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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Dax knapp im Minus - Gerüchte treiben MDax

FRANKFURT (awp international) - Nach dem deutlichen Plus der vergangenen Woche ist der Dax am Montag mit knappen Verlusten in die neue Woche gestartet. Der deutsche Leitindex lag lange Zeit im Plus, schloss aber am Ende mit 0,06 Prozent im Minus bei 7.175,33 Punkten. Angetrieben von zahlreichen Übernahmegerüchten konnte der MDax um 0,69 Prozent auf 10.562,72 Punkte zulegen. Auch der TecDax zeigte sich freundlich. Der Technologiewerte-Index gewann 0,52 Prozent auf 943,40 Punkte
Trotz der moderaten Verluste des Dax halte sich der Markt "fantastisch" angesichts der Tatsache, dass es weder aus Japan noch mit Blick auf die europäische Schuldenkrise positive Nachrichten gebe, sagte Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser. "Liquidität ist nach wie vor vorhanden und Geld sucht Anlage." In einer solchen Situation kämen Anleger an den starken Märkten nicht vorbei - und dazu gehöre auch Deutschland.
POSITIVE NACHRICHTEN FÜR FMC AUS DEN USA TREIBEN AKTIE AN
Nach positiven Nachrichten aus den USA waren die Aktien von Fresenius Medical Care mit plus 1,17 Prozent auf 48,79 Euro unter den besten Dax-Werten zu finden. Laut einem Sprecher des Unternehmens hat die US-Regierung eine bereits eingeführte Kürzung bei der Pauschalvergütung für Dialysepatienten bis zum Jahresende ausgesetzt. RWE stiegen indes um 1,37 Prozent auf 48,79 Euro und profitierten dabei von einer optimistischen Branchenstudie der Schweizer Grossbank UBS. Eon legten um 0,35 Prozent auf 21,81 Euro zu. Laut Analyst Patrick Hummel spricht ein gesunkenes Angebot bei einer stabilen Nachfrage dafür, dass die Strompreise weiter steigen dürften.
Schlusslicht im Dax waren dagegen die Titel der Deutschen Börse , die 1,44 Prozent auf 52,05 Euro verloren. Mehrere Analysten hatten sich nach dem am Freitag angekündigten Gegengebot von Nasdaq OMX und der Rohstoffbörse ICE für die NYSE Euronext negativ geäussert. Siemens-Aktien büssten ferner 1,24 Prozent auf 98,15 Euro ein. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen und verwiesen im Rahmen des Schmiergeldskandals auch auf den beginnenden Prozess gegen den Ex- Vorstand Thomas Ganswindt.
ÜBERNAHMEFANTASIE BEWEGT IM MDAX
Im MDax sorgten Gerüchte um Übernahmen für Bewegung. Lanxess etwa kletterten um 3,69 Prozent auf 56,73 Euro. Das Börsenblatt "Platow Brief" hatte den Chemiekonzern zuvor als ein für mehrere Unternehmen attraktives Übernahmeziel bezeichnet. Vossloh-Titel legten um 3,34 Prozent auf 99,58 Euro zu, hatten zuvor aber schon ein Allzeithoch bei 102,75 Euro erreicht. Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, dass Heinz Herrmann Thiele, Eigentümer und Ex-Chef des Technologiekonzerns Knorr-Bremse, mittlerweile fast zehn Prozent an dem Bahnzulieferer halte und möglicherweise noch mehr Anteile kaufen könnte.
Bester Mdax-Wert waren indes aber die Titel von Stada , die 5,70 Prozent auf 28,925 Euro gewannen. Ihnen kam ein Kommentar von Merrill Lynch zugute. Die US-Bank hatte die Papiere hochgestuft und das Kursziel angehoben. Händler verwiesen zudem darauf, dass auch Stada immer wieder als möglicher Übernahmekandidat angesehen werde.
EUROPÄISCHE UND US-INDIZES UNEINHEITLICH
Der EuroStoxx 50 gab moderat um 0,24 Prozent auf 2.955,85 Punkte nach. Während der Cac 40 in Paris ebenfalls leicht im Minus schloss, konnte sich der britische Leitindex FTSE 100 100 in London etwas höher behaupten. In New York lag der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss ebenfalls knapp im Plus.
Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,14 (Freitag: 3,15) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,20 Prozent auf 121,22 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,07 Prozent auf 121,09 Punkte. Der Euro stieg: Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,4240 (1,4141) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7023 (0,7072) Euro.
tih/he

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