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FRANKFURT (awp international) - Dank freundlicher Vorgaben aus Übersee ist der Dax am Donnerstag etwas erholt in den Tag gestartet. In der ersten Handelsstunde stieg der deutsche Leitindex um 0,22 Prozent auf 7.196,92 Punkte, womit er seine höheren Anfangsgewinne aber nicht ganz behaupten konnte. An den vorangegangenen zwei Handelstagen hatten die anhaltenden Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten ihn noch ins Minus gedrückt. Der MDax der mittelgrossen Werte rückte am Donnerstag um 0,12 Prozent auf 10.194,50 Punkte vor und der TecDax gewann 0,38 Prozent auf 901,51 Punkte.
Händler verwiesen auf die Entwicklung der Wall Street am Vorabend, die sich trotz des hohen Ölpreises dank guter ADP-Daten ein knappes Plus erarbeitet hatte. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann so seit dem Xetra-Schluss am Vorabend 0,10 Prozent hinzu und auch in Asien tendierten die Börsen überwiegend fester. Laut einer aktuellen Umfrage der Deutschen Börse seien die Anleger aber weiterhin pessimistisch, gab Analyst Andre Saenger von IG Markets zu bedenken.
Während hierzulande erst einmal die Berichtssaison mit Zahlen von Beiersdorf und ProSiebenSat.1 für Gesprächsstoff sorgt, dürften Anleger am Nachmittag gespannt auf Aussagen der EZB zu möglichen Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf warten. Die Währungshüter dürften zwar Volkswirten zufolge ihren Ton auf ihrer Ratssitzung verschärfen, nachdem zuletzt mehrere hochrangige Ratsmitglieder vor Inflationsgefahren gewarnt hatten. Den Leitzins dürften sie allerdings unverändert auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen.
BEIERSDORF NACH ENDGÜLTIGEN ZAHLEN KAUM VERÄNDERT
Für die Beiersdorf-Titel ging es nach endgültigen Jahreszahlen um 0,13 Prozent auf 43,150 Euro nach unten, was einen der hinteren Plätze im Dax bedeutete. Der Nivea-Hersteller will trotz eines Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr eine stabile Dividende von 0,70 Euro je Aktie zahlen. Der Umsatz legte zu. Laut LBBW-Analystin Iris Schäfer entsprachen die Eckdaten weitgehend den bereits bekannten vorläufigen Zahlen. Zudem sei der Ausblick bestätigt worden. Um Marktanteile in Westeuropa zurückzugewinnen, sei ein Erfolg der jüngsten Werbekampagne für Nivea notwendig. Es sei aber noch zu früh, deren Werbeeffekte abzuschätzen. Sie blieb bei ihrer Halteempfehlung für die Aktien.
ProSiebenSat.1 konnte indes dank kräftig gewachsener Werbeeinnahmen und eines starken Schlussquartals seinen Gewinn 2010 mehr als verdoppeln und auch den Umsatz steigern. Für 2011 rechnet der TV-Konzern, der eine deutlich höhere Dividende ankündigte, mit weiteren Zuwächsen. Dies liess die Aktien als einen der besten MDax-Werte um 3,09 Prozent auf 24,495 Euro zulegen. Händler zeigten sich in ersten Reaktionen vor allem von der Dividende angetan, die mit 1,14 Euro erheblich höher als erwartet ausfalle. Bei den Zahlen habe das Unternehmen ebenfalls etwas besser als gedacht abgeschnitten.
CONTINENTAL: MEDIENBERICHT KONTRA GUTE ZAHLEN
Die Aktien von Continental verloren nach einem Medienbericht sowie Zahlen 2,86 Prozent auf 59,860 Euro. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, konkretisiert der Familienkonzern Schaeffler Pläne zum Verkauf von Aktien der Tochter. "Noch im März soll ein Paket verkauft werden", sagte ein Verhandlungsteilnehmer dem Blatt. Über die exakte Höhe des Pakets gebe es noch Diskussionen. Derweil hat sich der Automobilzulieferer und Reifenhersteller im vergangenen Jahr stark zurückgemeldet und einen Rekordumsatz erzielt. Die Hannoveraner korrigierten die Erlöse zu den im Januar vorgelegten vorläufigen Zahlen noch einmal etwas nach oben. Unter dem Strich gab es wieder einen Gewinn für die Anteilseigner. Ein Händler sah die Zahlen durch die Bank über den Erwartungen. Dass Conti keine Dividende ausschüttet, sei mehr oder weniger erwartet worden. Von einem anderen Börsianer hiess es hingegen, der mögliche Aktienüberhang durch die Schaeffler-Pläne sei "für den Conti-Kurs erst einmal eine schlechte Nachricht".
Auch Umstufungen sorgten für Bewegung. So büssten die Salzgitter-Titel 2,04 Prozent auf 58,50 Euro ein, nachdem HSBC-Analyst Jürgen Siebrecht sie auf "Neutral" abgestuft hatte. Steigende Rohstoffpreise und ein zunehmender Wettbewerb stellten ein Risiko für die Konsensschätzungen dar, hiess es. Für 2011 senkte Siebrecht daher seine Prognose für den Vorsteuergewinn des Stahlkonzerns. Eine Hochstufung durch die Commerzbank liess hingegen die Titel des Flughafenbetreibers Fraport um 3,19 Prozent auf 52,150 Euro vorrücken. Analyst Johannes Braun begründete sein neues "Add"-Votum mit der zuletzt schwachen Kursentwicklung. Der Markt unterschätze immer noch die positive Wirkung der für 2011 erwarteten Gewinntreiber. Nach dem erwartet guten Ausblick des Flughafenbetreibers für 2011 dürften auch die Marktschätzungen steigen./gl/ag

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