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FRANKFURT (awp international) - Ohne neue positive Impulse sind die deutschen Aktienindizes am Montag leicht im Minus gestartet. Der Dax stand am Morgen mit 0,56 Prozent im Minus bei 6.909,27 Punkten. In der ersten Woche des Jahres hatte der deutsche Leitindex ein halbes Prozent zugelegt. Der MDax mittelgrosser Werte sackte um 0,74 Prozent auf 10.000,13 Punkte ab, für den TecDax ging es um 0,55 Prozent auf 864,48 Punkte runter.
Händler verwiesen auf Sorgen vor einer weiteren Verschärfung der Lage in der Eurozone mit einer am Mittwoch anstehenden Anleiheauktion in Portugal und Berichten am Wochenende, dass das Land unter den Rettungsschirm gedrängt werden könnte. Leicht positiv wirke dagegen die Erholung von den Tagestiefs an der Wall Street im späten Handel am Freitag, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Zuvor hatte ein schwacher Arbeitsmarktbericht die US-Börsen belastet und auch schon im Dax seine Spuren zum Wochenende hinterlassen. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones verlor aber 0,21 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Freitag. Indes erwarten die Börsianer eine abwechslungsreiche Woche mit der am Abend nach Handelsschluss in den USA beginnenden Berichtssaison, die von Alcoa eröffnet wird. Zudem stünden in der Woche noch zahlreiche Konjunkturdaten auf der Agenda, die bewegen dürften.
BANKAKTIEN AM DAX-ENDE
Bankenwerte standen unter Druck, wobei Commerzbank-Aktien mit minus 1,77 Prozent auf 5,497 Euro am Dax-Ende standen und Deutsche Bank-Titel 1,52 Prozent einbüssten. Händler verwiesen auf die negativen Vorgaben für Banken wegen der Schwäche des Sektors in den USA am Freitag. Hinzu komme die Sorge um die Eurozone. Dabei könnte sich der einstige Risikokredit an den fränkischen Autozulieferer Schaeffler für die Commerzbank laut "Die Welt" für die beteiligten Banken zu einem Milliardengeschäft entwickeln. Allein der Commerzbank stehen nach Informationen der Tageszeitung aus Finanzkreisen rechnerische Zinszahlungen von rund einer halben Milliarde Euro pro Jahr zu, die allerdings zu grossen Teilen erst in mehreren Jahren fällig werden.
An der Dax-Spitze gewannen BASF-Aktien 0,72 Prozent auf 57,540 Euro. Die Analysten der Citigroup hoben das Ziel für die Papiere des Chemiekonzerns von 60,00 auf 67,00 Euro an und blieben bei der Einstufung "Buy". Daimler-Aktien profitieren Händlern zufolge weiter von positiven Geschäftserwartungen und legten 0,31 Prozent zu.
Adidas-Titel reagierten wie erwartet kaum auf einen Bericht in einem Magazin. Der Sportartikelhersteller will bis 2015 den Umsatz der Gruppe um bis zu 50 Prozent auf 17 Milliarden Euro steigern, bekräftigte Vorstandschef Herbert Hainer frühere Aussagen erneut im Nachrichtenmagazin "Focus". Adidas wolle dabei im Konkurrenzkampf schneller wachsen als der Hauptkonkurrent und Branchenprimus Nike aus den USA. Ein Börsianer sagte: "Das Interview beinhaltet nichts Neues." Die Aktie verlor 0,73 Prozent.
SYMRISE PROFITIEREN IM MDAX VON ÜBERNAHME IM SEKTOR
Im MDax profitierten Symrise an der Spitze mit einem Plus von 4,82 Prozent auf 20,650 Euro von neuen Übernahmebewegungen in dem Sektor. Händler verwiesen auf die Übernahme des dänischen Konkurrenten Danisco durch den US-Chemiekonzern Dupont für 6,3 Milliarden Dollar (rund 4,9 Mrd Euro). Das werfe ein positives Licht auf den gesamten Sektor, hiess es.
Leoni-Titel verteuerten sich nach einem Zeitungsinterview mit Vorstandschef Klaus Probst um 0,94 Prozent auf 32,850 Euro. Probst schraubte die Umsatzerwartung für 2011 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" von bisher rund 3 Milliarden Euro auf mindestens 3,1 Milliarden etwas nach oben. Damit steuert der Autozulieferer - wie im November angekündigt - weiter auf ein Rekordjahr zu. Ein Börsianer wollte den Aussagen allerdings keine stärkere Kursrelevanz zubilligen: "Das entspricht der Markterwartung." Commerzbank-Analyst Daniel Schwarz sieht sich mit der Erwartung eines Rekordgewinns bei Leoni indes in seiner positiven Sicht des Unternehmens bestätigt.
Unter Druck gerieten unterdessen Gildemeister-Papiere mit einem Abschlag von 6,95 Prozent auf 15,470 Euro. Händler konnten hier keine fundamentalen Gründe für das Minus verantwortlich machen. Sie sprachen von technischen Gründen, nachdem die Aktie wichtige Unterstützungen verletzt habe. Daraufhin hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt und eine grosse Verkaufsorder erlaube es den Aktien bisher nicht, sich wieder zu erholen./fat/tih

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