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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Unterstützung kam von den US-Börsen, die tags zuvor im Plus geschlossen hatten. Auch der Future auf den US-Leitindex Dow Jones, der am frühen Morgen noch unter sein Niveau zum europäischen Handelsschluss am Dienstag gesunken war, legte zuletzt zu. Der Dax gewann im Vormittagshandel 1,17 Prozent auf 7.022,74 Punkte, nachdem er am Dienstag bereits etwas mehr als ein Prozent dazugewonnen hatte. Der MDax mittelgrosser Werte stieg um 1,64 Prozent auf 10.286,11 Punkte. Der TecDax legte um 0,70 Prozent auf 883,98 Punkte zu.
Laut Marktanalyst Ben Potter von IG Markets in London dürfte der Handel vor allem von der Emission portugiesischer Staatsanleihen beeinflusst werden, die am späteren Vormittag ansteht. Bevor am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA die Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnten und am Abend der US-Konjunkturbericht, das Beige Book, veröffentlicht wird, standen hierzulande einige Unternehmen mit Zahlen und kursrelevanten Nachrichten im Blick.
T-AKTIE LEIDET UNTER NEGATIVER STUDIE
Die Aktien der Deutschen Telekom zählten mit einem Abschlag von 0,37 Prozent auf 9,664 Euro zu den schwächsten Werten im Dax. Die britische Bank Barclays senkte ihr Anlageurteil für die T-Aktie in einer Branchenstudie von "Equal-weight" auf "Underweight" und das Kursziel von 11,50 auf 10,70 Euro. Da sich Telekomwerte im Zuge der Konjunkturerholung nur unterdurchschnittlich entwickeln dürften, habe er die Sektorbewertung auf "Negative" reduziert, so Analyst Jonathan Dann. Gründe dafür seien der zunehmende Wettbewerb und strengere Regulierungstendenzen. Die beschleunigte Einführung der 4G-Technologie der US-Wettbewerber und die erwartete nachlassende Gewinndynamik im Deutschlandgeschäft dürften darüber hinaus der Deutschen Telekom im Besonderen zu schaffen machen.
Ungeachtet einer möglicherweise teureren Bankenabgabe als gedacht, gehörten die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank zu den Favoriten im Leitindex. Während die Aktien der Commerzbank um 2,07 Prozent auf 5,465 Euro zulegten, stiegen die der Deutschen Bank um 2,15 Prozent auf 41,355 Euro.
Bankenwerte zeigten sich in ganz Europa fest und profitierten neben einer etwas optimistischeren Erwartung an die anstehende Anleiheauktion in Portugal davon, dass die US-Bank JPMorgan mit einem "Overweight"-Votum von den US-Investmentbanken zu den europäischen Banken wechselt. Allerdings gilt die Aktie der Deutschen Bank in der Rangfolge der bevorzugten Banken bei JPMorgan als die am wenigsten präferierte und ist mit "Neutral" bewertet. Die "Financial Times Deutschland" berichtete unterdessen, dass die Beschränkung der Bankenabgabe auf maximal 15 Prozent des Jahresgewinns, wie zuvor vom Finanzministerium angekündigt, faktisch aufgehoben werden solle. Ein entsprechender Entwurf zur Verordnung liegt der "FTD" eigenen Angaben zufolge vor.
SKY PROFITIEREN VON KUNDENZUWACHS
Favorit im MDax war die Aktie von Sky Deutschland nach unerwartet gemachten Aussagen zum abgelaufenen Jahr. Sie sprang um 15,55 Prozent auf 2,125 Euro hoch. Händler lobten insbesondere das Kundenwachstum des Bezahlfernsehsenders. Unerwartet machte auch die Software AG Aussagen zum abgelaufenen Jahr. Deutschlands zweitgrösster Softwarekonzern teilte mit, im vergangenen Jahr beim Umsatz voraussichtlich die Milliardengrenze überschritten zu haben. Der Überschuss sollte um 19 bis 20 Prozent gewachsen sein. Die Aktie zeigte sich mit plus 0,33 Prozent auf 107,70 Euro nur wenig verändert. Es habe im Grunde keine Überraschungen gegeben, sagten Händler.
Ein Grossauftrag für die Tochter Airbus liess die EADS-Titel um 4,05 Prozent auf 20,830 Euro steigen. Die Douglas-Papiere legten vor der Zahlenvorlage des Handelskonzerns um 0,52 Prozent auf 41,830 Euro zu. Nach Expertenschätzungen dürfte Douglas dank eines gut verlaufenen Weihnachtsgeschäftes einen weiteren Gewinnanstieg für 2010/11 in Aussicht stellen. Der erwirtschaftete Umsatz war bereits im Oktober bekanntgegeben worden.
Die Anteilsscheine von Morphosys gewannen 2,48 Prozent auf 18,980 Euro. Das Biotechnologie-Unternehmen erzielte in der Allianz mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis Fortschritte. Durch die Beantragung und den Beginn einer klinischen Phase-I-Studie zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen sei eine Meilensteinzahlung ausgelöst worden. Finanzielle Details wurden aber nicht genannt./ck/tih

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