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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Dax sehr stark - Bewegung bei Griechenland

FRANKFURT (awp international) - Mögliche Zugeständnisse an Griechenland und die boomende deutsche Wirtschaft haben den Dax am Dienstag klar über die zuvor hart umkämpfte Marke bei 7.200 Punkten geschoben. Der Leitindex gewann 1,86 Prozent auf 7.293,69 Punkte, schloss damit aber etwas unterhalb seines zuvor erreichten Tageshochs bei 7.319 Punkten. Im Mai hat der Dax damit aber immer noch rund drei Prozent an Wert verloren. Für die Investoren erwies sich damit einmal mehr die Börsenweisheit "Sell in May and go away" als stimmig. Der MDax mittelgrosser Werte stieg um 1,43 Prozent auf 10.884,04 Punkte und der TecDax kletterte um 0,58 Prozent auf 916,68 Punkte.
In Griechenland verdichten sich die Informationen über eine mögliche Einigung zum Erhalt der dringend benötigten nächsten Finanzhilfen-Tranche über zwölf Milliarden Euro. Einem Pressebericht zufolge rückt die Bundesregierung zudem von ihrer Position weiterer Griechenlandhilfen nur mit einer "weichen Umschuldung" ab und gibt damit für Händler Andreas Lipkow von MBW Fairtrade positive Impulse für den Aktienmarkt. Das Signal sei, "den Komapatienten so lange am Leben zu halten, bis die Organe wieder von alleine arbeiten können", so Lipkow. Derweil rutschte die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erstmals seit sieben Monaten wieder unter die Schwelle von drei Millionen.
BASF NACH GOLDMAN-STUDIE AN DER DAX-SPITZE
Bei ruhiger Nachrichtenlage aus den Unternehmen kletterten die BASF-Papiere mit plus 3,78 Prozent auf 64,26 Euro an die Dax-Spitze. Die Chemietitel hatten seit Anfang Mai bis zu 15 Prozent verloren und Händler sehen entsprechend Erholungspotenzial. Zusätzlichen Auftrieb gab ein positiver Kommentar von Goldman Sachs-Analyst Richard Logan, der das Kursziel anhob und die Papiere auf seiner Empfehlungsliste beliess.
Siemens-Aktien zählten mit plus 2,89 Prozent auf 93,00 Euro ebenfalls zu den Dax-Favoriten. Unicredit-Analyst James Stettler zufolge ist der Konzern mit seinen Gas- und Windturbinen sowie zahlreichen energieeffizienten Lösungen gut positioniert für den Atomausstieg Deutschlands. Volkswagen legte wie erwartet das offizielle Übernahmeangebot für den Münchner Lastwagenbauer MAN vor. Die Aktie von MAN schloss mit plus 0,28 Prozent auf 96,80 Euro als drittschwächster Wert im Leitindex, VW waren mit minus 0,28 Prozent bei 123,40 Euro einzige Verlierer und schwächster Dax-Wert.
PRAKTIKER GEBEN NACH - ROTH & RAU WEIST SPEKULATIONEN ZURÜCK
Im MDax sackten Praktiker-Aktien belastet von einem negativen Analystenkommentar um 3,78 Prozent auf 6,23 Euro ab. Die Experten der Deutschen Bank hatten das Kursziel für die Papiere von 7,50 auf 7,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Hold" belassen. Die Baumarktkette habe im ersten Quartal entgegen dem Branchentrend auf vergleichbarer Fläche einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen, schrieb Analyst Michael Kuhn.
Papiere von Roth & Rau rutschten im TecDax gegen den positiven Trend um 3,45 Prozent auf 22,40 Euro ab. Der Solarzulieferer hatte am Vorabend Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot des Schwarzwälder Solarunternehmers Jürgen Gutekunst zurückgewiesen. Ansonsten setzte der Bereich Erneuerbare Energien die am Vortag durch die Atomausstiegspläne der Bundesregierung ausgelöste Erholungsrallye fort. Vorreiter waren Aktien von Q-Cells mit einem Sprung um 7,86 Prozent auf 2,07 Euro.
EUROPA-BÖRSEN UND DER EURO LEGEN ZU
Auch die übrigen Börsen in Europa und den USA verbuchten Kursgewinne. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss um 1,69 Prozent fester bei 2861,92 Punkten. Die Aktienmärkte in Paris und London legten ebenfalls zu. Zudem lag der Leitindex Dow Jones Industrial an der Wall Street zum europäischen Handelsschluss im Plus.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere deutlich auf 2,79 (Vortag: 2,74) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,26 Prozent auf 123,54 Punkte. Der Bund Future gab 0,28 Prozent auf 125,34 Punkte ab. Der Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4385 (1,4272) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6952 (0,7007) Euro.

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