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FRANKFURT (awp international) - Dank der bislang gut angelaufenen US-Berichtssaison hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Nachdem zu Wochenbeginn bereits Alcoa einen positiven Auftakt geliefert hatte, überraschte am Dienstag nach der Schlussglocke an der Wall Street auch Intel mit seinem jüngsten Quartalsbericht positiv. Der Dax legte im frühen Handel um 0,34 Prozent auf 6.212,22Punkte zu. Für den MDax ging es um 0,32 Prozent auf 8.432,79 Punkte hoch und der TecDax gewann 0,64 Prozent auf 793,16 Punkte.
Auch die Kursvorgaben stützten den freundlichen Handelsauftakt. In den USA hatte die Wall Street dank Alcoa deutliche Gewinne verbucht, und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones (DJIA) legte seit dem Xetra-Schluss am Vortag um 0,17 Prozent zu. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index sehr fest.
Positive Branchennachrichten liessen den Aktienkurs von Infineon an der Dax-Spitze um 3,15 Prozent auf 5,343 Euro steigen. Neben den deutlich besser als erwarteten Zahlen des Chipherstellers Intel, der für die kommenden Monate mit starker Nachfrage rechnet, gab eine höhere Prognose des niederländischen Chipausrüsters ASML den Titeln Auftrieb. Für Aktien des TecDax-notierten Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor ging es als bester Indexwert um 4,06 Prozent auf 11,270 Euro hoch.
Dagegen mussten RWE als schwächster Dax-Wert Verluste von 1,23 Prozent auf 54,71 Euro hinnehmen. Die HSBC stufte die Aktien des Versorgers ab und empfiehlt nun eine Untergewichtung.
Aktien von Südzucker stiegen nach endgültigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2010/11 um moderate 0,23 Prozent auf 15,475 Euro. Europas grösster Zuckerproduzent steigerte den Überschuss nach Minderheiten deutlich von 48 auf 72 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 88 auf 149 Millionen Euro und der Umsatz um knapp neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Der Konzern hatte bereits Ende Juni Eckdaten vorgelegt. Seine Gesamtjahresprognose bestätigte Südzucker. Ein Händler sah die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Von einem anderen hiess es indes, der Überschuss liege leicht unter seiner Schätzung.
Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer hob nach einem robusten zweiten Quartal seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr an, was den Aktien Gewinne von 0,56 Prozent auf 28,650 Euro bescherte. Die Zahlen des Spezialverpackungsherstellers fielen laut Händlereinschätzungen besser als erwartet aus.
Für Anteilsscheine von CTS Eventim ging es indes um deutliche 8,01 Prozent auf 38,910 Euro bergab. Am Vortag nach Börsenschluss hatte der im SDax gelistete Tickethändler mitgeteilt, er weise die von Live Nation erklärte Kündigung des bestehenden Kooperationsvertrags als "prozesstaktisches Manöver ohne jede sachliche und rechtliche Grundlage" zurück. Zudem kündigte CTS Eventim zusätzliche Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe gegen das auf Live-Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit spezialisierte Unternehmen an. Ein Händler, sagte indes, CTS Eventim habe nach dem überraschenden Zusammenschluss von Live Nation mit Ticketmaster im vergangenen Jahr bereits früher substanzielle Schadensersatzforderungen für den Fall einer Beendigung bestehender Verträge angekündigt./gl/ag

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