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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch seine frühen Verluste noch etwas ausgeweitet. Der Dax gab nach etwas mehr als einer Stunde um 0,66 Prozent auf 6.736,32 Punkte nach. Am Vortag war der deutsche Leitindex nach einem überwiegend unspektakulären Verlauf bereits um rund 0,5 Prozent abgesackt. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es am Mittwoch um 0,53 Prozent auf 9.911,17 Punkte nach unten. Der TecDax lag ferner mit 0,65 Prozent im Minus bei 881,97 Punkten.
Händler sprachen von anhaltend hoher Nervosität am Markt. So werde gespannt die politische Entwicklung in Portugal verfolgt, wo die Regierung Probleme haben könnte, das nochmals verschärfte Sparprogramm zu verabschieden. Hinzu komme die Sorge um die Lage im Atomkraftwerk in Fukushima. Die Arbeiten an dem schwer beschädigten Kraftwerk verzögern sich, nachdem erneut schwarzer Rauch von Reaktor 3 aufstieg und die Arbeiter den Kontrollraum des Gebäudes verlassen mussten. Inzwischen hat der Rauch aber offenbar wieder nachgelassen. Ein weiterer Börsianer verwies auf den angeschlagenen Chart des Leitindex, der seine Kurslücke von Mitte März geschlossen hat und dann abgeprallt ist.
MUNICH RE TROTZ GEWINNWARNUNG NUR GERINGFÜGIG IM MINUS
Aktien von Munich Re lagen trotz einer Gewinnwarnung nur mit 0,36 Prozent im Minus bei 109,60 Euro und hielten sich damit besser als der Dax. Der Rückversicherer schätzt die Belastungen aus der Naturkatastrophe in Japan vor Steuern auf 1,5 Milliarden Euro. Das Ziel, in diesem Jahr einen Konzerngewinn von 2,4 Milliarden Euro zu erreichen, sei daher nicht mehr zu halten. Einem Händler zufolge ist die genannte Summe zwar hoch, aber immer noch unter den schlimmsten Befürchtungen von Analysten. "Die Gewinnwarnung war aber ohnehin ein von allen erwartetes Geheimnis", schränkte der Börsianer ein. Auch Hannover Rück bezifferte unterdessen die erwarteten Schäden. Der Konkurrent rechnet vor Steuern mit einer Belastung von 250 Millionen Euro. Die Papiere lagen nur moderat mit 0,08 Prozent im Minus.
Gute Nachrichten gab es dagegen von Hochtief . Der Baukonzern legte Händlern zufolge "deutlich besser als erwartete" Zahlen vor, worauf die Papiere um 0,48 Prozent auf 72,63 Euro zulegten. Hochtief schloss das abgelaufene Jahr wie erwartet mit einem erneuten Rekordergebnis ab und übertraf deutlich die Umsatz- und Gewinnschätzungen der Analysten. Auch eine aufgestockte Dividende wurde am Markt positiv beurteilt.
Vorgelegte Zahlen stützten im Index mittelgrosser Werte auch die Kurse bei Celesio . Die Papiere des Pharmahändlers legten gegen den Markttrend um 0,12 Prozent auf 17,380 Euro zu, nachdem dieser im vergangenen Jahr dank einer Übernahme in Brasilien und eines Spartenverkaufs deutlich mehr umgesetzt und verdient hatte. Laut Händlern ist dies zwar weitestgehend erwartet worden. Einige Börsianer werteten es aber dennoch positiv, da die Aktien zuletzt von einem starkem Pessimismus geprägt gewesen seien.
GAGFAH WEGEN BAFIN-ERMITTLUNGEN IM BLICKFELD
Auch von Gagfah gab es Zahlen, die von einem Händler jedoch als leichte Enttäuschung gewertet wurden. Zu einem kräftigen Kursrutsch von 6,22 Prozent auf 6,002 Euro trug jedoch auch ein Bericht im "Handelsblatt" bei. Demnach wird wegen des Verdachts auf Insiderhandel gegen Gagfah-Chef William Brennan ermittelt. Dies bestätigte die Börsenaufsicht BaFin gegenüber der Zeitung. Brennan hatte Anfang Februar Gagfah-Aktien im Wert von 4,7 Millionen Euro verkauft. Vier Wochen später wurde dann bekannt, dass die Stadt Dresden eine Milliardenklage erwägt.
tih/la

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