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FRANKFURT (awp international) - Negative Vorgaben aus Übersee haben dem deutschen Aktienmarkt am Mittwoch Verluste eingebracht. Die Papiere etlicher Unternehmen gaben ungeachtet starker Zahlen und angehobener Prognosen nach. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen nach den guten Nachrichten. In der ersten Handelsstunde sank der Dax um 0,54 Prozent auf 6.273,76 Punkte. Für den MDax ging es um 0,26 Prozent auf 8.546,01 Punkte nach unten und der TecDax verlor 0,28 Prozent auf 777,60 Punkte. Die Berichtssaison geht indes mit voller Fahrt weiter und beschäftigt die Marktteilnehmer. Zudem stehen am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA auf dem Plan.
MUNICH RE UND HENKEL HALTEN SICH BESSER ALS DAX
Titel von Munich Re hielten sich mit minus 0,28 Prozent auf 108,45 Euro besser als der Dax. Nach einem überraschend hohen Gewinn im ersten Halbjahr sieht sich der weltgrösste Rückversicherer auf Kurs zu seinem Jahresziel eines Gewinns von über zwei Milliarden Euro. Händler nannten die Zahlen einhellig besser als erwartet und werteten den bestätigten Ausblick grundsätzlich als positiv. Ein Börsianer schob allerdings ein, dass das Gewinnziel nach wie vor ambitioniert sei. Der Konsumgüterhersteller Henkel konnte im zweiten Quartal dank der starken Klebersparte und der strikten Kostenkur Umsatz- und Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen. Händler lobten insbesondere den Gewinn je Aktie und die höheren Gewinnprognosen als positive Überraschung. Die Papiere büssten nach Anfangsgewinnen zuletzt 0,43 Prozent auf 38,595 Euro ein, gehörten damit aber noch zu den besseren Werten im deutschen Leitindex.
Die Adidas-Aktien verloren am Dax-Ende 2,67 Prozent auf 40,800 Euro, obwohl Europas grösster Sportartikelhersteller nach einem starken zweiten Quartal seine Gewinnprognose erneut nach oben geschraubt hatte. Laut einem Analysten lagen die operativen Zahlen mehr oder weniger im Rahmen der vorläufigen Ergebnisse. Ähnlich äusserte sich ein Händler. Zudem liege der neue Ausblick auf das laufende Jahr auf einem Niveau, das der Markt schon zuvor erwartet habe, und für die Folgejahre klängen die Aussagen des Unternehmens vorsichtig.
SGL TROTZ GUTER ZAHLEN UND HÖHERER PROGNOSE SEHR SCHWACH
Im MDAX fielen die Anteilsscheine von SGL Group mit minus 5,11 Prozent auf 26,39 Euro und damit auf den letzten Platz zurück. Zahlen und Ausblick waren gut ausgefallen: Der Kohlenstoff-Spezialist verbuchte dank der starken Erholung in seinem Hauptgeschäft mit Graphitelektroden für die Stahlindustrie im zweiten Quartal ein stärkeres Umsatz- und Gewinnplus als von Analysten erwartet. Daher schrauben die Hessen nun für das Gesamtjahr ihre Prognose für den operativen Gewinn (EBIT) nach oben. Ein Händler sprach von einer hohen Bewertung und sehr optimistischen Erwartungen am Markt.
Ein ähnliches Bild bot sich bei den Aktien des Motoren- und Energieanlagen-Herstellers Tognum : Trotz eines soliden Quartals und einer leicht erhöhten Jahresprognose gaben sie um 1,09 Prozent auf 15,875 Euro nach. "Wir sind mit der sich positiv entwickelnden Nachfragesituation zufrieden, daher haben wir unseren Ausblick bestätigt und innerhalb des bekannten Prognosekorridors nach oben konkretisiert", sagte Vorstandschef Volker Heuer. Ein Händler kommentierte, die Ertragszahlen hätten die durchschnittlichen Marktschätzungen deutlich übertroffen.
POSTBANK LEGEN NACH ZAHLEN ZU
Die Postbank verdiente dank eines guten Geschäfts mit Privatkunden und niedrigerer Belastungen aus Spekulationen im zweiten Quartal deutlich mehr als vor einem Jahr. Das Institut, an dem die Deutsche Bank derzeit mit knapp 30 Prozent beteiligt ist, blieb zwar deutlich hinter der Entwicklung im starken ersten Quartal zurück, übertraf aber die Erwartungen von Analysten. Dies reichte für Kursgewinne von 0,64 Prozent auf 25,300 Euro. Allerdings geht Postbank-Chef Stefan Jütte nicht davon aus, "dass sich das Ergebnisniveau des ersten Halbjahres auch im zweiten Halbjahr fortschreiben lässt". Händler sprachen von einem durchwachsenen Zahlenwerk und nannten den Ausblick vorsichtig.
Die vortags abgestürzten Aktien des Bezahlsenders Sky Deutschland konnten um 3,33 Prozent auf 1,085 Euro zulegen. Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) erklärte Konzernchef Brian Sullivan, er gehe davon aus, dass es nach der jüngsten Kapitalspritze keinen weiteren Finanzbedarf mehr gebe, um profitabel zu werden. Nach Angaben von Sullivan braucht Sky Deutschland nach wie vor etwa 2,8 bis 3,0 Millionen Abonnenten, um die Gewinnzone zu erreichen. Ein Händler kommentierte, dies sei die siebte Kapitalerhöhung seit dem Börsengang im Jahr 2005. Seither sei es dem Konzern nicht gelungen, nachhaltig profitabel zu werden. "Warum sollte es also ausgerechnet jetzt klappen?"/gl/la

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