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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Dax schwach - Enttäuschende US-Daten belasten

FRANKFURT (awp international) - Schwache Wirtschaftsdaten aus den USA haben den Dax am Mittwoch ins Minus gedrückt. Der Leitindex verlor 1,05 Prozent auf 7217,43 Punkte. Der MDax mittelgrosser Werte fiel um 0,53 Prozent auf 10 826,69 Punkte, der TecDax gab um 0,39 Prozent auf 913,13 Punkte nach. Börsianer verwiesen auf unerwartet schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt und eine stark verschlechterte Stimmung unter den US-Einkaufsmanagern, die sich in einem deutlichen Rückgang des ISM-Index abzeichnete.
Die enttäuschenden Daten aus der weltgrössten Volkswirtschaft nähren unter Ökonomen zusehends Zweifel an der Robustheit des US-Aufschwungs. Darüber hinaus brach mit dem ISM-Index für die Industrie ein wichtiger Frühindikator regelrecht ein. "Die US-Konjunktur ist derzeit starkem Gegenwind ausgesetzt", sagte Kapitalmarktexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank.
VW MIT HÖCHSTEM US-MONATSABSATZ SEIT FAST ACHT JAHREN
In den letzten Handelsminuten drängelten Merck-Titel mit plus 0,84 Prozent auf 77,03 Euro an die Dax-Spitze. VW-Vorzugsaktien schlossen mit einem Gewinn von 0,77 Prozent bei 124,35 Euro als zweitstärkster Dax-Wert. Volkswagen fuhr im Mai in den USA seinen höchsten Monatsabsatz seit fast acht Jahren ein. Commerzbank-Papiere verloren dagegen 1,10 Prozent auf 3,14 Euro. Am Mittag endete der Handel in den Bezugsrechten der laufenden Kapitalerhöhung mit deutlich niedrigerem Kurs.
Im MDax zogen die Aktien von Lanxess mit einem Pressebericht das Interesse auf sich und verloren 2,82 Prozent auf 58,30 Euro. Der Spezialchemiekonzern steht der "Financial Times Deutschland" zufolge vor der milliardenschweren Übernahme der belgischen Chemiefirma Taminco. Ein Sprecher des Unternehmens wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Akquisition mit einem Volumen von einer Milliarde Euro wäre die grösste in der Firmengeschichte von Lanxess. Zudem baut Lanxess eine neue Produktionsanlage für Hochleistungskautschuk in Singapur.
FRAPORT MIT HAUPTVERSAMMLUNG IM BLICK
Fraport-Aktien verloren am Tag der Hauptversammlung des Flughafenbetreibers 1,35 Prozent auf 56,19 Euro. Börsianer erklärten den immens hohen Handelsumsatz des MDax-Titels vor allem mit "Dividendenstripping" vor der morgigen Ausschüttung. Dabei wird die steuerlich unterschiedliche Behandlung in- und ausländischer Aktionäre ausgenutzt. Zudem verkauften alle, für die die Dividende aus steuerlichen Gründen ungünstig ist, sagte ein Händler. Die auf der Hauptversammlung genannten Wachstumsziele seien bekannt und kein Kurstreiber.
Im Tecdax lösten Biotech-Werte die zuletzt kräftig erholten Aktien aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien als Favoriten ab. Der Start eines Aktienrückkaufprogramms trieb Morphosys-Aktien um mehr als 3 Prozent nach oben und Evotec kletterten nach Bekanntgabe einer Übernahme und angehobener Umsatzprognose gar um fast 7 Prozent nach oben. Bechtle-Aktien kamen hingegen kräftig unter Druck. Sie büssten 7,69 Prozent auf 28,68 Euro ein. Begründet wurde dies mit einer Aktienplatzierung der Beteiligungsgesellschaft BWK.
LENOVO WILL MEDION ÜBERNEHMEN
Die Anteile am Elektronikproduzenten Medion schnellten nach einem Übernahmeangebot um 17,65 Prozent auf 13,00 Euro in die Höhe. Der chinesische Computerhersteller Lenovo will den für den Aldi-Computer bekannten deutschen Elektronikproduzenten für rund 629 Millionen Euro kaufen.
Auch die übrigen Börsen in Europa und den USA verbuchten Kursverluste. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 1,20 Prozent auf 2.827,66 Punkte. Die Aktienmärkte in Paris und London gaben jeweils etwa ein Prozent nach. An der New Yorker Börse lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss ebenfalls mit etwa einem Prozent im Minus.
Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,79 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 123,43 Punkte. Der Bund Future legte 0,25 Prozent auf 125,66 Punkte zu. Der Euro ist weiter gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4408 (Dienstag: 1,4385) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6941 (0,6952) Euro./sf/tih
--- Von Sonja Funke, dpa-AFX ---

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