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FRANKFURT (awp international) ­ Dank einer beeindruckenden Aufholjagd im späten Handel hat der Dax am Mittwoch Gewinne verbucht. Der deutsche Leitindex schloss am Ende mit 0,30 Prozent im Plus bei 6.209,76 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf zwischenzeitlich deutlich abgesackt war. Für den MDax ging es dagegen um 0,38 Prozent auf 8.374,56 Punkte nach unten. Der TecDax stieg um 0,62 Prozent auf 793,03 Punkte.
"Viele Marktteilnehmer haben wohl die günstigen Kurse genutzt", begründete Marktanalyst Patrick Pflüger von IG Markets den Schlussspurt des Dax. Auch wenn die Indizes zwischenzeitlich einmal im Minus lägen, glaubten offenbar viele Anleger angesichts der guten Unternehmensdaten an eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Den Durchhänger im Tagesverlauf führten Börsianer auf Gewinnmitnahmen nach der mehrtägigen Kursrally des deutschen Leitindex zurück. Zudem hatten schwache Konjunkturdaten aus den USA auf die Stimmung gedrückt. Die Umsätze der Einzelhändler waren dort im Juni stärker als erwartet gesunken.
Positive Branchennachrichten liessen den Kurs von Infineon-Aktien um 2,43 Prozent auf 5,306 Euro steigen. Damit gehörten die Titel zu den stärksten Dax-Werten. Neben den deutlich besser als erwartet ausgefallenen Intel-Zahlen vom Vortag sorgte eine höhere Prognose des niederländischen Chipausrüsters ASML für Auftrieb. Für Aktien des TecDax-notierten Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor ging es um 3,14 Prozent auf 11,170 Euro hoch. Damit waren die Titel Spitzenreiter im Technologiewerte-Index.
Unter den Gewinnern waren auch die Titel der Deutschen Post, die sich um 1,04 Prozent auf 13,085 Euro verteuerten. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass der E-Postbrief wie der traditionelle Brief auch 55 Cent kosten wird. Da aber noch unsicher sei, wie sich das Geschäft mit dem Online-Brief künftig entwickele, sei diese Nachricht kein grosser Kurstreiber, sagte ein Börsianer. Stattdessen hätten die Titel wie Aktien anderer Logistikunternehmen auch von der Konjunkturerholung und dem damit zusammenhängenden Anstieg der Frachtvolumina und Frachtpreise profitiert.
Dagegen mussten RWE-Aktien nach einem negativen Analystenkommentar Verluste von 0,60 Prozent auf 55,06 Euro hinnehmen. Angesichts der Brennelementesteuer und der von 2013 an anstehenden Änderungen beim Handel von Emissionsrechten gerieten die Finanzen des Versorgers unter Druck, schrieb HSBC-Analyst Adam Dickens.
Aktien von Südzucker notierten nach endgültigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2010/11 0,81 Prozent besser bei 15,565 Euro. Europas grösster Zuckerproduzent hatte den Überschuss nach Minderheiten deutlich von 48 auf 72 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis hatte sich von 88 auf 149 Millionen Euro erhöht, der Umsatz um knapp neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Eckdaten hatte der Konzern aber bereits Ende Juni vorgelegt. Ein Händler sah die Zahlen im Rahmen der Erwartungen.
Trotz positiv überraschender Zahlen und höherer Prognosen für das laufende Jahr drehten Gerresheimer-Titel schnell ins Minus und büssten 0,88 Prozent auf 28,240 Euro ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien des Spezialverpackungsherstellers seit Monatsbeginn in der Spitze um knapp 17 Prozent und damit doppelt so viel wie der MDax zugelegt hatten. Analysten lobten derweil die Aussagen des Unternehmens.
Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,05 Prozent bei 2738,96 Punkten. In Paris und London verbuchten die Leitindizes CAC-40 und FTSE 100 dagegen Verluste. An der Wall Street lag der Dow Jones Composite zum Handelsschluss in Europa in der Gewinnzone.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,28 (Vortag: 2,25) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,02 Prozent auf 126,63 Punkte zu. Der Bund Future verlor 0,17 Prozent auf 128,66 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2703 (1,2569) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7872 (0,7956) Euro./chs/stb

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