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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstagvormittag in die Gewinnzone gedreht. Steigende Kurse aus dem Autosektor stützten den Markt, hiess es von Marktteilehmern. Der Leitindex stieg gegen Mittag um 0,39 Prozent auf 6.188,50 Punkte. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es um 0,92 Prozent auf 8.596,71 Punkte nach oben. Der Index für Technologiewerte TecDax stieg um 0,33 Prozent auf 762,98 Punkte.
"Der Markt setzt seine Anfang des Monats begonnene leichte Erholung fort", sagte Marktstratege Michael Köhler von der Landesbank Baden-Württemberg. Aussagen des Ratsmitglieds der Europäischen Zentralbank (EZB), Yves Mersch dienten dem Markt bei der Suche nach neuen Impulsen als Strohhalm, so der Experte. Mersch sagte am Donnerstag, dass er erste Zeichen einer breiten Erholung der Wirtschaft in der Eurozone sehe.
MAN lagen mit plus 2,36 Prozent auf 74,19 Euro an der Dax-Spitze. Händler verwiesen auf ein Interview mit Ole Johannsons im "Handelsblatt", in dem sich der Chef des finnischen Wettbewerbers Wartsila optimistisch zum Schiffsmotorengeschäft äusserte. Hinzu komme eine anhaltend positive Einschätzung der Aktien durch Merrill Lynch nach der Verlängerung staatlicher Kaufanreize für Lkw in Brasilien. Die US-Investmentbank lässt MAN auf "Buy" mit dem Kursziel 84 Euro. Auch die Deutsche Bank bleibt mit "Buy" und dem Ziel 83 Euro optimistisch für MAN. Aus dem Autosektor legten auch Daimler 1,82 Prozent zu. BMW waren nach der Vorlage aktueller Absatzzahlen mit 0,29 Prozent im Plus.
Beiersdorf waren ebenfalls unter den Gewinnern. Die Papiere des Konsumgüterkonzerns stiegen um 1,90 Prozent auf 44,18 Euro. Händler sprachen von Übernahmefantasie, nachdem in einer Studie der Deutschen Bank mögliche Zukaufspläne von Procter & Gamble (P&G) diskutiert wurden. Der Analyst schätze Beiersdorf als Top-Kandidaten dafür ein, sagte ein Händler. Beiersdorf waren erst am Dienstag in einem Artikel im "Handelsblatt" als einer der potenziellen Übernahmekandidaten im Dax genannt worden.
Commerzbank legten um 0,73 Prozent zu. Die teilverstaatlichte Bank will bei der Rückzahlung der erhaltenen Staatsgelder keine Zeit verlieren, wie Vorstandschef Martin Blessing am Donnerstag auf der "Handelsblatt"-Tagung "Banken im Umbruch" in Frankfurt sagte. "Wir starten spätestens 2012 mit der Rückzahlung", sagte Blessing. Zuvor stellten Händler positiv heraus, dass die Commmerzbank offenbar mit der Integration der Dresdner Bank weiter vorankommt.
Bei den Versorgern blieb die Zukunft der Atomenergie in Presseberichten ein Thema. Die Aktien von Eon verloren 1,24 Prozent auf 23,17 Euro und RWE büssten 0,87 Prozent auf 53,77 Euro ein. Händler werteten negativ, dass beispielsweise die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) über einen Atomkompromiss zwischen Regierung und AKW-Betreibern berichtet, der die Betreiber der 17 deutschen Kernkraftwerke wahrscheinlich teurer zu stehen komme als bisher erwartet.
Aktien von Sky Deutschland haben am Donnerstag als einer der besten Werte im MDax 3,72 Prozent auf 1,003 Euro zugelegt. Da keine neuen Nachrichten vorlagen, verwies Analyst Frank Neumann vom Bankhaus Lampe als möglicher Kurstreiber auf steigende Zuversicht für die Aktie, nachdem sich Konzernchef Brian Sullivan kürzlich zu den Aussichten des Bezahlsenders geäussert hatte. Ein Börsianer verwies zudem auf die ebenfalls festen Papiere des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 , die nach einem positiven Analystenkommentar um 3,67 Prozent zulegten. Auch das färbe positiv auf die Sky-Papiere ab, so der Händler./tih/rum

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