Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Freitag dank Hoffnungen auf eine Entspannung bei der japanischen Atomkrise die vortags begonnene Erholung fortgesetzt. Die erneuten Kühlversuche am Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins sind nach Angaben eines japanischen Regierungssprechers erfolgreich. In der ersten Handelsstunde stieg der deutsche Leitindex um 0,82 Prozent auf 6.711,41 Punkte. Damit steht er aber immer noch knapp fünf Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag vergangener Woche, dem letzten Handelstag vor dem Erdbeben in Japan. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es am Freitag um 1,32 Prozent auf 9.869,54 Punkte hoch und der TecDax gewann 1,45 Prozent auf 885,88 Punkte.
Die Atomkrise in Japan scheine sich etwas zu stabilisieren und auch die Hilfezusagen der anderen Industriestaaten stützten die Börsen, sagte Aktienhändler Chris Weston von IG Markets. Die Vorgabe ist zudem positiv: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,76 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Der Nikkei-225-Index legte am Morgen um 2,72 Prozent zu. Im Fokus der Börsianer steht an diesem Freitag auch der grosse Verfall an den Terminterminbörsen, der "Hexensabatt", der traditionell viel Bewegung an die Börsen bringt.
Die Adidas-Titel gaben nach Zahlen des US-Rivalen Nike 0,62 Prozent auf 43,565 Euro ab. Der weltgrösste Sportartikelkonzern leidet unter gestiegenen Kosten und konnte die Analystenerwartungen in seinem dritten Geschäftsquartal nicht erfüllen. Nachbörslich fiel die Aktie um mehr als fünf Prozent. Auch die Worte von Konzernchef Mark Parker, dass Nike jede Menge Neuheiten im Köcher habe, konnten die Anleger nicht gnädig stimmen. Nike spürte eigenen Angaben zufolge die gestiegenen Beschaffungskosten. Ein Börsianer sagte: "Bisher hat sich Adidas optimistisch gezeigt, seine operative Marge zu halten oder gar zu verbessern - der Bericht von Nike könnte hier etwas Unsicherheit bringen. Das belastet die Adidas-Aktien."
Nach einem Pressebericht standen die Aktien von MAN im Fokus. Die Einigung zwischen dem Nutzfahrzeughersteller und dem arabischen Staatsfonds IPIC im Streit um den skandalgeschüttelten Industriedienstleister Ferrostaal verzögert sich laut "Financial Times Deutschland" (FTD) abermals. Ohne eine baldige Beilegung des Streits sei auch Volkswagens Fahrplan für die angestrebte Lkw-Allianz von MAN und Scania kaum mehr einzuhalten. Die VW-Tochter Scania sollte möglichst noch im April ein Gebot für MAN abgeben. Händler sahen in der Nachricht eine leichte Belastung für die Aktie. Die Aktien legten dennoch um 1,32 Prozent auf 81,35 Euro zu.
Darüber hinaus bewegten Analystenkommentare zahlreiche Papiere. Die Aktien von Siemens gewannen 1,93 Prozent auf 91,95 Euro, nachdem die Deutsche Bank sie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 95,00 auf 110,00 Euro angehoben hatte. Für BASF ging es nach positiven Studien um 2,12 Prozent auf 56,480 Euro aufwärts. Bei K+S stützte eine Hochstufung der Commerzbank. Die Titel verteuerten sich um 1,89 Prozent auf 50,910 Euro. Zudem hatte Konkurrent Compass seine Preise angehoben, was laut Equinet ebenfalls für Rückenwind sorgt.
Im MDax verloren die Papiere von Gagfah 0,12 Prozent auf 6,834 Euro zu, nachdem die FTD berichtet hatte, dem Immobilienkonzern drohe eine mögliche Klage der Deutschen Rentenversicherung (DRV Bund). Der DRV Bund habe der Zeitung auf Anfrage gesagt, wenn der Rat der Stadt Dresden eine Klage gegen Gagfah beschliesse, werde auch die Rentenversicherung eine "Überprüfung der Einhaltung der betreffenden Schutzpflichten (...) vornehmen." Ein Börsianer wertet die Nachrichten klar negativ, zumal die mögliche weitere Klage umfangreicher ausfallen könnte als die von der Stadt Dresden drohende.
Die SDax-notierte Fluggesellschaft Air Berlin legte vorläufige Zahlen für das vergangene Jahr vor, die laut einem Börsianer nicht für Freude sorgten. "Sie sind aber keine Überraschung mehr, nachdem Air Berlin schon vor ein paar Tagen Einblick in die Entwicklung 2010 gegeben hat." Im freundlichen Markt verteuerten sich die Papiere um 2,91 Prozent auf 3,179 Euro./gl/rum

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???