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FRANKFURT (awp international) - Negative Vorgaben aus Übersee haben am Donnerstag für einen schwachen Start am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Ein erneuter Ausverkauf bei den Rohstoffen hatte am Mittwochabend die Wall Street belastet und am Morgen auch in Asien für Verluste gesorgt. Der Leitindex Dax fiel am Ende der ersten Handelsstunde um 0,89 Prozent auf 7.428,44 Punkte. Der MDax büsste 0,73 Prozent auf 10.740,55 Punkte ein. Der TecDax verlor 0,44 Prozent auf 927,38 Punkte.
Börsianern zufolge litten die Kurse in den USA und Asien vor allem unter dem deutlich gesunken Ölpreis. Zudem bereitete der Anstieg der Inflation in China den Anleger Sorge. Sie fürchteten, dass die Regierung in Peking nun weitere Massnahmen zur Abkühlung der heimischen Konjunktur ergreifen könnte. Hierzulande stand derweil auch an diesem Donnerstag eine wahre Flut von Quartalsberichten im Fokus der Anleger. Am Nachmittag könnten US-Konjunkturdaten wie etwa die Einzelhandelsumsätze oder die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für neue Impulse sorgen.
Deutschlands zweitgrösster Versorger RWE hat im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnet, schnitt dabei laut Händlern aber besser als erwartet ab. Allerdings wurde der Ausblick als eher vage bezeichnet, was angesichts der derzeitigen Debatte über einen möglichen Atomausstieg aber auch nicht weiter verwunderlich sei. Die Papiere hielten sich mit einem Minus von 0,18 Prozent auf 43,75 Euro vergleichsweise gut.
Papiere der Allianz büssten nach finalen Zahlen zum ersten Quartal 1,48 Prozent auf 100,15 Euro ein. Der Versicherer hat laut Commerzbank-Analyst Roland Pfänder "solide Zahlen" vorgelegt. Der operative Gewinn stimme in etwa mit dem bereits veröffentlichten Eckdaten überein, so der Experte. Gewinne im Fondsgeschäft hatten die Belastungen durch Erdbeben, Tsunami und Hochwasser abgefedert. Allerdings muss auch im laufenden Jahresviertel mit Folgen der Tornados in den USA gerechnet werden.
Wegen der ausgeschütteten Dividende lagen die Papiere von K+S dagegen nur optisch deutlich im Minus. Der Düngemittelhersteller hat seinen Aktionären 1,00 Euro je Anteilsschein gezahlt. Neben K+S werden auch die im MDax gelisteten Aktien von Rational , Tognum und Fuchs Petrolub ex Dividende gehandelt.
Auch im MDax bewegten Zahlen die Kurse. Salzgitter etwa büssten 3,03 Prozent auf 52,44 Euro ein. Dabei war das erste Quartal laut Händlern besser als erwartet ausgefallen. Während Börsianer die angehobene Prognose für den Vorsteuergewinn lobten, nannte Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel ihn weiterhin vorsichtig. Stada rutschten gar um 4,20 Prozent ab, obwohl der Arzneimittelhersteller für das erste Quartal steigende Umsätze und Gewinne präsentierte.
Um 1,54 Prozent abwärts ging es ferner bei Celesio . Die Zahlen zum ersten Quartal des Pharmahändlers sind laut einer ersten Händlereinschätzung etwas schwächer als erwartet ausgefallen. Trotz eines Umsatz- und Gewinnsprungs sahen Börsianer auch die Ergebnisse von ElringKlinger als etwas unter den Erwartungen an. Die Papiere des Autozulieferers büssten 2,58 Prozent auf 23,635 Euro ein.
Der Bezahlsender Sky Deutschland hat indes "gemischte Zahlen" vorgelegt, hiess es am Markt. Gelobt wurden im Auftaktquartal aber die gewonnenen Neukunden, weshalb die Papiere an der Spitze vom MDax um 5,22 Prozent hochschnellten. Etwas zulegen konnten auch die 0,17 Prozent festeren Titel von Tui . Europas grösster Reisekonzern hat im zweiten Quartal den Unruhen in Nordafrika und Nahost getrotzt und seinen saisontypischen Verlust verringert.
Im TecDax gaben die Papiere von Q-Cells derweil um 3,45 Prozent auf 2,491 Euro nach. Das Solarunternehmen hat seine Jahresprognose wegen "der bestehenden hohen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung von Einkaufs- und Verkaufspreisen" kassiert. Ein Händler sprach zudem von bedeutend unter den Schätzungen liegenden Zahlen. Das erste Quartal von Solarworld beurteilten Börsianer indes als besser als erwartet. Die Titel des Solarzellenherstellers stiegen um 2,21 Prozent./tih/ag

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