Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Die Unruhen in Ägypten hinterlassen am Montag auch am deutschen Aktienmarkt ihre Spuren. So büsste der Dax im frühen Handel 0,62 Prozent auf 7.058,72 Punkte ein und entfernte sich damit weiter von dem am Donnerstag markierten höchsten Stand seit Mai 2008. Der MDax rutschte um 1,18 Prozent auf 10.114,34 Punkte ab, der TecDax sank um 1,01 Prozent auf 859,21 Punkte.
Ägypten wird seit Tagen von schweren Protesten gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak erschüttert. Die daraus resultierende Unsicherheit um die Lage im Nahen Osten sorge für etwas Unruhe am Markt, wie ein Händler sagte. Inzwischen hat auch die Bundesregierung ihre Reisehinweise für das Land weiter verschärft. Die Überseebörsen hatten bereits negativ auf die drohende Instabilität im Nahen Osten reagiert.
Aktien von Leoni sanken im MDax um 3,58 Prozent auf 31,260 Euro. Händler sehen den Autozulieferer aufgrund seiner dortigen Produktionsstätten als Leidtragenden der Unruhen in Ägypten und Tunesien.
Ebenfalls im Index für mittelgrosse Unternehmen standen vorläufige Zahlen von Wacker Chemie im Fokus. Der Spezialchemiekonzern und Halbleiter-Zulieferer schloss das vergangene Jahr wie erwartet mit Rekordwerten ab. Gründe sind die rasche Erholung der Wirtschaft vom Krisen-Tief und die robuste Nachfrage in der Solarindustrie. Börsianer sprachen allerdings von einem "gemischten Bericht für 2010". Analyst Harald Gruber von Silvia Quandt Research schrieb in einem ersten Kommentar, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei etwas schlechter als erwartet. Wacker-Papiere gaben um 1,57 Prozent auf 131,40 Euro nach.
Im Dax bildeten Autotitel einmal mehr das Schlusslicht. Allen voran sanken Daimler um 2,81 Prozent auf 53,260 Euro. Sie profitierten damit nicht von einem Medienbericht, wonach sich der Verantwortliche für das Pkw-Geschäft optimistisch für das Januar-Geschäft geäussert habe. Er erwarte, dass sich das Absatzwachstum fortgesetzt habe, so die Börsianer. Dies gelte trotz der Zulassungsrestriktionen auch für China.
Nach dem Rechtsformwechsel haben die aus den bislang zwei Aktiengattungen verschmolzenen Stammaktien von Fresenius an diesem Montag einen erfolgreichen ersten Handelstag im Dax. Sie kletterten mit einem Plus von 2,53 Prozent auf 63,700 Euro an die Leitindex-Spitze. Mit der Eintragung der Beschlussfassungen der Hauptversammlung 2010 wurden alle Stammaktien der Fresenius SE zu stimmberechtigten Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA. Zugleich wurden sämtliche stimmrechtslosen Vorzugsaktien der Fresenius SE obligatorisch in stimmberechtigte Stammaktien der Fresenius SE & Co. KGaA umgewandelt.
Papiere der Merck KGaA profitierten mit plus 0,87 Prozent auf 62,48 Euro von einem Pressebericht. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, ist der Pharma- und Chemiekonzern "plötzlich offen für einen Verkauf der Sparte für Verbraucherprodukte". Entschlösse sich Merck zum Verkauf, würde der Konzern voll ins Risiko gehen und sich auf das Geschäft mit forschungsintensiven und patentgeschützten Präparaten konzentrieren, so die Zeitung. Ein Händler sagte: "Die Geschichte taucht immer mal wieder auf. Die Trennung ist eine Forderung von Analysten für eine Neubewertung." Er hielt bereits eine überdurchschnittliche Kursentwicklung für möglich.
Morphosys kletterten nach weiteren Meilensteinzahlungen um 1,18 Prozent auf 19,750 Euro. Das Biotechnologie-Unternehmen hat mit seinem Antikörper-Programm weitere Erfolgsprämien von den Partnern Pfizer und OncoMed Pharmaceuticals erzielt. Ein Händler sagte: "Das passt ins Bild und sollte der Aktie wieder ein paar Prozent nach oben helfen. Ganz überraschend ist die Pfizer-Zahlung aber nicht, eher eine Bestätigung, nachdem der Start der klinischen Phase 1 bereits vermeldet worden war."/ag/rum

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???