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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Schwächer - Vorgaben, Sorgen um Irland

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag unter schwachen Vorgaben gelitten. Der Leitindex Dax gab am Morgen um 0,39 Prozent auf 6.222,70 Punkte nach. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es um 0,33 Prozent auf 8.757,02 Punkte abwärts. Der TecDax fiel um 0,18 Prozent auf 776,52 Punkte.
Börsianer begründeten dies vor allem mit den Verlusten an den US-Börsen. Sorgen um das irische Bankensystem und speziell die Rettung der Grossbank Anglo Irish wirkten sich ebenfalls negativ auf die Stimmung aus. Zudem habe Moody's die Kreditwürdigkeit Spaniens abgestuft. Das war aber laut Börsianern erwartet worden war und nun sogar weniger schlimm als von vielen befürchtet ausgefallen. Am Nachmittag dürften auch noch US-Konjunkturdaten wie die wöchentlichen Erstanträge oder der Chicago Einkaufsmanagerindex neue Impulse geben. Einige Einzelwerte wie ThyssenKrupp und Daimler stehen laut Händlern mit Presseberichten und Unternehmensnachrichten im Blick.
POSITIVE UNTERNEHMENSAUSSAGEN
Entgegen der insgesamt eher gedämpften Marktstimmung äusserten sich unter anderem der Stahlkonzern ThyssenKrupp und die Autobauer Daimler und Volkswagen (VW) zuversichtlich über den weiteren Geschäftsverlauf. ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz zeigte sich gegenüber der "Financial Times" optimistisch für die weltweite Stahlnachfrage. Er gehe davon aus, dass sein Unternehmen 2009/10 das obere Ende der angestrebten Gewinnspanne erreichen werde. Die Nachfrage etwa aus dem Auto- und Elektrosektor sei sehr stark. Die Aktien gewannen gegen den schwächeren Markttrend 0,25 Prozent auf 23,645 Euro hinzu.
Daimler hat offenbar auch im September mehr Autos verkauft. Nach einem zweistelligen Absatzwachstum bei Mercedes-Benz im August seien die Verkäufe im September nun ebenfalls sehr gut verlaufen, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Mittwochabend zum Auftakt des Autosalons in Paris. Auch künftig sehe er weiteres Wachstumspotenzial. Europas grösster Autobauer VW hat indes einen neuen Absatzrekord erzielt. Der Volkswagen-Konzern wird von Januar bis September 2010 erstmals deutlich über fünf Millionen Fahrzeuge weltweit ausliefern", sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Mittwochabend zum Auftakt des Autosalons in Paris. Während VW-Vorzüge mit minus 0,32 Prozent weniger stark als der Dax fielen, gaben Daimler etwas deutlichere 0,77 Prozent ab.
FRAPORT-CHEF SEHR ZUVERSICHTLICH
Der Fraport-Chef Stefan Schulte stellte im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ein deutliches Wachstum in Aussicht und sorgte damit für Kursgewinne von 2,26 Prozent auf 45,045 Euro. Der Flughafenbetreiber werde in den kommenden Jahren deutlich schneller als der Markt wachsen. Ausserdem habe Fraport eine Absichtserklärung zum Kauf eines Anteils von 25 Prozent am chinesischen Flughafen Changsha unterzeichnet. In Puerto Rico und Brasilien hofft Schulte auf Chancen. Am MDax-Ende gaben Papiere von Kabel Deutschland 3,07 Prozent auf 27,695 Euro ab. Die Deutsche Bank platzierte insgesamt bis zu 15 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren. Nach Aussagen eines Händlers war das Buch bereits vor Handelsbeginn voll. Ein Börsianer nannte eine Spanne von 27,00 bis 27,50 Euro.
Q-Cells fielen im TecDax um 0,02 Prozent auf 4,139 Euro. Der Bezugsrechtehandel wurde gestartet und an der Frankfurter Börse lagen diese bei 0,990 Euro. Bei Symrise und Infineon Technologies sorgten Analystenkommentare für Kursbewegungen./rum/fa

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