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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Schwach - Negative US-Vorgaben

Dieser Inhalt wurde am 22. Oktober 2009 - 10:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach den Kursverlusten im späten Handel an der Wall Street sind die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Donnerstag mit Verlusten gestartet. Der Dax fiel zuletzt um 1,65 Prozent auf 5.735,28 Punkte, nachdem er am Mittwoch noch 0,37 Prozent höher geschlossen hatte. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es an diesem Donnerstag um 1,91 Prozent auf 7.317,71 Zähler bergab, der Technologiewerte-Index TecDax büsste 1,74 Prozent ein auf 762,15 Zähler.
"Belastet hat neben einer Abstufung für Wells Fargo vor allem die Ankündigung massiver Preissenkungen bei Wal-Mart", sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. "Letztlich ist der Markt aber nach seinem starken Anstieg einfach heissgelaufen." Die Vorgaben deuten zunächst auf eine Korrektur: Der Dow Jones rutschte in der letzten Handelsstunde wieder unter die Marke von 10.000 Punkten und ging mit Abschlägen aus dem Rennen. Der Future auf den US-Leitindex verlor seit Xetra-Schluss 1,31 Prozent und auch die asiatischen Börsen verbuchten Verluste. Neben den Praktiker-Zahlen stehen am Nachmittag einige US-Konjunkturdaten auf der Agenda.
Die Zahlen der Baumarktkette Praktiker zum dritten Quartal fielen Händlern zufolge insgesamt etwas schwächer als erwartet aus. Ein Börsianer sprach davon, dass vor allem das Ergebnis des dritten Quartals unter dem Strich klar die durchschnittlichen Marktschätzung verfehlt habe. Zudem hatte Analyst Jürgen Elfers von der Commerzbank etwas bessere Ergebnisse für die Deutschlandsparte von Praktiker erwartet. Die Titel brachen am Ende des MDax um 5,51 Prozent auf 9,26 Euro ein.
Andere MDax-Werte litten unter negativen Analystenkommentaren. Anteilsscheine von Heidelberger Druckmaschinen etwa verbilligten sich um 5,06 Prozent auf 5,44 Euro. Merrill Lynch hatte die Papiere des Druckmaschinenherstellers von "Neutral" auf "Underperform" abgestuft und das Kursziel von 6,00 auf 4,20 Euro gesenkt. Trotz der Kurskorrektur seit der Gewinnwarnung enthielten die Papiere weiter eine Prämie für einen Zusammenschluss mit Manroland. Das Fusionsszenario sei aber mittlerweile unwahrscheinlich.
Die Aktien von Puma fielen um 2,27 Prozent auf 213,53 Euro. Merrill Lynch hatte die Einschätzung für die Papiere des Sportartikelherstellers von "Neutral" auf "Underperform" gesenkt und das Kursziel bei 197,00 Euro belassen. Puma habe sich im Jahresverlauf um 30 Prozent besser entwickelt als die Adidas-Aktie und die Bewertung liege jetzt im Einklang mit den Herzogenaurachern, begründete Analyst Claus Roller seine Einschätzung.
Im Dax notierten derweil alle 30 Standardwerte in der Verlustzone. Bankentitel wie Deutsche Bank und Commerzbank gerieten nach den Zahlen der Credit Suisse besonders unter Druck. Die Schweizer Grossbank verdiente zwar im dritten Quartal dank eines florierenden Investmentbankings noch mehr als zuletzt und übertraf die Erwartungen damit deutlich. Ein Börsianer sprach von "guten Zahlen", gab aber zu bedenken, dass die Deutsche Bank am Vortag bereits selbst berichtet hatte und deren Aktien trotz Milliardengewinnen ins Minus gerutscht waren. Vor diesem Hintergrund hätten sich die Papiere der deutschen Bankhäuser nicht dem negativen Markttrend entziehen können. Deutsche-Bank-Titel sanken um 2,03 Prozent auf 52,905 Euro, Commerzbank-Papiere verloren 2,52 Prozent auf 8,11 Euro.
Etwas besser als der Gesamtmarkt schlugen sich die Papiere der Comdirect Bank , die nur um 0,15 Prozent auf 6,55 Euro nachgaben. Die Onlinebank steigerte ihr Ergebnis im dritten Quartal dank der Übernahme der European Bank for Fund Services (ebase) leicht./la/gl

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