Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Leitindex hat am Dienstag nach einem überwiegend freundlichen Verlauf nachgegeben. Händler sprachen vor allem von spürbarer Zurückhaltung der Anleger vor der Zintscheidung der US-Notenbank Fed an diesem Abend. Zudem wurde auf die am Handelsende kräftigen Verluste der Deutschen Bank als eines der Index-Schwergewichte verwiesen. Der Dax , der nach einer erfolgreichen Auktion irischer Staatsanleihen bis auf rund 6.340 Punkte gestiegen war, schloss auf Tagestief bei 6.275,98 Punkten. Das bedeutet ein Minus von 0,30 Prozent. Der TecDax sank um 0,35 Prozent auf 779,81 Punkte, während der MDax um 0,28 Prozent zulegte auf 8.827,59 Punkte.
"Die Investoren warten vor allem auf die Fed", begründete Analyst Christoph Schmidt vom Vermögensverwalter N.M.F. AG. Zudem würden an den US-Börsen derzeit leichte Gewinne mitgenommen. Das habe den deutschen Markt ebenfalls belastet, "auch wenn er in seiner positiven Entwicklung da noch hinterher hinkt".
DEUTSCHE BANK SCHMIERT AB
Ein weiterer Grund für die Verluste im Dax sei auch der kräftige Kursrutsch der Deutsche-Bank-Aktie kurz vor Handelsschluss gewesen, sagten Börsianer. Das Papier büsste 4,54 Prozent auf 44,75 Euro ein und war damit Dax-Schlusslicht. Es litt vor allem unter negativen Aussagen zum dritten Quartal. So laufen nach Angaben des deutschen Branchenprimus etwa die Geschäfte im Investmentbanking schlechter als zuletzt und insgesamt rechnet das Institut nun mit einem Quartalsverlust. Zuvor noch hatten die Titel von Details zur anstehenden Kapitalerhöhung und Postbank-Übernahme profitiert. So liegt der Bezugspreis für die neuen Deutsche-Bank-Aktien mit 33,00 Euro je Titel nun über dem Miniumpreis von 31,80 Euro.
Die Anteilsscheine der Postbank stiegen um 0,64 Prozent auf 25,07 Euro und damit minimal über den ermittelten Preis in Höhe von 25,00 Euro, den die Deutsche Bank je Aktie den Postbank-Eignern bietet.
LUFTHANSA PROFITIEREN VON ERWARTETEM CHEFWECHSEL
Die Titel von Infineon machten nach Konzernaussagen zum laufenden Geschäftsjahr gegen Handelsschluss ebenfalls Kurskapriolen. Nach einem Anstieg bis auf 4,852 Euro schlossen die Papiere des Chipherstellers dann doch mit einem Minus von 0,82 Prozent auf 4,723 Euro. Der Halbleiterkonzern schraubte angesichts der guten Nachfrage erneut seine Prognose für das ablaufende Geschäftsjahr nach oben. Händler meinten jedoch, die Aussagen seien nicht wirklich neu gewesen und verwiesen dabei auf Kommentare aus der vergangenen Woche.
Am anderen Ende des Dax rückten die Papiere der Lufthansa um deutliche 2,25 Prozent auf 13,65 Euro vor. Zwei Nachrichten wurden dafür am Markt als Grund genannt. Einerseits dürfte der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft während seiner Sitzung an diesem Mittwoch Kreisen zufolge den bisherigen Passagechef Christoph Franz zum Nachfolger von Wolfgang Mayrhuber wählen. Mayrhuber war sieben Jahre Vorstandschef der Lufthansa. Andererseits erwartet der internationale Luftfahrtverband IATA weltweit eine Verdreifachung des Branchengewinns in diesem Jahr.
BAYER LEIDET UNTER KONKURRENZ-PRODUKT
Die Aktien des Pharmakonzerns Bayer fielen nach der Zulassung eines Konkurrenzprodukt um 0,96 Prozent auf 51,82 Euro. Das Beratergremium für die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte am Vorabend einstimmig für die Zulassung des Mittels Pradaxa von Boehringer Ingelheim zur Prävention von Schlaganfällen gestimmt.
Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere mit 2,16 Prozent auf dem Stand des Vortages. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 127,52 Punkte. Der Bund Future legte um 0,22 Prozent zu auf 129,67 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3120 (1,3074) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7622 (0,7649) Euro./ck/zb

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???