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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Etwas schwächer - ISM-Index im Fokus

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 09:46 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag etwas schwächer in den Mai gestartet. Der Leitindex Dax fiel um 0,69 Prozent auf 6.093,28 Punkte. Der MDax gab 0,72 Prozent auf 8.299,21 Punkte ab und der TecDax verlor 0,22 Prozent auf 801,29 Punkte.
Beschäftigen mussten sich die Anleger mit negativen Vorgaben aus den USA, wo der Dow Jones Industrial Average (DJIA) am Freitag von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Goldman Sachs belastet wurde. Insgesamt wird aber mit einem ruhigen Handelstag gerechnet: Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen und auch in London pausiert der Handel, während die Berichtssaison erst im Wochenverlauf wieder Fahrt aufnimmt. Mit der Verabschiedung der Hilfsprogramme bleibt Griechenland ein Thema, bevor sich der Blick der Börsianer am Nachmittag noch auf den ISM-Einkaufsmanagerindex aus den USA richten wird.
PRIVATE FINANZHÄUSER AN GRIECHENLAND-HILFEN BETEILIGT
Zum Wochenauftakt stehen wieder private Banken und Versicherer unter Beobachtung, da sich diese laut Medienberichten auch am Hilfspaket der Bundesregierung beteiligen wollen. Die Deutsche Bank wolle mit 500 Millionen Euro den grössten Teil dazu beitragen, hiess es. Deren Aktien verloren 1,07 Prozent auf 51,70 Euro. Den Beitrag der Allianz bezifferte der Bericht auf eine Summe von 300 Millionen Euro, den von Munich Re auf mehr als 200 Millionen Euro. Aktien der Allianz verloren 0,90 Prozent und Munich Re gaben um 0,24 Prozent nach. Kaum kursbewegend empfanden Händler einen Schweizer Medienbericht, wonach die Grossbank UBS einen Gewinn von 2,2 bis 2,5 Milliarden Franken erzielt haben soll.
FUCHS PETROLUB MIT GUTEN QUARTALSZAHLEN
Zahlen gab es zum Wochenauftakt nur von Fuchs Petrolub , dessen Aktien gegen den Markttrend 0,40 Prozent auf 75,06 Euro gewannen. Das Zahlenwerk zum ersten Quartal lag nach ersten Händlereinschätzungen etwas über den Erwartungen. Zudem präzisierte der Schmierstoffhersteller seine operative Gewinnprognose für das Gesamtjahr.
Positives gab es auch zu Lanxess zu vermelden. Die Aktien gewannen 0,59 Prozent auf 35,88 Euro. Ein Börsianer verwies auf ein Medieninterview mit Unternehmenschef Axel Heitmann, wo dieser andeutete, dass der Chemiekonzern im ersten Quartal 2010 glänzende Geschäftszahlen erwirtschaftet habe. Zuversichtlich stimme ihn die Entwicklung in den Schwellenländern, im Speziellen in China.
RHEINMETALL MIT ANALYSTENKOMMENTAR GESUCHT
Bei den Aktien von Rheinmetall sorgte ein Analystenkommentar für ein Kursplus von 0,97 Prozent auf 53,13 Euro. Die Deutsche Bank hatte die Einstufung für die Titel des Autozulieferers und Rüstungskonzerns angehoben und spricht nun eine Kaufempfehlung aus. Zudem wurde das Kursziel von 30 auf 68 Euro erhöht. Analyst Bastian Synagowitz begründete die Hochstufung mit der Erwartung eines imposanten Gewinnanstiegs, der noch nicht im aktuellen Kurs eingepreist sei.
Die Aktien von Bayer wurden ex Dividende gehandelt und standen nur optisch im Minus. Der Chemie- und Pharmakonzern schüttet 1,40 Euro je Anteilsschein an seine Aktionäre aus./th/gl

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