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FRANKFURT (awp international) - Nach einem freundlichen Handelsstart ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag ins Minus abgerutscht. Börsianern zufolge sind alle Augen auf den US-Arbeitsmarktbericht für Dezember gerichtet, der um 14.30 Uhr (MEZ) ansteht - davor warteten die Anleger eher ab. Der Leitindex Dax stand eine Stunde nach der Eröffnung 0,42 Prozent tiefer bei 6.952,01 Punkten. Der MDax verlor 0,15 Prozent auf 10.084,72 Punkte. Für den TecDax , der sich schon zuletzt deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt hatte, ging es nur um moderate 0,09 Prozent auf 868,47 Punkte nach unten.
Laut Analyst Ralf Grönemeyer von Silvia Quandt Research rechnen die meisten Marktteilnehmer mit guten Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. In den vergangenen Tagen hatten bereits US-Daten zur Beschäftigung im Privatsektor sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe entsprechende Hoffnungen geschürt. Würden diese enttäuscht, drohe allerdings eine deutlich negative Kursreaktion an den Börsen, warnte Grönemeyer.
MAN NACH BERICHT UND POSITIVER STUDIE BESSER ALS DAX
MAN-Titel gewannen nach einem Pressebericht und einer positiven Branchenstudie 0,08 Prozent auf 90,31 Euro und hielten sich damit besser als der Dax. Der Nutzfahrzeughersteller kann sich laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) dank des Kursanstiegs der Scania-Aktie über einen Sonderertrag freuen. Die Beteiligung an dem schwedischen Konkurrenten habe dem deutschen Konzern im vergangenen Jahr einen ausserordentlichen Ertrag von 357 Millionen Euro gebracht. Ein Händler sah darin allerdings keine Überraschung. Die britische Grossbank Royal Bank of Scotland äusserte sich indes grundsätzlich positiv zu MAN. Fundamentaldaten etwa zum Frachtverkehr liessen 2011 eine nachhaltige Erholung der Lastwagennachfrage in Nordamerika und Europa erwarten.
Die Aktien der Deutschen Telekom gewannen 1,36 Prozent auf 9,910 Euro, was Börsianer auf positive Nachrichten der Tochter T-Mobile US zurückführten. Die im Dax notierten Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) verteuerten sich um 0,92 Prozent auf 126,00 Euro. Hier verwiesen Händler auf die weltweite Absatzsteigerung der Tochter Audi im vergangenen Jahr als Kurstreiber. Die Gewinne von 0,38 Prozent auf 55,930 Euro bei Bayer begründeten Marktteilnehmer indes mit Spekulationen um ein Interesse des US-Pharmakonzerns Pfizer . Andere Börsianer winkten jedoch ab: "Das Gerücht kommt jede zweite Woche wieder und gewinnt damit kaum an Qualität", sagte einer. Manche sprachen von einem typischen Freitagsgerücht, das sich kaum bewahrheiten dürfte.
THYSSENKRUPP MUSS UMWELTSTRAFEN ZAHLEN
Für die Aktien von ThyssenKrupp ging es um 0,33 Prozent auf 30,510 Euro bergab. Die brasilianische Tochter CSA ist wegen eines wiederholten Umweltverstosses in einem neuen Stahlwerk nahe Rio de Janeiro mit Geldbussen und Entschädigungszahlungen belegt worden. Neben der Strafe von 2,8 Millionen Reais (1,26 Millionen Euro) muss CSA eine Kompensation von 14 Millionen Reais (6,3 Millionen Euro) zahlen, mit der Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität der Anwohner finanziert werden sollen. Ein Händler mass dem allerdings nur wenig Bedeutung bei: "Die Probleme in Brasilien waren allgemein bekannt und die Strafzahlungen sind viel zu niedrig, um den Aktienkurs zu beeinflussen."
Im TecDax trieben Übernahmefantasien die Anteilsscheine von Aixtron um 1,82 Prozent auf 30,750 Euro hoch. Händler verwiesen auf Gerüchte, wonach der US-Wettbewerber Cree Interesse an dem auf Leuchtdioden-Anlagen spezialisierten Maschinenbauer. Im Gespräch sei ein geplantes Gebot von 38 Euro je Aktie, hiess es. Ein Händler sagte: "Bei Aixtron überwiegt seit Tagen das Kaufinteresse - offenbar wird dazu nun ein Gerücht gebastelt." Die Spekulationen überlagerten leicht negative Impulse aus Asien. Dort hat Samsung Electronics im vierten Quartal unter dem Preisrückgang bei Speicherchips und Flachbildschirmen gelitten und mit schlechter als erwarteten ersten Ergebnisschätzungen für den Zeitraum enttäuscht./gl/chs

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