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FRANKFURT (awp international) - Die Angst vor steigenden US-Zinsen nach guten Konjunkturdaten hat den Dax am Freitag deutlich ins Minus gedrückt. Der zuvor freundliche deutsche Leitindex schloss 0,65 Prozent schwächer bei 7178,90 Punkten. Auf Wochensicht verlor er damit 1,28 Prozent. Für den MDax ging es am Freitag um 0,33 Prozent auf 10.148,53 Punkte nach unten und der TecDax verlor 0,93 Prozent auf 893,93 Punkte.
In den USA stieg die mit Spannung erwartete Zahl der Beschäftigten im Februar stärker als erwartet. Auch der Auftragseingang für die Industrie stieg im Januar überraschend deutlich.
"Jetzt geht auch in Amerika die Zinsangst um", kommentierte Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank, die Entwicklung. Allerdings sei es "viel zu früh, jetzt schon den Stecker zu ziehen". Die US-Notenbank Fed werde nicht riskieren, mit einer zu frühen Wende in der Zinspolitik die Konjunktur abzubremsen. Ein weiterer Börsianer mutmasste, dass sich angesichts der ungeklärten Situation in Libyen vor dem Wochenende niemand mehr so richtig habe positionieren wollen.
DROHENDE KLAGE BELASTET GAGFAH
Beim Immobilienkonzern Gagfah sorgten laut Händlern Medienberichte über eine drohende Millionenklage der Stadt Dresden für einen Kurssturz von 9,70 Prozent auf 7,730 Euro. Eine Aktienplatzierung liess die Anteilsscheine von Kabel Deutschland um 3,80 Prozent auf 38,000 Euro absacken. Der Grossaktionär Cable Holding halbierte seinen noch verbliebenen Anteil am Kabelbetreiber. Börsianer zeigten sich zwar nicht von der Transaktion selbst, jedoch vom unerwartet frühen Zeitpunkt überrascht.
Ungeachtet freundlicher Analystenkommentare gaben die Papiere von ProSiebenSat1 um 2,02 Prozent auf 2,095 Euro nach. Börsianer verwiesen auf einen Bericht des "Handelsblatts" als möglichen Belastungsfaktor. Demnach unterziehen die beiden Grossaktionäre KKR und Permira ihre Fernsehtochter einer Schönheitskur, um sie für den baldigen Komplett-Börsengang attraktiv zu machen. Die deutlich erhöhte Dividende sei bereits ein Baustein dafür.
HANNOVER RÜCK FEST: NEUSEELAND-SCHÄDEN NICHT SO SCHLIMM
Dagegen legten die Titel von Hannover Rück um 1,82 Prozent auf 41,100 Euro zu. Die vom Rückversicherer erwartete Nettoschadenbelastung durch das Erdbeben in Neuseeland fiel laut einem Händler geringer aus als von einigen Analysten befürchtet. Die Aktien von Aurubis schlossen nur optisch deutlich im Minus. Sie wurden ex Dividende gehandelt. Der Kupferhersteller schüttete 1,00 Euro je Anteilsschein an die Aktionäre aus.
Der EuroStoxx 50 schloss mit Verlusten von 0,70 Prozent bei 2948,43 Punkten. In Paris und London ging es ebenfalls nach unten. Der New Yorker Dow Jones Industrial Industrial stand zum europäischen Handelsschluss knapp ein halbes Prozent im Minus.
Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,03 (Donnerstag: 2,92) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,53 Prozent auf 121,65 Punkte. Der Bund Future gewann 0,21 Prozent auf 123,13 Punkte. Der Euro stieg auf 1,3976 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3957 (1,3850) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7165 (0,7220) Euro gekostet./gl ck/ck

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