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AKTIEN FRANKFURT/Fester - Dax über 6.000 Punkte, 'Psychologie siegt'

Dieser Inhalt wurde am 28. Dezember 2009 - 12:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Am Montag nach Weihnachten ist der Dax erstmals seit September 2008 über die viel beachtete Marke von 6.000 Punkten geklettert. Gute Vorgaben von den Übersee-Börsen trieben den Leitindex bis zum Mittag um 0,74 Prozent nach oben auf 6.001,81 Zähler. Sein Jahreshoch schraubte er auf 6.011 Punkte nach oben. Der MDax rückte um 0,13 Prozent auf 7.481,83 Punkte vor und der TecDax legte um 0,16 Prozent auf 813,69 Zähler zu.
Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank kommentierte: "Die Psychologie hat gesiegt. Die endlich erreichte 6.000-Marke ist ein deutlich positives Stimmungssignal. Natürlich ist 'Window Dressing' im Spiel. Dennoch ist das Ganze auch ein Signal an das nächste Jahr: Man will noch weiter nach oben." Unter dem "Window Dressing" verstehen die Experten Kurse beeinflussende Massnahmen, wenn etwa Fonds-Manager besonders gut gelaufene Werte kaufen, um diese zum Jahresende in ihren Depots zu haben. Börsianer wollten die Bewegung angesichts des geringen Handelsvolumens nicht überbewerten. Viele Marktteilnehmer haben ihre Bücher bereits geschlossen, und der "Bank Holiday" in London lässt zum Wochenauftakt weitere Aufträge wegfallen.
Grösste Gewinner im Leitindex waren Papiere von E.ON mit plus 2,31 Prozent auf 29,21 Euro. K+S und Siemens folgten mit ebenfalls festen Kursen.
Nach dem versuchten Terroranschlag in den USA liefen Luftfahrtaktien wie die der Deutschen Lufthansa und Fraport dagegen wie von Händlern erwartet der Marktentwicklung hinterher. Lufthansa-Papiere gaben um 0,08 Prozent nach auf 11,945 Euro, Fraport büssten 0,45 Prozent auf 35,46 Euro ein. In den USA konnte am ersten Weihnachtsfeiertag ein Terroranschlag auf eine US-Passagiermaschine verhindert werden. Das dürfte Luftfahrtaktien nach Ansicht des Börsianers belasten.
MAN legten nach Aussagen des Vorstandschefs des schwedischen Lkw- Herstellers Scania , Leif Östling, ebenfalls nur um unterdurchschnittliche 0,09 Prozent auf 54,53 Euro zu. Östling sieht kaum Möglichkeiten, bei einer Allianz mit dem Münchner Konkurrenten kurzfristig Milliarden einzusparen. "Bei einer Fusion von MAN und Scania ist es derzeit unrealistisch, Synergien von einer Milliarde Euro oder gar nur 500 Millionen Euro zu erreichen", sagte Östling der "Welt am Sonntag". Einem Händler zufolge klingen die Aussagen des Scania-Chefs sehr viel vorsichtiger als die Schätzungen einiger Analysten, die ein hohes Synergiepotenzial sähen. Aktien der Merck KGaA gaben nach einem Presseinterview als einer von zwei Dax-Verlierern gar um 0,69 Prozent auf 64,46 Euro nach. Demnach prüft der Pharma- und Chemiekonzern derzeit Akquisitionen für das Kerngeschäft.
Im TecDax ragten Centrotherm und Nordex leicht heraus. Papiere des auf Solarenergie spezialisierten Anlagenbauers verteuerten sich um 2,78 Prozent auf 45,10 Euro, Anteile des Spezialisten für Windkraftanlagen um 2,42 Prozent auf 10,60 Euro. Am Wochenende hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass Deutschland das für 2010 gesteckte Ziel für den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch bereits übertroffen hat./ag/la

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