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FRANKFURT (awp international) - Nach den deutlichen Vortagsgewinnen und angesichts verhaltener Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit moderaten Verlusten in den Handel gestartet. Im frühen Handel büsste der Dax 0,16% auf 6.282,14 Punkte ein. Der MDax sank um 0,20% auf 8.561,653 Punkte und der TecDax verlor 0,19% auf 776,88 Punkte. Im Fokus steht erneut die Berichtssaison. Allein aus dem Dax legten vier Unternehmen Zahlen vor, wobei BMW und die Deutsche Post positiv überraschten.
Die US-Börsen waren am Montag zwar mit kräftigen Kursgewinnen in die neue Woche gestartet und auch der Nikkei-225-Index schloss am Dienstagmorgen fest. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones (DJIA) gab allerdings seit dem Xetra-Schluss am Vorabend um 0,21% nach. Am Nachmittag dürften sowohl weitere Quartalszahlen aus den USA als auch Konjunkturdaten das Marktgeschehen beeinflussen.
HÄNDLER LOBEN ZAHLEN VON BMW UND POST
BMW fuhr ein starkes Quartal ein und steigerte Absatz, Umsatz und Ergebnis. Am Markt stiess der Geschäftsbericht auf ein positives Echo. Sowohl bei den Erlösen als auch beim Gewinn habe der Autobauer die Markterwartungen übertroffen, lobten Händler. Die Aktien honorierten dies als Dax-Spitzenreiter mit Gewinnen von 4,57% auf 43,785 EUR. Die Deutsche Post konnte mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg die Markterwartungen teilweise übertreffen. Dies und der höhere Jahresausblick für den Gewinn vor Zinsen und Steuern liess die Aktien um 2,67% auf 13,860 EUR steigen. Ein Händler lobte Zahlen und Ausblick, wollte aber im weiteren Handelsverlauf Gewinnmitnahmen nicht ausschliessen, da die US-Konkurrenten FedEx und United Parcel Service (UPS) bereits sehr guten Zahlen vorgelegt und ihre Ausblicke ebenfalls erhöht hatten.
Der weltgrösste Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) konnte seinen Quartalsgewinn und -umsatz ebenfalls steigern und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr. "Das sind nicht die besten Zahlen, die FMC jemals vorgelegt hat, aber es sind solide Zahlen", kommentierte ein Händler. Die Gewinnseite habe positiv überrascht, wogegen der Umsatz leicht schwächer als erwartet ausgefallen sei. Mit minus 0,32% auf 41,985 EUR entwickelten sich die Aktien leicht schwächer als der Markt. Fresenius-Titel gewannen 0,05% auf 54,84 EUR. Der FMC-Mutterkonzern bestätigte nach einem kräftigen Gewinn- und Umsatzwachstum ebenfalls seinen jüngst angehobenen Konzernausblick. Ein Händler verwies darauf, dass der Medizinkonzern auch schon vor einigen Tagen ein besser als erwartetes Ergebnis berichtet hatte. Dies erkläre die unspektakuläre Kursreaktion auf die endgültigen Zahlen.
FUCHS-ZAHLEN OHNE ÜBERRASCHUNG - KAPITALERHÖHUNG BELASTET SKY
Auch die endgültigen Halbjahreszahlen von Fuchs Petrolub enthalten nach Einschätzung eines Händlers keine Überraschungen. Der Geschäftsbericht, dem zufolge der Schmierstoff-Hersteller Umsatz und Gewinne steigern konnte und im laufenden Jahr einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von über 200 Millionen Euro erreichen will, entspreche exakt den bereits am 23. Juli überraschend vorgelegten vorläufigen Zahlen. Die Aktien gaben im MDax unspektakuläre 0,65% auf 80,91 EUR ab.
Mit einem Kurssturz von 20,81% auf 1,119 EUR lagen indes die Papiere von Sky Deutschland abgeschlagen am MDax-Ende. Wie am Vorabend bekannt geworden war, pumpt der Medienmogul Rupert Murdoch frisches Kapital in den tief in der Krise steckenden Bezahlsender. Der Konzern teilte am Montagabend überraschend mit, dass mit einer Kapitalerhöhung und einer Wandelanleihe mindestens 340 Mio EUR in die Kassen der Münchner kommen sollen. Zugleich verabschiedete sich der neue Konzernchef Brian Sullivan vom ehrgeizigen Ziel, im kommenden Jahr profitabel zu werden. Ein Börsianer hob hervor, dass mit einer Kapitalerhöhung zwar bis Ende 2011 gerechnet worden sei, allerdings erscheine das Volumen riesig. Er bleibe dabei, dass Sky eines der schlimmsten Investment in Deutschland sei und man gut beraten sei, den Papieren fern zu bleiben.
SINGULUS UND PFEIIFFER VACUUM NACH ZAHLEN IM MINUS
Der Spezialmaschinenbauer Singulus Technologies hat im zweiten Quartal seinen Verlust dank des Auftragsbooms stärker verringert als erwartet. Für das Gesamtjahr gab sich das im TecDax notierte Unternehmen aber sehr verhalten, so dass die Aktien um 4,91% auf 4,26 EUR nachgaben. Dagegen verbuchte der Spezialpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum dank der anhaltend starken Auftragslage einen Umsatz- und Gewinnanstieg und erfüllte die Erwartungen. Zudem bekräftigte das Unternehmen die Jahresprognose. Dies reichte den Anlegern aber nicht: Die Titel verloren 1,61% auf 61,10 EUR./gl/la

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