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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat im frühen Handel am Dienstag Verluste hinnehmen müssen. Der Dax hatte zunächst um seinen Vortagesschluss gependelt und sank zuletzt um 0,35 Prozent auf 6.019,36 Zähler. Zu Wochenbeginn hatte der Leitindex bereits den höchsten Stand seit September 2008 letztlich nicht halten können und nur um 0,05 Prozent zugelegt. Für den MDax ging es um 0,50 Prozent auf 7.880,18 Punkte nach unten. Der TecDax gab um 0,70 Prozent auf 847,44 Punkte nach.
"Alcoa hat keinen besonders enthusiastischen Start in die US-Berichtssaison hingelegt", begründete ein Händler die gedämpfte Stimmung am Markt. Zudem rechnet der US-Ölkonzern Chevron im vierten Quartal mit einem niedrigeren Gewinn als im dritten Jahresviertel.
Die wichtigsten US-Aktienindizes hatten derweil vor den Alcoa-Zahlen uneinheitlich geschlossen, wobei Standardwerte etwas fester und Technologietitel schwächer notierten. Der Future auf den Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) gewann seit dem Xetra-Schluss moderate 0,08 Prozent. Die Tokioter Börse verzeichnete nach dem feiertagsbedingt längeren Wochenende Kursgewinne. Am Nachmittag dürfte insbesondere die US-Handelsbilanz neue Impulse geben.
Zu den Spitzenwerten im Dax zählten die Aktien von Metro mit Gewinnen von 1,53 Prozent auf 41,89 Euro. Die vorläufigen Zahlen des Handelskonzerns für 2009 sind zwar einem Händler zufolge mehr oder weniger wie erwartet ausgefallen. Er betonte aber: "Die Aussagen zu 2010 klingen nicht allzu schlecht." Der Konzern will trotz weiter herausfordernder Rahmenbedingungen wieder stärker investieren und mehr Filialen eröffnen als 2009. Positiv sei zudem, dass Metro von einem guten Weihnachtsgeschäft sprach, fuhr der Börsianer fort. Schliesslich habe der Einzelhandelsverband HDE zuvor von einem enttäuschenden Endspurt für 2009 berichtet.
Mit einem Minus von 2,21 Prozent auf 44,21 Euro hingegen nahmen die Titel von Beiersdorf den letzten Platz im Leitindex ein. Die vorläufigen Jahreszahlen des Kosmetikkonzerns haben einem Händler zufolge etwas enttäuscht. Vor allem der Reingewinn hätte höher sein können, hiess es.
Ferner gaben die Aktien von Daimler leichte 0,22 Prozent auf 37,12 Euro ab. Der Stuttgarter Autobauer will zwar nach Aussagen von Chef Dieter Zetsche auf der Autoshow in Detroit 2010 wieder mehr Autos verkaufen. Zum Jahresergebnis 2009 machte er aber keine konkreten Aussagen.
An der Spitze des MDax schnellten die Titel der SGL Group um 6,47 Prozent auf 24,04 Euro nach oben. Goldman Sachs hatte die Papiere des Kohlenstoffspezialisten auf die "Conviction Buy List" gesetzt und das Kursziel von 26 auf 34 Euro aufgestockt. Analyst Tim Rothery erhöhte seine Gewinnschätzungen für den Capital-Goods-Sektor bis 2012 und reagierte damit auf die überdurchschnittlichen Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum durch die Goldman-Ökonomen. Die Einstufung für die Investitionsgüter-Branche bleibe auf "Attractive" angesichts des starken Gewinnwachstums, des Aufwärtspotenzials für die Marktschätzungen und der attraktiven Bewertungen.
Titel von Deutsche Euroshop aber sanken um 0,98 Prozent auf 24,37 Euro. Der auf Einkaufszentren spezialisierte Immobilieninvestor besorgt sich frisches Geld zur Finanzierung des Kaufs des A10 Shoppingcenters. Der Vorstand beschloss, das Grundkapital der Gesellschaft um rund 6,3 Millionen neue Aktien zu erhöhen. Dabei verpflichten sich Mitglieder der Familie Otto, insgesamt bis zu 3.150.000 Aktien zum Bezugspreis zu erwerben. Tui-Papiere fielen um 1,84 Prozent auf 6,95 Euro. Klaus Mangold (66) ist neues Mitglied im Aufsichtsrat des Reisekonzerns. Das Amtsgericht Hannover entsprach dem Antrag des Vorstands vom 14. Dezember 2009. Zugleich hatte das Gericht den Antrag der John Fredriksen zuzurechnenden Gesellschaft Monteray Enterprises Ltd. auf Bestellung von Tor Olav Troim zurückgewiesen. Damit konnte der streitbare Grossaktionär Fredriksen den Einzug seines Vertrauten in das Kontrollgremium nicht durchsetzen.
Die Anteilsscheine von Continental werden indes ex Bezugsrecht gehandelt. Sie notierten bei 41,34 Euro. Der Autozulieferer hatte die zweite Tranche seiner Kapitalerhöhung zu 40 Euro je Aktie platziert./la/gl

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