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FRANKFURT (awp international) - Schwächere US-Vorgaben nach dem überraschenden Verbleib von Ägyptens Präsident haben den Dax am Freitag ins Minus gedrückt. Belastet von Gewinnmitnahmen fiel der deutsche Leitindex in der ersten Handelsstunde um 0,17 Prozent auf 7.327,54 Punkte und beendete damit zunächst seinen jüngsten Höhenflug. Am Donnerstag hatte er noch auf einem Dreijahreshoch geschlossen. Der MDax der mittelgrossen Werte sank am Freitag um minimale 0,06 Prozent auf 10.483,13 Punkte und der TecDax stand 0,04 Prozent tiefer bei 893,42 Punkten.
"Gerüchte um einen Rücktritt von Hosni Mubarak hatten den Dax am Donnerstagnachmittag noch ins Plus getrieben", sagte ein Händler. Nachdem sich aber die Hoffnung nicht erfüllt habe, bleibe ein hohes Mass an Unsicherheit, und die spekulative Luft sei wieder entwichen. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial reagierte ebenfalls negativ und verlor 0,27 Prozent seit dem Handelsschluss auf Xetra am Vortag. Am Nachmittag dürften die US-Handelsbilanz und später das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan neue Impulse geben. Zunächst standen die Quartalszahlen von ThyssenKrupp im Blick. Die Aktien verloren am Dax-Ende über zwei Prozent.
AUSBLICK UND AMERIKAGESCHÄFT VON THYSSENKRUPP BELASTEN
Der Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp musste im ersten Geschäftsquartal auch wegen hoher Anlaufverluste in den neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA Einbussen hinnehmen. Der Überschuss brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast die Hälfte ein. Zudem hätten einige Anleger den Ausblick des Unternehmens mit Skepsis aufgenommen, meinten Marktteilnehmer. So soll der operative Gewinn dem ThyssenKrupp-Vorstand zufolge von 1,2 auf 2,0 Milliarden Euro steigen. Hier hätten sich einige Investoren etwas mehr erhofft, hiess es. Die Titel verloren am Dax-Ende 2,02 Prozent auf 30,50 Euro.
Zudem zählten die Aktien von Henkel und Beiersdorf nach Zahlen des Konkurrenten L'Oreal zu den grössten Verlierern. Das Geschäft mit der Schönheit brachte dem französischen Konzern 2010 zwar zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn ein, weshalb er die Dividende um 20 Prozent erhöhen will. Ein Händler monierte allerdings, dass der flächenbereinigte Umsatz im Schlussquartal leicht unter den Erwartungen geblieben sei. Die Titel von Henkel fielen um 1,07 Prozent auf 43,505 Euro und die von Beiersdorf um 1,05 Prozent auf 41,00 Euro.
FRESENIUS PROFITIEREN VON POSITIVEM ANALYSTENKOMMENTAR
An der Dax-Spitze stiegen die Aktien von Fresenius um 1,60 Prozent auf 62,74 Euro. Das Gesundheitsportfolio des Medizinkonzerns sei eines der besten der gesamten Branche, schrieb Analyst Martin Whitbread von der Schweizer Grossbank Credit Suisse. Der US-Markt für Injektionen werde für den Konzern immer interessanter.
Im MDax fielen die Papiere von IVG Immobilien an das Indexende, sie sackten um 3,19 Prozent auf 7,011 Euro ab. Das Bonner Immobilienunternehmen will sich mit der Ausgabe neuer Aktien frisches Geld ins Haus holen. Händlern zufolge sollen die Titel bei 6,90 Euro und damit unter dem Schlusskurs vom Donnerstag in Höhe von 7,242 Euro platziert werden. Ein Börsianer zeigte sich gleichwohl von der Kursreaktion nicht überrascht. Immerhin notierten die Papiere mittlerweile über dem bei Immobilienwerten so wichtigen Nettoinventarwert (NAV).
CARL ZEISS MEDITEC NACH ZAHLEN AN DER TECDAX-SPITZE
Bester Wert im TecDax waren die Papiere von Carl Zeiss Meditec , die um 2,50 Prozent auf 14,35 Euro kletterten. Der Medizintechnik-Anbieter setzte dank guter Geschäfte in Asien im ersten Quartal deutlich mehr um und steigerte den Gewinn. Analyst Volker Braun von der Commerzbank schrieb in einem Kommentar über einen "guten Start". Das Unternehmen habe seine Schätzungen moderat übertroffen. Im SDax gaben die Papiere des Elektronikhändlers Medion nach der Vorlage von Zahlen 1,46 Prozent auf 11,80 Euro ab. "Der Ausblick des Aldi-Lieferanten enttäuschte etwas", erklärte ein Börsianer die Kursverluste./la/gl

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