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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag Verluste aus dem frühen Handel wettgemacht und bis zum Nachmittag Gewinne verbucht. Der Dax stieg um 0,82 Prozent auf 6.214,86 Punkte. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es sogar um 1,47 Prozent auf 8.643,55 Punkte nach oben. Der TecDax stieg um 0,48 Prozent auf 764,10 Punkte.
Für eine freundliche Stimmung an den Märkten hatte unter anderem eine erfolgreiche Emission irischer Staatsanleihen gesorgt. "Das war ein weiterer kleiner Baustein auf dem Weg nach oben", sagte Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory. Ähnlich gewirkt habe zuletzt schon die etwas besser als erwartet ausgefallene Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Portugal. Dass es für den deutschen Aktienmarkt nicht noch höher hinausgehe, liege an den schwächelnden Versorgertiteln. "Sie sind der Bremsklotz am Markt", sagte er.
Zuletzt lagen Eon und RWE mit einem Minus von 0,92 Prozent auf 23,245 Euro sowie 0,94 Prozent auf 53,73 Euro am Ende des deutschen Leitindex. Sie litten nach Einschätzung von Börsianern vor allem unter Berichten ? etwa von der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) - über einen Atomkompromiss zwischen Regierung und AKW-Betreibern, der die Konzerne teurer zu stehen kommen könnte als bisher erwartet.
Spitzenreiter im Dax waren die Aktien von MAN , die um 2,55 Prozent auf 74,33 Euro zulegten. Händler verwiesen auf ein Interview mit Ole Johannsons im "Handelsblatt", in dem sich der Chef des finnischen Wettbewerbers Wartsila optimistisch zum Schiffsmotorengeschäft äusserte. Hinzu komme eine anhaltend positive Einschätzung der Aktien durch Merrill Lynch nach der Verlängerung staatlicher Kaufanreize für Lkw in Brasilien. Aus dem Autosektor legten zudem die Papiere von Daimler mit plus 2,32 Prozent auf 42,975 Euro deutlich zu. BMW waren nach der Vorlage aktueller Absatzzahlen mit 0,78 Prozent in der Gewinnzone.
Unter den besten Werten waren ausserdem die Titel des Konsumgüterherstellers Beiersdorf , die um 1,87 Prozent auf 44,165 Euro stiegen. Börsianer sprachen von Übernahmefantasien, nachdem in einer Studie der Deutschen Bank mögliche Zukaufspläne von Procter & Gamble (P&G) diskutiert worden waren. Der Analyst habe Beiersdorf als Top-Kandidaten dafür eingeschätzt, sagte ein Händler. Bereits am Dienstag war Beiersdorf im "Handelsblatt" als potenzieller Übernahmekandidat im Dax genannt worden.
Etwas von den Verlusten der Vortage erholt zeigten sich indes die Aktien der Commerzbank , die sich um 1,58 Prozent auf 6,380 Euro verteuerten. Zudem machte Commerzbank-Chef Martin Blessing auf der "Handelsblatt"-Tagung "Banken im Umbruch" in Frankfurt deutlich, die erhaltenen Staatsgelder zügig zurückzahlen zu wollen. Etwas schwächer zeigten sich die Titel der Deutschen Bank , die lediglich 0,43 Prozent auf 49,220 Euro zulegen konnten. Etwas belastend dürften sich Aussagen von Deutschlandchef Jürgen Fitschen ausgewirkt haben. Er hatte in Frankfurt vor einer möglichen Kreditklemme infolge strengerer Eigenkapitalregeln gewarnt.
Im MDax lagen die Aktien von Sky Deutschland an der Spitze mit einem Aufschlag von 5,89 Prozent auf 1,025 Euro. Da keine neuen Nachrichten vorlagen, verwies Analyst Frank Neumann vom Bankhaus Lampe darauf, dass die Zuversicht für die Aktie nach jüngsten Aussagen von Konzernchef Brian Sullivan zu den Aussichten des Bezahlsenders zunehme. Ein weiterer Börsianer verwies auf die ebenfalls festen Papiere des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 , die nach einem positiven Analystenkommentar um 3,61 Prozent zulegten./chs/tih

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