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FRANKFURT (awp international) - Trotz deutlicher Verluste bei den Versorgern hat der deutsche Aktienmarkt am Montag einen neuen Erholungsversuch unternommen. Der Leitindex Dax gewann bis zum Nachmittag 0,37 Prozent auf 7.189,75 Punkte, nachdem er in der Vorwoche um 1,42 Prozent abgerutscht war und damit die vierte Verlustwoche in Folge hinnehmen musste. Der MDax mittelgrosser Werte verbesserte sich um 0,49 Prozent auf 10.746,51 Punkte und der TecDax kletterte dank hoher Gewinne im Bereich Erneuerbare Energie um 1,71 Prozent auf 912,33 Punkte.
"Jetzt muss der DAX zeigen, ob es wieder Richtung Jahreshoch geht oder der Kampf um die 7.000 beginnt", sagte Marktbeobachter Mario Gollob von CMC Markets. Unruhe gebe es genügend, aber auch einige Entwarnungen, wie die zuletzt nach mehreren Monaten erstmals wieder gesunkene Inflationsrate. Da sowohl in den USA als auch in Grossbritannien die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen sind, startete die Woche ruhig.
VERSORGER VON ATOMAUSSTIEG UND BRENNELEMENTESTEUER BELASTET
Nach der Entscheidung der Regierungskoalition über einen Atomausstieg bis spätestens 2022 gerieten die zuletzt stabilisierten Versorgertitel von Eon und RWE erneut unter Druck. Der Grossteil der Meiler soll nach dem Willen der Bundesregierung schon bis 2021 vom Netz, die letzten drei als "Sicherheitspuffer" erst 2022 abgeschaltet werden. Die Regierung kann dabei auf Zustimmung der SPD hoffen. An der umstrittenen Brennelementesteuer für die Atomkonzerne hält die Koalition nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa fest. Analyst Michael Schäfer von Equinet sah die jüngsten Spekulationen mit dem Beschluss bestätigt. Jedoch dürften jene Optimisten enttäuscht sein, die auf eine Abschaffung der Atomsteuer gehofft hatten. RWE rutschten um 2,24 Prozent auf 40,100 Euro ab, gefolgt von Eon mit minus 2,12 Prozent auf 19,590 Euro. "Die Katze ist aus dem Sack, jetzt darf gerechnet werden, was die Aktien wert sind", fasste Marktbeobachter Gollob zusammen.
Im TecDax profitierten Anbieter Erneuerbarer Energie von den Atom-Ausstiegsplänen. An der Spitze zogen Nordex um 13,26 Prozent auf 6,800 Euro an, zuletzt noch auf Rekordtief befindliche Q-Cells erholten sich um 12,44 Prozent auf 1,989 Euro. Ein Börsianer verwies zudem auf Aussagen aus dem Management des chinesischen Photovoltaik-Allrounders LDK Solar, die auf eine Trendwende des Sektors im laufenden Quartal hoffen liessen. Aktien von Roth & Rau stiegen um 1,15 Prozent auf 23,215 Euro. Der Unternehmer Jürgen Gutekunst hat seine Beteiligung am Solarzulieferer aufgestockt und damit laut Händlern für weitere Fantasie gesorgt.
GUTE NACHRICHTEN TREIBEN ADIDAS - COMMERZBANK VON BEZUGSRECHTEN BELASTET
Gute Nachrichten trieben Adidas-Papiere um 1,46 Prozent auf 52,09 Euro nach oben. Der Sportartikelhersteller sieht in Japan nach der verheerenden Katastrophe eine Entspannung der Lage. Die Situation normalisiere sich inzwischen wieder und das Geschäft ziehe an, sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Wochenende in London. Hainer kündigte bei der Gelegenheit auch an, dem Erzrivalen Nike die Marktführerschaft auf dem wichtigen Sportmarkt Grossbritannien abjagen zu wollen. Sprungbrett dafür sollen die Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 London sein. Angeführt wurde die Erholungsbewegung im Dax von BASF , die 1,76 Prozent auf 62,38 Euro gewannen.
Commerzbank-Aktien rutschten um 2,29 Prozent auf 3,117 Euro ab und knüpften damit an die Schwäche zum Ende der Vorwoche an. Bis zum Donnerstag hatten die Banktitel noch einen Teil ihres Bezugsrechts-Abschlags aufgeholt und waren in der Spitze auf 3,337 Euro geklettert. Börsianer erklärten die Verluste mit Druck über die ebenfalls sehr schwachen Bezugsrechte , die um 7,45 Prozent auf 0,845 Euro in die Knie gingen.
SINGULUS MIT KAPITALERHÖHUNG
Um 1,16 Prozent nach unten auf 4,330 Euro ging es indes für die Aktien von Singulus . Der Spezialmaschinenbauer will mit einer Kapitalerhöhung an frisches Geld für seine Solar-Sparte kommen. Brutto könnten dem Unternehmen durch die Massnahme Barmittel von rund 26 Millionen Euro zufliessen, teilte Singulus zum Wochenende mit. Die neuen Anteilsscheine im Volumen von knapp acht Millionen sollen den Altaktionären im Verhältnis von 16 zu 3 für 3,30 Euro je neuem Papier angeboten werden. Die Bezugsfrist beginnt voraussichtlich am 4. Juni und endet am 17. Juni./ag/tih

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