Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Die deutschen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch weiter stabilisiert. Der Dax kletterte nach schwachem Start fast stetig nach oben und schloss mit plus 0,28 Prozent bei 7170,94 Punkten nahe seinem Tageshoch von 7183 Punkten. Im frühen Geschäft war der Leitindex wegen einer schwachen Vorgabe der Wall Street und eines etwas enttäuschenden GfK-Index bis auf 7071 Punkte gefallen. Der MDax mittelgrosser Werte verlor 0,10 Prozent auf 10632,58 Punkte, der TecDax stieg mit 0,01 Prozent ins Plus auf 898,35 Punkte.
Händler verwiesen auf abnehmende Sorgen um die Eurozone, was auf dem ermässigten Kursniveau nach der jüngsten Korrektur wieder Käufer anlocke. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hält im Jahr 2012 eine Rückkehr Griechenlands zu nachhaltigem Wachstum für möglich. Börsianern zufolge wirkt das neue Sparprogramm des Landes auch positiv nach. Zudem beurteilt die OECD die Wachstumsaussichten im Euroraum und den USA günstiger als noch vor sechs Monaten. Sorgen um die Schuldenkrise und die Konjunktur hatten zuletzt die negative Stimmung an den Börsen geprägt. Kapitalmarktstratege Oliver Roth von Close Brothers Seydler sagte zur verbesserten Stimmung: "Die Profis kaufen schon wieder, denn es gibt weiterhin keine vernünftige Anlagealternative zur Aktie."
BANKEN UND VERSORGER TAGESSIEGER IM DAX
Tagessieger im Dax waren die Aktien der Commerzbank mit einem satten Aufschlag von 6,08 Prozent auf 3,209 Euro. Händler verwiesen auf positive Analystenkommentare, die eine Kursreaktion auf die jüngste Talfahrt wegen der umfangreichen Kapitalerhöhung der Bank ermöglichten. Beispielsweise hatte Macquarie die Aktien gleich um zwei Stufen hochgestuft. Nach dem Abschluss der Kapitalmassnahme sollten sich Anleger auf die attraktiveren Fundamentaldaten konzentrieren. Zudem sind einem Händler zufolge wohl Anleger, die auf weiter fallende Kurse gesetzt haben, auf dem falschen Fuss erwischt worden. Positiv wirkte auch eine Studie der Ratingagentur Fitch, sagte ein Händler. Demzufolge dürften die deutschen Banken nicht über ihre Engagements in den Randländern der Eurozone Griechenland, Portugal und Irland stolpern. Das Risiko sei für die Branche limitiert und beherrschbar. Deutsche-Bank-Titel gewannen 1,63 Prozent auf 41,120 Euro.
Fester tendierten auch Versorgerwerte dank der Diskussion um die Atomsteuer. Eon-Papiere verteuerten sich als zweitbester Dax-Wert um 2,26 Prozent auf 20,120 Euro, RWE gewannen 1,90 Prozent auf 41,485 Euro. Im Zuge des Atomausstiegs erwägt die Regierung ein Aus für die Brennelementesteuer, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Koalitionskreisen erfuhr. Laut "Financial Times Deutschland" könnte die Regierung die Atomkonzerne so besänftigen, damit sie Geld für Investitionen in alternative Energiequellen freimachen. Auch Lufthansa-Papiere erholten sich trotz der Flugausfälle wegen der Vulkanaschewolke um 1,11 Prozent auf 14,970 Euro. Mittlerweile entspanne sich die Lage bereits wieder, sagten Börsianer.
STABILISIERUNG IN USA UND EUROPA HILFT
In Europa und den USA stabilisierten sich die Börsen ebenfalls. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,58 Prozent höher bei 2816,84 Punkten. Auch in Paris und London beendeten die Aktienmärkte ihre Sitzung etwas fester. An New Yorker Börse lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss ein Drittel Prozent höher.
Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,79 (Vortag: 2,82) Prozent. Der Rentenindex Rex gewann 0,28 Prozent auf 123,65 Punkte. Der Bund Future legte 0,22 Prozent zu auf 125,01 Punkte. Der Euro kletterte hin- und hergerissen zwischen Schuldenkrise und positiven Wachstumsprognosen der OECD auf 1,4116 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,4069 (1,4089) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7108 (0,7098) Euro./fat/he
--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???