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FRANKFURT (awp international) - Geringe Handelsumsätze haben den Dax am Montag lustlos um sein Vortagesniveau schwanken lassen. Der deutsche Leitindex eröffnete leicht im Plus und schwankte anschliessend um den Schlusskurs vom Freitag. Gegen Mittag lag der Leitindex dann wieder mit 0,06 Prozent im Plus bei 5.837,47 Punkten. Auch die Indizes aus der zweiten Reihe verzeichneten moderate Kursgewinne: Der MDax legte 0,23 Prozent auf 7.848,20 Punkte zu. Für den TecDax ging es um 0,24 Prozent nach oben auf 727,25 Punkte.
Börsianer sprachen von einem impulsarmen Umfeld. "Die Bewegungen am Markt sind reiner Zufall", sagte Händler Christoph Schmidt von der N.M.F. AG. Wegen des Feiertags in den USA fehlten die US-Anleger, deren Abwesenheit die Umsätze auf einem äusserst niedrigen Niveau halte. "Aussagekräftige Bewegung wird es daher wahrscheinlich erst wieder geben, wenn morgen die Wall Street wieder öffnet", ergänzte Schmidt.
Die Anteilsscheine der Bahn-Zulieferer Vossloh und Siemens profitierten von Investitionsplänen der Deutschen Bahn. Händler verwiesen darauf, dass diese bis 2014 den Rekordbetrag von 41 Milliarden Euro in das Schienennetz und in neue Fahrzeuge investieren will. "Die Nachricht sollte vor allem positiv für Vossloh sein", meinten Händler. In Zeiten sinkender öffentlicher Budgets sei es erfreulich, dass die Bahn kräftig investieren wolle. Vossloh stiegen um 2,38 Prozent auf 68,46 Euro und waren damit stärkster Wert im MDax. Siemens gewannen im Dax 0,61 Prozent auf 72,16 Euro hinzu.
Aktien der Deutschen Telekom stiegen nach positiven Analystenkommentaren um 1,50 Prozent auf 9,677 Euro und gehörten damit zu den Favoriten. So hat die Credit Suisse die Einstufung von "Underperform" auf "Neutral" angehoben. Analyst Justin Funnell verwies zur Begründung auf verbesserte Bedingungen im Mobilfunkgeschäft hin, die auch im zweiten Quartal angehalten hätten. Zudem stuften die Analysten des Bankhauses Cheuvreux den europäischen Telekom-Sektor auf "Neutral" hoch und bezeichneten den deutschen Marktführer als "Top-Pick" in der Branche.
HeidelbergCement haben ihre mit dem Dax-Aufstieg begonnene Schwächeperiode auch am Montag fortgesetzt. Die Papiere des Zementherstellers fielen um 0,75 Prozent auf 37,545 Euro. "Die Aktien befinden sich nach dem jüngsten Kursrutsch an einer wichtigen Unterstützung", sagte ein Börsianer. Diese müsse unbedingt gehalten werden, da sonst das Jahrestief bei 36,710 Euro in Gefahr sei. Er sprach von einem "Dax-Fluch", nachdem die Papiere des Baustoffkonzerns seit der Aufnahme am 21. Juni um rund 20 Prozent abgerutscht sind.
Die Aktien deutscher Autohersteller wie BMW , Daimler und Volkswagen gehörten trotz schwacher Absatzzahlen aus China zu den Gewinnern. Laut Händlern hat sich das Wachstum des chinesischen Markts im Juni abgeschwächt. Bei BMW gab es zudem eine Meldung über drohende Untersuchungen in den USA, da es offenbar Probleme mit der Servolenkung beim Modell Z4 gebe. Aktien des bayerischen Autobauers gewannen dennoch 1,28 Prozent auf 38,37 Euro hinzu. Daimler-Aktien legten 0,43 Prozent zu, Volkswagen notierten 0,33 Prozent höher./tih/fat

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