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AKTIEN FRANKFURT/Kaum verändert - Erwartungsgemäss ruhiger Handel

Dieser Inhalt wurde am 29. Dezember 2009 - 12:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag der verkürzten Handelswoche zum Jahreswechsel kaum verändert. Bei erwartungsgemäss sehr ruhigem Handel verteidigte der Dax am Vortag die erstmals seit September vergangenen Jahres wieder erreichte Marke von 6.000 Punkten und legte um 0,10 Prozent zu auf 6.008,94 Zähler. Der MDax rückte um 0,24 Prozent vor auf 7.501,23 Punkte, während der TecDax 0,11 Prozent einbüsste auf 804,85 Zähler.
Börsianer zufolge steht das ruhige Marktgeschehen weiter unter dem Motto "Window Dressing". Dabei kaufen Fonds-Manager zuvor gut gelaufene Werte, um diese zum Jahresende in ihren Depots zu haben. Sollten die am Nachmittag anstehenden US-Verbraucherpreise kein Störfeuer liefern, rechnen die Experten der SEB mit einem leicht positiven Handelsschluss und einer Verteidigung der viel beachteten 6.000-Punkte-Marke.
Eon-Aktien legten an der Dax-Spitze um 0,72 Prozent zu auf 29,25 Euro. Hierin sahen die SEB-Experten eine Fortsetzung der Aufholbewegung, die den Versorger seit zwei Wochen vorantreibe. Mit MAN gewann auch der grösste Verlierer vom Montag 0,48 Prozent auf 54,07 Euro. Ein Händler hob einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hervor, wonach die International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi dem Nutzfahrzeughersteller die restlichen 30 Prozent an Ferrostaal abkaufen könnte. Der Ferrostaal-Chef Matthias Mitscherlich sagte dem Blatt, die Araber könnten bereits im zweiten Quartal 2010 die restlichen Anteile übernehmen. Die IPIC hatte Anfang 2009 70 Prozent an dem Industriekonzern von MAN gekauft. Nach Ansicht des Händlers könnten sich MAN-Aktien damit leicht erholen, da der Nutzfahrzeughersteller sich so weiter von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparten trenne.
Titel von BASF reagierten wie von Händlern erwartet kaum auf ein Presseinterview und gaben um 0,30 Prozent nach auf 43,82 Euro. Demnach rechnet der Chemiekonzern nach einem Umsatzeinbruch im ablaufenden Geschäftsjahr wieder mit Wachstum für 2010. "Wir werden nach und nach wieder zu alter Wachstumsstärke zurückkehren", kündigte BASF-Chef Jürgen Hambrecht im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" an. Am Indexende lagen Adidas-Papiere mit minus 0,64 Prozent auf 38,51 Euro.
Im TecDax ragten Papiere des Solarunternehmens Q-Cells nach einem Interview mit dem Vorstandschef Anton Milner mit einem Sprung von 7,94 Prozent auf 10,74 Euro heraus. Milner sagte dem "Handelsblatt", der Solarkonzern wolle nach einem Milliardenverlust zügig in die Gewinnzone zurückkehren. Allerdings werde das erste Quartal noch von Belastungen aus dem Umbau gekennzeichnet sein. Marktteilnehmer bewerteten die Aussagen trotz der deutlichen Kursreaktion eher zurückhaltend. So lagen sie einem Analysten zufolge exakt im Rahmen seiner Erwartungen und seien somit keine Überraschung./ag/la

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