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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Mittwoch den fünften Tag in Folge zugelegt und damit den seit Mitte Januar eingeschlagenen Aufwärtskurs fortgesetzt. Der deutsche Leitindex stieg trotz negativ aufgenommener Zahlen des Automobilherstellers Daimler um 0,19 Prozent auf 7.414,30 Punkte und schloss damit auf dem höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Seit Anfang des Jahres summieren sich die Aufschläge damit auf rund 500 Zähler oder etwas mehr als sieben Prozent. Der MDax trat mit einem Abschlag von 0,03 Prozent auf 10.585,53 Punkte erneut auf der Stelle, der TecDax stieg um 0,38 Prozent auf 912,07 Punkte.
"Derzeit gibt es unter den Investoren so gut wie keine Abgabereitschaft", sagte Christoph Schmidt vom Vermögensverwalter N.M.F., "daher geht es derzeit weiter nach oben." Es sei derzeit ein eher ruhiger und träger Handel. Robert Halver, Marktstratege bei der Baader Bank, verwies auf die weiter gute Stimmung am Markt. "Das fundamentale Umfeld stimmt", sagte er. Angesichts der Gewinne in den vergangenen Wochen warnen einige Händler allerdings auch vor der steigenden Gefahr eines drohenden Rückschlags.
DAIMLER UND DEUTSCHE BÖRSE RUTSCHTEN AB
Nach unten ging es am Mittwoch für die Daimler-Papiere. Die Titel des Automobilbauers rutschten nach der Vorlage der 2010er-Bilanz mit einem Abschlag von 4,36 Prozent auf 53,54 Euro an das Dax-Ende. Händler nannten die Resultate "etwas schwächer als erwartet". Die Stuttgarter haben die Erwartungen trotz eines deutlichen Umsatzanstiegs und eines Milliardengewinns nicht erfüllt. Die geplante Dividende von 1,85 Euro je Aktie liege zwar im Rahmen der Schätzungen, biete damit aber auch keinen positiven Impuls.
Die Aktien der Deutschen Börse verloren 1,69 Prozent auf 58,84 Euro und verloren damit weiter an Boden. Die Papiere hatten bereits am Dienstag nachgegeben, nachdem die Kontrollgremien des deutschen Börsenbetreibers sowie der amerikanisch-europäischen Börse NYSE Euronext der geplanten Fusion zugestimmt hatten. Am Mittwoch haben sich nach Einschätzung von Experten die am Dienstagabend veröffentlichten Zahlen negativ ausgewirkt. Der Konzern hatte im vierten Quartal unter hohen Abschreibungen im Zusammenhang mit der 2007 übernommenen US-Optionsbörse ISE gelitten.
FINANZTITEL UND SIEMENS STÜTZEN
Gestützt wurde der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch vor allem von starken Bank- und Versicherungswerten sowie einem deutlichen Plus beim Schwergewicht Siemens . Die Banktitel profitierten von positiv aufgenommenen Zahlen der französischen Societe Generale . Die Deutsche-Bank-Aktien kletterten an der Dax-Spitze um 3,50 Prozent auf 48,54 Euro und waren damit so teuer wie seit Mitte September nicht mehr. Die Papiere der Allianz, der Commerzbank und der Münchener Rück zogen zogen deutlich an.
Bei Siemens stützten positive Analystenkommentare. So nahm beispielsweise die britische Investmentbank Barclays die Aktie mit "Overweight" und einem Kursziel von 116 Euro in die Bewertung auf. Die Deutsche Bank erhöhte ausserdem das Kursziel auf 95 Euro. Zudem habe die Aktie eine charttechnisch wichtige Marke durchbrochen, sagten Händler. Bis Handelsende legte sie um 2,17 Prozent auf 96,90 Euro zu und stieg damit auf den höchsten Stand seit Januar 2008.
PRAKTIKER LEGEN DEUTLICH ZU
Schwach entwickelten sich dagegen die Versorgerwerte. Spekulationen um einen wenig inspirierenden Ausblick drückten Eon-Titel mit 1,05 Prozent auf 24,48 Euro ins Minus. Vor allem das Gasgeschäft könnte für Probleme sorgen, hiess es am Markt. Das sollte aber eigentlich nicht überraschen. Auch die Anteilsscheine des Konkurrenten RWE gaben nach und zwar um 1,53Prozent auf 52,05 Euro.
Zu den Verlierern im Dax zählten auch K+S , die sich um 1,64 Prozent auf Euro verbilligten. Börsianer führten das auf Berichte zu den Kalipreisen in Indien zurück. Demnach dürften die Preise für Kali in Indien von April an bei 390 US-Dollar je Tonne liegen. Das liegt Händlern zufolge 10 Dollar unter dem vor einigen Wochen in China vereinbarten Preis.
Im MDax lagen Praktiker mit einem Plus von 6,51 Prozent auf 8,440 Euro. Das Unternehmen kündigte an, bis 2013 das operative Ergebnis um 100 Millionen Euro verbessern zu wollen. Im TecDax richteten sich die Blicke auf die Titel von Pfeiffer Vacuum Technology nach Zahlen. Sie lagen mit 1,58 Prozent bei 95,25 Euro im Plus. Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow sprach von einem "guten vierten Quartal". Dass es nicht weiter nach oben ging, begründete ein Händler damit, dass die Titel schon am Montag deutlich gestiegen seien.
INTERNATIONALE MÄRKTE IM PLUS - RENDITE RUNTER
Der EuroStoxx 50 schloss 1,04 Prozent höher bei 3061,92 Punkten. Auch die Pariser und Londonder Börsen legten zu. In den USA ging es ebenfalls nach oben.
Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,93 (Vortag: 2,97) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,32 Prozent auf 122,47 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,42 Prozent auf 123,19 Punkte vor. Der Kurs des Euro sank: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3507 (Dienstag: 1,3510) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7403 (0,7402) Euro./zb/he

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