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FRANKFURT (awp international) - Ein Hoffnungsschimmer für die US-Konjunktur und positive Nachrichten für Griechenland haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenausklang gestützt. Nachdem der Dax nach enttäuschenden Signalen vom US-Arbeitsmarkt zunächst deutlich ins Minus rutschte, trieb die überraschend stark aufgehellte Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor den Leitindex schliesslich auf plus 0,49 Prozent und 7.109,03 Punkte nach oben. Über die Woche gesehen verlor das Kursbarometer dennoch 0,76 Prozent. Der MDax und der TecDax traten dagegen auf der Stelle. Während der Index mittelgrosser Werte zum Wochenabschluss um 0,02 Prozent auf 10.682,18 Punkte vorrückte, legte der Technologieindex minimale 0,01 Prozent auf 901,60 Punkte zu.
"Die Einkaufsmanager haben den Strom zuletzt schwacher Konjunkturdaten aus den USA erst einmal abreissen lassen", sagte ein Börsianer. Weiterer Grund für Erleichterung sei das positive Zeugnis der "Troika" aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) für Griechenlands Sparpolitik. Damit hat der Schuldenstaat erst einmal Zeit gewonnen. Denn dieses Zeugnis galt als Voraussetzung dafür, dass die nächste Tranche der internationalen Finanzhilfen von 12 Milliarden Euro ausgezahlt wird.
COMMERZBANK DAX-SPITZE - VERSORGER BLEIBEN UNTER DRUCK
Die zuletzt schon von der Kapitalerhöhung stark bewegten Titel der Commerzbank setzten sich an der Dax-Spitze mit plus 4,25 Prozent auf 3,235 Euro ab. Börsianer erklärten dies mit einer wohl sehr hohen Nachfrage in der bis zum 6. Juni laufenden Kapitalerhöhung. Ein Analystenkommentar der UBS trieb den Kurs der Siemens-Aktien ebenfalls deutlich an - sie gewannen 1,30 Prozent auf 91,00 Euro. Analystin Christel Monot zufolge sind die auf ihrer Empfehlungsliste befindlichen Papiere des Industriekonzerns niedrig bewertet und bieten attraktive Marktchancen.
Zu den grössten Verlierern gehörten dagegen die Versorgeraktien, denen keine nachhaltige Stabilisierung zu gelingen scheint. Eon büssten 1,21 Prozent auf 18,840 Euro ein und RWE sackten am Indexende um 2,68 Prozent auf 38,190 Euro ab. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge trifft die Energiewende die Konzerne in einer Schwächephase. Die Zeitung sieht die Konzerne vor harten Jahren, sie müssten ihre mittelfristigen Strategien neu ausrichten. Zudem stünden die Prognosen für 2011 auf dem Prüfstand. Am Vortag waren die RWE-Titel erstmals seit Ende 2004 wieder unter die Marke von 40 Euro gefallen.
KABEL DEUTSCHLAND UND ROTH & RAU GEFRAGT
Auch im MDax sorgten Studien für Bewegung. Aktien von Kabel Deutschland stiegen um 1,63 Prozent auf 46,190 Euro und profitierten dabei von einer Kurszielerhöhung von Goldman Sachs. Trotz der zuletzt starken Kursentwicklung sieht Analyst Hugh McCaffrey für die Aktien des Kabelnetzbetreibers immer noch ein langfristiges Aufwärtspotenzial. Noch deutlicher trieb eine Kaufempfehlung des Hauses die Aktien von Wincor Nixdorf an. Sie kletterten mit plus 2,86 Prozent auf 49,430 Euro an die Indexspitze.
Aktien von Lanxess verbesserten sich um 0,86 Prozent auf 57,23 Euro. Ein Händler verwies auf eine E-Mail des Konzerns, aus der hervor gehe, dass der Spezialchemiekonzern wegen steigenden Rohstoff- und Energiekosten eine Preiserhöhung bei Gummiprodukten vollzogen hat. Im TecDax rückten Roth & Rau noch einmal wegen der geplanten Übernahme durch Meyer Burger in den Mittelpunkt. Sie kletterten um 3,03 Prozent auf 22,935 Euro. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, dass eine Gruppe von Privatinvestoren um den Unternehmer Christoph Ladanyi einen höheren Kaufpreis verlangt.
MODERATE GEWINNE IN EUROPA
Der EuroStoxx 50 stieg um 0,16 Prozent auf 2.789,11 Punkte. Auch in London und in Paris verbuchten die Leitindizes moderate Kursgewinne. In den USA hingegen gab der Dow-Jones-Index zum europäischen Handelsschluss nach. Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,78 (Vortag 2,73) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,17 Prozent auf 123,58 Punkte. Der Bund Future gab nach zwischenzeitlichen Gewinnen 0,45 Prozent nach auf 125,15 Punkte. Der Euro ist weiter gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4488 (1,4460) US-Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6902 (0,6916) Euro./ag/zb

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