktien weiteten ihre deutlichen Verluste vom Freitag aus und fielen am MDax-Ende um weitere 3,62 Prozent auf 7,45 Euro. Dem Immobilienkonzern droht eine Klage der Stadt Dresden gegen bestimmte Tochtergesellschaften der Gagfah. Dabei geht es Gagfah zufolge um angebliche Verletzungen von Verpflichtungen, die sich aus einem im Jahr 2006 mit der Stadt Dresden eingegangenen Privatisierungsvertrag ergäben. Am Freitag bereits hatten die "Sächsische Zeitung" und die "Dresdner Morgenpost" von der angestrebten Klage berichtet. Es gehe um Strafzahlungen von bis zu 925 Millionen Euro. Einem Händler zufolge springt indes ein Analyst von Goldman Sachs der Aktie zur Seite. Er sehe in dem Rückschlag eine Kaufchance und bleibe bei "Conviction Buy".
Im Dax zählten die Papiere von MAN mit einem Minus von 1,15 Prozent auf 85,13 Euro zu den grössten Verlierern. Die Übernahme des Unternehmens durch die Volkswagen-Tochter (VW) Scania verzögert sich laut einem Bericht der "Welt am Sonntag". In Wolfsburg seien andere Fragen wie die Kapitalerhöhung um fünf Milliarden Euro bei der Porsche Automobilholding SE wichtiger, hiess es unter Berufung auf Aussagen von VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Auch die VW-Titel und andere Branchenwerte wie etwa BMW oder Daimler notierten im Minus. Die Anteilsscheine von Linde hingegen rückten um minimale 0,04 Prozent auf 112,50 Euro vor. Die Aktionäre des Industriegase-Herstellers und Anlagenbauers können laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit einer unerwartet hohen Dividende rechnen.
Im SDax schnellten die Aktien von Pfleiderer um 6,15 Prozent auf 1,466 Euro in die Höhe. Beim angeschlagenen Holzverarbeiter machen Hedge-Fonds laut einem Pressebericht Front gegen den Rettungsplan des Vorstands. Die Fonds haben in den vergangenen Monaten einen grossen Teil von Pfleiderers Krediten aufgekauft und wollen nun einen eigenen Vorschlag für die Umschuldung des Konzerns ausarbeiten, wie die "Financial Times Deutschland" aus Finanzkreisen erfuhr. Sie streben einen radikaleren Schuldenabbau an, als ihn der Vorstand vorsieht. Die Papiere der Fluggesellschaft Air Berlin sanken nach der Bekanntgabe von Verkehrszahlen um 0,34 Prozent./la/fa

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