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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Moderat schwächer

Dieser Inhalt wurde am 19. November 2009 - 09:40 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Angesichts wenig inspirierender Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag moderat schwächer in den Handel gestartet. Im frühen Handel dämmte der Dax die Verluste auf 0,01 Prozent auf 5.786,75 Zähler ein. Der MDax verringerte das Minus ebenfalls auf zuletzt 0,04 Prozent auf 7.378,80 Punkte, für den TecDax ging es um 0,10 Prozent auf 782,30 Zähler nach unten.
Die Zweifel mehrten sich, ob der Aufwärtstrend die Aktienmärkte noch deutlich höher tragen könnte, sagte ein Börsianer. Die Überseebörsen gaben keine positiven Impulse: So hatten enttäuschende Konjunkturdaten am Vortag die US-Börsen belastet und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial zeigte sich seit dem Xetra-Schluss vom Vortag fast unverändert. In Asien verzeichneten die Börsen Abschläge. Am Nachmittag stehen in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Frühindikatoren und das Geschäftsklima in der Region Philadelphia (Philly-Fed-Index) auf dem Plan.
Im Fokus standen die Anteilsscheine von Infineon , die nach Zahlen mit plus 1,30 Prozent auf 3,510 Euro an die Dax-Spitze stiegen. Der Halbleiterkonzern profitierte im vierten Geschäftsquartal (Ende September) von der Erholung am Halbleitermarkt und schrieb unter dem Strich wieder schwarze Zahlen. Beim Segmentergebnis, das die betriebliche Entwicklung widerspiegeln soll, übertraf Infineon wie beim Erlös die Erwartungen der Experten deutlich. Der Konzern rechnet zudem für 2010 mit einem Wachstum in allen operativen Segmenten. Händler lobten in ersten Reaktionen die Zahlen. "Ein gutes Ende nach einem furchtbaren Jahr und vorsichtiger Optimismus für 2010", kommentierte Commerzbank-Analyst Johannes Braun die Unternehmensaussagen.
Aktien von Beiersdorf und Henkel profitierten laut Händlern leicht von Übernahmefantasien in der Konsumgüterbranche. Der "Daily Telegraph" berichtete am Mittwochabend in seiner Online-Ausgabe, es gebe Spekulationen, der Calgon- und Sagrotan-Hersteller Reckitt-Benckiser stehe kurz vor einer viele Milliarden Pfund schweren, grenzüberschreitenden Transaktion. Gut unterrichtete Quellen glaubten, dass der Kandidat der US-Wettbewerber Colgate-Palmolive sei. Da beide Unternehmen etwa gleich gross seien, würde es hier aber eher auf eine Fusion als auf eine Übernahme hinauslaufen, schlussfolgerte das Blatt. Die Colgate-Aktie war daraufhin am Vorabend um über drei Prozent gestiegen. "Eine Branchenkonsolidierung sollte sich zunächst einmal nicht negativ auf deutsche Konkurrenten auswirken, auch wenn es einer dritten Partei schwer fallen dürfte, Beiersdorf oder Henkel zu übernehmen", kommentierte ein Händler. Beiersdorf verteuerten sich um 0,48 Prozent auf 43,95 Euro, Henkel rückten um 0,09 Prozent auf 32,92 Euro vor.
Dagegen verzeichneten Bayer-Titel Kursverluste von 0,41 Prozent auf 51,61 Euro. Ein Börsianer begründete dies mit der Entscheidung des britischen National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), die Kostenübernahme der Behandlung von Leberkrebs mit Bayers "Nexavar" abzulehnen. Das Medikament sei dafür zu teuer, hiess es. Dem Börsianer zufolge habe ein Sprecher des Pharma- und Chemiekonzerns jedoch bereits Schritte gegen diese Entscheidung angekündigt. "Die Entscheidung kommt nicht unerwartet, nachdem bereits die Kostenübernahme bei Nierenkrebs verweigert wurde", so der Händler. Dennoch sei die Meldung ein Rückschlag für das als Blockbuster eingestufte Nexavar.
Im MDax verteuerten sich Rational-Aktien nach einer positiven Studie um 2,05 Prozent auf 114,30 Euro. Goldman Sachs hatte die Papiere des Grossküchengeräte-Herstellers von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 115 auf 140 Euro angehoben. Weder das Wachstums- noch das Ertragspotenzial seien auf dem aktuellen Kursniveau vollständig eingepreist, schrieb Analyst Benjamin Moore./gl/rum

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