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FRANKFURT (awp international) - Ungeachtet eines schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag seine Kursgewinne ausgebaut. Der Leitindex Dax stieg um 1,09 Prozent auf 6.177,46 Punkte. Für den MDax ging es um 1,08 Prozent auf 8.372,61 Punkte nach oben und der TecDax stieg um 1,28 Prozent auf 756,50 Punkte.
So hatte sich die im ZEW-Index ermittelte Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten im August überraschend eingetrübt und Daten vom US-Immobilienmarkt fielen ebenfalls enttäuschend aus. Händler Jörg Heineke von der TAO Capital GmbH sah dies aber mit den jüngsten Kursverlusten schon als eingepreist an. "Der Markt erholt sich jetzt von den Abgaben der letzten Tage, die eine gewisse Abschwächung der Konjunktur schon vorweg genommen haben", sagte Heineke. Gestützt habe auch der ansteigende Euro sowie eine solide verlaufene Anleiheemission in Irland und Spanien, ergänzte ein anderer Börsianer.
Das Feld im Dax dominierten die Aktien von K+S , die nach anfänglichen Verlusten im Eiltempo um 6,74 Prozent auf 44,345 Euro in die Höhe sprangen. Händler verwiesen darauf, dass der US-Konkurrent Potash ein Übernahmeangebot von BHP Billiton abgelehnt hatte. Die gebotenen 130 US-Dollar je Aktie - eine Prämie von knapp 16 Prozent auf den Schlusskurs - spiegeln nach Ansicht von Potash-Chef Dallas Howe und seines Aufsichtsrats bei weitem nicht den Wert seines Unternehmens wider. Potash-Aktien schnellten im vorbörslichen US-Handel zuletzt um fast 30 Prozent in die Höhe.
Aktien der jüngst unter Druck geratenen Branchen waren im Rahmen der Markterholung unter den führenden Werten im Dax. Lufthansa legten als zweitbester Wert 2,73 Prozent auf 12,625 Euro zu. Aktien der Energieversorger RWE und Eon stiegen um 2,10 und 1,70 Prozent. Experte Theo Kitz von Merck Finck ergänzte, dass bei den Versorgern etwas Unsicherheit geschwunden sei, da sich Bundeskanzlerin Angela Merkel Medienberichten zufolge Ende August mit den Verantwortlichen der Versorger treffen und Ende September über die zukünftige Energiestrategie berichten wolle.
Steigende Kurse gab es auch bei Autowerten. Daimler stiegen um 2,00 Prozent auf 40,755 Euro. Die BMW-Titel legten 1,63 Prozent zu und im MDax mischten sich Zulieferer unter die grössten Gewinner. Leoni und ElringKlinger gewannen 4,76 und 2,18 Prozent hinzu. Händler sprachen allerdings auch davon, dass der anstehende Börsengang von General Motors die Stimmung im Sektor etwas stütze.
Als defensiv angesehene Gesundheits- und Pharmawerte wie Merck , Bayer oder Fresenius waren dagegen im Dax mit 0,07 bis 0,29 Prozent unter den wenigen Verlierern. Papiere der Deutschen Telekom waren schwächster Wert und verloren 0,80 Prozent auf 10,495 Euro. Die Analysten der WestLB hatten den deutschen Marktführer von "Neutral" auf "Reduce" abgestuft und ein neues Kursziel von 9,60 Euro genannt. Die Aktien des Telekomkonzerns seien deutlich über das aktuelle Kursziel geklettert, hiess es.
Aktien der Deutschen Bank gewannen 1,21 Prozent auf 52,66 Euro, notierten damit aber etwas schwächer als der Gesamtmarkt und somit nur im hinteren Mittelfeld vom Dax. Das Frankfurter Bankhaus ist Kreisen zufolge sowohl mit der Zahl als auch der Qualität der Bieter für die zum Verkauf stehende Tochter BHF Bank zufrieden, hiess es am Montag nach Börsenschluss.
Im TecDax sorgten Analystenkommentare für Bewegung. Roth & Rau waren mit minus 5,06 Prozent auf 23,925 Euro mit grossem Abstand das Schlusslicht. Die Commerzbank bezeichnete die jüngste Gewinnqualität als schwach und stufte die Titel des auf die Solarindustrie spezialisierten Anlagenbauers von "Buy" auf "Hold" ab. SMA Solar stiegen hingegen um 3,40 Prozent auf 89,08 Euro und lagen damit an der Spitze vom Technologiewerte-Index. Händler verwiesen auf eine bereits am Vortag verfasste, optimistische Studie der britischen Investmentbank HSBC./tih/la

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