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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch im Sog schwacher Vorgaben mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Der Dax gab um 0,91 Prozent auf 5.886,87 Punkte nach. Am Vortag hatte sich der Leitindex noch stabilisiert und nach dem jüngsten Kursrutsch ein Plus von 2,15 Prozent gezeigt. Der MDax verlor 1,11 Prozent auf 8.001,84 Punkte. Auch für den TecDax ging es um 0,59 Prozent auf 745,09 Punkte runter.
"Die Wall Street hat es am Abend nicht geschafft, ihre anfangs deutlichen Gewinne bis zum Handelsende zu verteidigen", sagte ein Börsianer. In Verbindung mit schwächeren Kursen in Asien sorge das auch in Europa für einen neuerlichen Rücksetzer. Der Dow Jones Industrial ging am Ende nur 0,59 Prozent höher aus dem Handel. Der Future auf den US-Leitindex verlor seit dem Xetra-Schluss vom Dienstag 0,95 Prozent. Starke Impulse durch Unternehmens- oder Konjunkturdaten sind angesichts einer insgesamt eher dünn besetzten Agenda laut Händlern auch im Verlauf kaum zu erwarten.
LUFTHANSA UND VERDI EINIGEN SICH AUF ECKPUNKTE
Im Blickfeld standen die Papiere der Lufthansa , die sich auf eine Berg- und Talfahrt begaben. Nach einem schwachen Auftakt drehten die Titel kurz ins Plus und gaben zuletzt wieder um 0,99 Prozent auf 11,47 Euro nach. Laut Verdi gibt es Fortschritte bei den Tarifverhandlungen mit dem Kabinen- und Bodenpersonal. Demnach hat sich die Gewerkschaft mit der Fluglinie auf Eckpunkte für die etwa 50.000 Beschäftigten geeinigt und konnte angekündigte Eingriffe in bestehende Tarifverträge abwehren. Allerdings gebe es in einigen Details noch Beratungs- und Abstimmungsbedarf.
HeidelbergCement waren mit Abstand schwächster Wert im Dax und büssten 4,16 Prozent auf 37,32 Euro ein. Händler verwiesen auf schwache Umsatzzahlen des Konkurrenten CRH. Nach einem langen und harten Winter in den USA und Nordeuropa sieht der irische Baustoffkonzern seinen Umsatz im Gesamtjahr stärker sinken als bisher gedacht.
SAMSUNG SKEPTISCH ZUM LCD-GESCHÄFT UND CHIPPREISEN
Aktien von Infineon und Merck kamen ebenfalls unter Druck. Der koreanische Elektronikkonzern Samsung rechnet wegen der Krise in der Eurozone für das zweite Halbjahr mit einer Abschwächung des Wachstums bei LCD-Fernsehern und sinkenden Chippreisen. Die Papiere des Chipherstellers Infineon gaben um 1,26 Prozent auf 4,937 Euro nach. Titel des Pharmakonzerns Merck, der für LCD-Fernseher Flüssigkristalle produziert, verloren 0,84 Prozent auf 58,89 Euro. Ein Händler bewerte dies jedoch nicht als Drama, da Analysten bereits mit einem nachlassenden Wachstum gerechnet hätten.
Bei Continental sorgte ein Analystenkommentar für die grössten Kursverluste im MDax. Die Aktien des Autozulieferers büssten 4,05 Prozent auf 43,66 Euro ein, nachdem Merrill Lynch die Papiere von "Buy" auf "Neutral" gesenkt hatte. Das Potenzial zum unveränderten Kursziel von 50 Euro reiche für eine Kaufempfehlung nicht mehr aus, schrieb Analyst Thomas Besson zur Begründung. Das Papier habe sich im Sektor in den vergangenen zwölf Monaten am Besten entwickelt. Die Bewertungslücke sei damit weitgehend geschlossen worden.
ARQUES KOMMEN UNTER DIE RÄDER
Aus dem SDax kamen Arques Industries unter die Räder. Die Papiere der Beteiligungsgesellschaft brachen um 15,42 Prozent auf 1,015 Euro ein. Händler verwiesen auf einen Bericht des Börsenblatts "Platow Brief", wonach ein "offensichtlicher Unternehmensinsider" in einem Brief an die hessische Börsenaufsicht von einer unmittelbar bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens berichtet. Ein zur Klärung der Vorwürfe zunächst in Aussicht gestelltes Telefongespräch mit dem Anlegermagazin habe Arques-Chef Hans Gisbert Ulmke schliesslich mit dem Hinweis abgelehnt, er wolle dazu keine Stellungnahme abgeben. Börsianer zeigten sich darum besorgt.
Aktien von Manz Automation waren mit plus 4,33 Prozent auf 47,08 Euro führend im TecDax. Der Auftragsbestand des Anlagenbauers für die Photovoltaik- und LCD-Industrie ist erstmals seit dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise wieder über 100 Millionen Euro gestiegen. Firmenchef Dieter Manz ist nun zuversichtlich, dass sich die Belebung in der zweiten Jahreshälfte verstärken wird und die eigenen Ziele womöglich sogar übertroffen werden können. Nach dem Kursfeuerwerk vom Vortag kamen SMA Solar dagegen unter Druck. HSBC hatte die Einstufung auf "Neutral" gesenkt und sorgte bei die Papieren für ein Minus von 1,65 Prozent auf 96,38 Euro./tih/fa

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