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FRANKFURT (awp international) - Nach einem etwas höheren Start ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch postwendend wieder ins Minus gedreht. Laut Händlern fehlte es im Vorfeld wichtiger US-Konjunkturdaten an Anschlusskäufern. Der deutsche Leitindex Dax gab um 0,64 Prozent auf 5.887,15 Punkte nach und konnte damit nicht nachhaltig an sein kleines Vortagsplus anknüpfen. Für den MDax ging es um 0,44 Prozent auf 8.113,46 Punkte nach unten. Der TecDax verlor 0,49 Prozent auf 738,20 Punkte.
"Der Markt nimmt vor den US-amerikanischen Wirtschaftsdaten am Nachmittag eine Warteposition ein", sagte Christoph Schmidt von der N.M.F. AG. Dass der Börsenmonat September statistisch in der Regel schwach sei, sah der Börsianer nicht als Belastungsfaktor an. Kollegen hatten zuvor schon in Aussicht gestellt, dass Anleger in der Furcht vor dem statistisch schwachen Monat ihre Positionen bereits im August zurückgefahren hätten. Der Dax müsse nun unbedingt sein Juli-Tief bei 5.816 Punkten verteidigen, um nicht weiter abzurutschen, ergänzte ein weiterer Händler.
METRO UND HENKEL UNTER DEN GEWINNERN
Metro führten den Dax mit plus 1,29 Prozent auf 37,58 Euro an. Analyst Christopher Hogbin von Bernstein Research hob sein Votum für die Einzelhandelstitel von "Market Perform" auf "Outperform" und stockte das Kursziel von 47,00 auf 50,00 Euro auf. Die jüngste Kursschwäche biete eine attraktive Einstiegsgelegenheit, begründete der Experte.
Die Henkel-Vorzugsaktien folgten mit einem Plus von 1,08 Prozent auf 37,50 Euro. Marktteilnehmer verwiesen auf ein Interview mit dem für das Kosmetik- und Körperpflegegeschäft verantwortlichen Konzernvorstand Hans van Bylen in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Henkel baut kontinuierlich seinen Marktanteil im Kosmetikgeschäft aus, fokussiert dabei die stärksten Marken und ist innovativ", fasste Commerzbank-Analyst Andreas Riemann die Hauptpunkte zusammen. HSBC-Analyst Cedric Besnard stockte unabhängig von dem Interview sein Kursziel von 35,00 auf 38,00 Euro auf, blieb aber bei "Underweight".
INDEXÄNDERUNGEN BEI EUROPÄISCHEN INDIZES
Im Dax bewegten auch die zum 20. September anstehenden Änderungen bei wichtigen europäischen Indizes die Kurse. BMW legten zu Beginn deutlich zu, rutschten zuletzt aber mit 0,14 Prozent ins Minus auf 41,60 Euro. Der Index-Anbieter Stoxx Ltd. hatte am Vorabend mitgeteilt, dass der Autobauer wie am Markt erwartet in den EuroStoxx 50 aufrücken und dort den niederländischen Versicherer Aegon ersetzen werde. RWE gaben um 1,06 Prozent auf 51,13 Euro nach. Der Versorger muss den Stoxx Europe 50 verlassen. Laut Händlern sei dies zwar diskutiert worden, aber keinesfalls klar gewesen.
Die Siemens-Aktien büssten 1,78 Prozent auf 70,50 Euro ein. Die Deutsche Bank senkte die Einstufung in einer Branchenstudie zum Investitionsgüter-Sektor von "Buy" auf "Hold" und reduzierte das Kursziel von 90,00 auf 75,00 Euro. Sein Optimismus nehme ab, schrieb Analyst Peter Reilly in dem Sektorausblick für das zweite Halbjahr. Im negativen Szenario der Volkswirte der Deutschen Bank drohten Prognosesenkungen um durchschnittlich bis zu 20 Prozent für 2011. Angesichts der abnehmenden Wachstumsdynamik auf den westlichen Märkten erscheine das Kurspotenzial von Siemens einstweilen begrenzt.
TUI UND AIR BERLIN IM BLICKFELD
Im MDax profitierten Tui nicht nachhaltig von einem Medienbericht über einen geplanten möglichen Umbau zu einem reinen Reisekonzern. Die Papiere drehten nach anfänglichen Gewinnen mit 0,26 Prozent ins Minus auf 17,24 Euro. Die Papiere von Air Berlin legten im SDax indes 1,08 Prozent auf 3,366 Euro zu. Nach Angaben der Fluggesellschaft gibt es im seit Monaten schwelenden Tarifkonflikt mit den Piloten eine Einigung. Demnach beinhalte der neue Manteltarifvertrag eine schrittweise Angleichung "wesentlicher Arbeitsbedingungen" der Air Berlin-Piloten an das Niveau der Tochtergesellschaft LTU bis 2013. Ein Händler zog trotz der Erwartung zusätzlicher Kosten ein positives Fazit, da mit der Vereinbarung ein möglicher Streik abgewendet worden sei./tih/ck

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