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FRANKFURT (awp international) - Die Nachricht vom Tod des Terroristenführers Osama bin Laden hat den deutschen Aktienmarkt am Montag gestützt. Der Dax legte im frühen Handel um 0,99 Prozent auf 7.589,22 Punkte zu und notierte damit so hoch wie seit Januar 2008 nicht mehr. Der MDax der mittelgrossen Werte rückte um 0,90 Prozent auf 10.836,59 Punkte vor, und für den TecDax ging es um 0,36 Prozent auf 938,49 Punkte hoch.
Marktstratege David Buik von BGC Partners in London erklärte am Morgen, da der Ölpreis in Folge der Nachricht von Bin Ladens Tod sinke, profitiere auch der Aktienmarkt. Der Future auf den Dow Jones reagierte ebenfalls positiv und auch die Notierungen an der Börse in Tokio stiegen.
DEMAG KRANES GEWINNEN NACH ÜBERNAHMEANGEBOT FAST 22 PROZENT
Gesprächsthema am Markt war darüber hinaus das Übernahmeangebot der Terex Industrial Holding für den deutschen Kranbauer Demag Cranes. Die Amerikaner wollen 41,75 Euro je Aktie für den Kranbauer bieten. Händler spekulieren auf einen Übernahmekampf und es würden schon erste Gerüchte um ein zu erwartendes Gegenangebot des finnischen Wettbewerbers Konecranes herumgereicht. Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen um ein Angebot für Demag gegeben und die beiden Unternehmen wurden als Interessenten genannt. Im frühen Handel schnellten die Titel von Demag Cranes an der MDax-Spitze um 21,92 Prozent nach oben auf 44,25 Euro und stiegen damit über den Angebotspreis.
Im Dax waren die Papiere der Lufthansa angesichts des sinkenden Ölpreises der Favorit. Sie kletterten um 2,02 Prozent auf 15,63 Euro. Durch den Tod des Terroristenführers könnte laut Händlern die Terrorgefahr erst einmal sinken. Zudem verteuerten sich die Titel von Eon um 1,56 Prozent auf 23,44 Euro. Der Chef des Versorgers, Johannes Teyssen, will in Kürze über eine Klage gegen die Brennelementesteuer entscheiden. "Es spricht manches für eine Klage", sagte Teyssen der "Wirtschaftswoche". Die erste Zahlung der Brennelementesteuer würde für Eon fällig, wenn Ende Mai das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld nach seiner planmässigen Revision mit neuen Brennelementen wieder in Betrieb geht. Ein Händler bezeichnete dies als eine Rolle rückwärts des Versorgers. Bislang habe Eon gesagt, dass das Unternehmen keine rechtlichen Schritte erwäge. Gleichzeitig sagte Teyssen dem Magazin, der AKW-Betreiber habe Gas- und Kohlekraftwerke hochgefahren und Wartungsarbeiten verschoben, um Stromausfällen vorzubeugen.
VOLKSWAGEN FEST
Die Papiere von Volkswagen (VW) gehörten mit einem Plus von 1,13 Prozent auf 134,50 Euro ebenfalls zu den Dax-Favoriten. Analyst Daniel Schwarz von der Commerzbank hielt nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" über die Einreichung einer Klage gegen den Autobauer an seiner "Buy"-Einschätzung für die VW-Titel fest. Das Kursziel lautet weiterhin 175,00 Euro. Das Magazin meldete, dass Investoren nach Porsche nun auch Volkswagen wegen einer angeblichen Manipulation des Aktienmarktes auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagen wollen. Dem Commerzbank-Experten zufolge dürfte der Erfolg der Klage vom Fortgang der Ermittlungen gegen das frühere Management von Porsche abhängen. Neuigkeiten diesbezüglich seien nicht vor 2012 zu erwarten. Porsche und Volkswagen weisen indes die Vorwürfe als haltlos zurück.
Sehr schwach aber präsentierten sich die die Titel von Fresenius Medical Care , die am Dax-Ende um 1,68 Prozent auf 52,17 Euro absackten. Analyst Holger Blum von der Deutschen Bank hatte die Papiere von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 51,00 auf 56,00 Euro angehoben. Die hervorragende Entwicklung des Dialysespezialisten sowie die guten Perspektiven seien ausreichend eingepreist, schrieb der Experte.
Ansonsten werden die Bayer-Papiere ex Dividende gehandelt. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern schüttet 1,50 Euro je Aktie an seine Anteilseigner aus. Zuletzt notierten die Titel bei 58,92 Euro.
BORUSSIA DORTMUND SEHR SCHWACH - WIE ERWARTET DEUTSCHER MEISTER
Die Titel von Borussia Dortmund (BVB) fielen indes abseits der grossen Indizes um 4,84 Prozent auf 2,95 Euro. Der BVB ist am Samstag mit dem 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg und angesichts der 0:2-Pleite von Verfolger Bayer Leverkusen beim 1. FC Köln zum siebten Mal deutscher Fussball-Meister geworden. Da dies jedoch erwartet worden sei, hätten einige Anleger Kasse gemacht, erklärten Börsianer die Kursverluste./la/rum

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