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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Schwächer - Autotitel unter Druck

FRANKFURT (awp international) - Schwache Autotitel haben den Dax am Montagmorgen ins Minus gedrückt. Ein Börsianer verwies zudem auf die Rendite zehnjährigen Bundesanleihen als Belastung, nachdem die Anlagealternative zu den deutlich gestiegenen Aktien erstmals seit 2009 wieder über 3,5 Prozent geklettert ist. Der deutsche Leitindex büsste daraufhin im frühen Handel 0,31 Prozent ein auf 7.194,72 Punkte. Für den MDax ging es um 0,74 Prozent nach unten auf 10.461,48 Punkte und der TecDax sank um 0,14 Prozent auf 932,36 Punkte.
Auch der weiter auf Rekordkurs befindliche Ölpreis und die Erweiterung der Evakuierungszone rund um die Atomruine Fukushima in Japan sorgten nicht gerade für gute Börsenstimmung, so der Händler weiter. Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist erstmals seit August 2008 wieder über die Marke von 120 US-Dollar gestiegen. Der im Vergleich zum Freitag kaum veränderte Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gab keine neuen Impulse und auch der Tageskalender enthält kaum Höhepunkte. Dennoch gebe es einige wichtige Nachrichten.
AUTOTITEL VON CHINA-ABSATZ BELASTET - HOCHTIEF MIT GEWINNWARNUNG
Autotitel standen nach Absatzzahlen aus China unter Druck. So sanken Daimler um 2,67 Prozent auf 50,650 Euro, gefolgt von BMW mit minus 2,14 Prozent auf 57,290 Euro. VW Vorzugsaktien zeigten sich kaum stabiler. Börsianer sagten, dass die Verkäufe im Reich zwar weiter zugelegt, aber an Dynamik verloren hätten. Daimler belastete darüber hinaus eine Studie der Credit Suisse, in der die Experten ihre Kaufempfehlung gestrichen hatten. Es gebe kaum gute Gründe, die Daimler-Papiere anderen Autowerten vorzuziehen, schrieb Analyst Arndt Ellinghorst.
Am MDax-Ende rutschten So rutschten Hochtief-Aktien nach einer Gewinnwarnung sowie der nun bestätigten Kapitalerhöhung bei der australischen Tochter Leighton um 6,97 Prozent auf 63,97 Euro ab. Wegen Problemen bei Leighton rechnet der Baukonzern nun in diesem Jahr mit einem etwa auf die Hälfte zum Vorjahr reduzierten Vorsteuergewinn. Ein Händler bewertete die Gewinnwarnung deutlich negativ, da das Vorsteuerergebnis somit um mehr als 50 Prozent unter der bisherigen Konsensschätzung läge. Spekulationen um die Leighton-Kapitalerhöhung hatte es bereits am Freitag gegeben. Zudem wurde am Wochenende bekannt, dass der bisherige Konzernchef Herbert Lütkestratkötter mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai aus dem Vorstand ausscheidet.
HOFFNUNG AUF FUSION DER DEUTSCHEN BÖRSE - MEYER BURGER KAUFT ROTH & RAU
Die Deutsche Börse darf weiter auf einen Zusammenschluss mit der New York Stock Exchange hoffen, was die Aktien des Frankfurter Börsenbetreiber mit plus 1,05 Prozent auf 55,02 Euro an die Dax-Spitze trieb. Die NYSE Euronext wies am Sonntag nach einer Sitzung des Verwaltungsrats das Gegenangebot der US-Technologiebörse Nasdaq OMX zurück. Die UBS hob das Kursziel für Deutsche Börse daraufhin von 70,00 auf 75,00 Euro an und beliess die Einstufung auf "Buy". Insbesondere wegen der Höhe des Nasdaq-Angebotes überrasche diese positive Nachricht, schrieb Analyst Arnaud Giblat.
Um 13,09 Prozent auf 22,335 Euro nach oben ging es an der TecDax-Spitze für Roth & Rau . Der Schweizer Konzern Meyer Burger bietet 22,00 Euro je Aktie von Roth & Rau, was einem Aufschlag von rund 41 Prozent zum volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate entspricht. Der Vorstand und der Aufsichtsrat begrüssten das freiwillige Übernahmeangebot und die Gründerfamilien hätten ihre Beteiligung von 11,3 Prozent bereits an Meyer Burger verkauft, hiess es in einer Mitteilung. Mit Blick auf die jüngsten Kursgewinne vermutete ein Börsianer, dass einige Anleger bereits vorab Wind von den Plänen bekommen hatten.
Indes starteten Powerland-Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) und auf dem Xetra-System mit einer Erstnotiz bei 16,50 Euro um zehn Prozent über dem Ausgabepreis von 15,00 Euro. Der chinesische Luxusartikel-Hersteller hatte mit einem Gesamterlös von knapp 95 Millionen Euro weniger eingenommen als erhofft, denn der Ausgabekurs lag eher am unteren Ende der Preisspanne von 14,25 bis 17,25 Euro. Im frühen Handel bröckelten die Papiere auch etwas ab. Auf Xetra und an der FWB wurden zuletzt 16,10 Euro bezahlt, die Tiefkurse lagen bisher bei 15,82 und 16,00 Euro. Das Hoch lag bei dem Startkurs von 16,50 Euro. In der ersten dreiviertel Stunde wurden an den beiden Börsenplätzen zusammen bisher rund 267.500 Aktien gehandelt./ag/fa

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