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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat sich am Montag kaum bewegt. Gebremst von Kurseinbussen bei den Versorgeraktien schloss der deutsche Leitindex nahezu unverändert mit einem hauchdünnen Minus von 0,04 Prozent bei 7.160,30 Punkten. Der MDax mittelgrosser Werte legte hingegen 0,34 Prozent auf 10.730,43 Punkte zu. Für den Index der Technologiewerte, TecDax , ging es dank hoher Kursgewinne bei den Titeln der erneuerbaren Energien sogar um 1,61 Prozent auf 911,40 Punkte nach oben.
Händler verwiesen neben den Verlusten bei den Versorgertiteln auch auf anhaltende Sorgen über die Schuldenkrise in Europa, die den Markt weiterhin in Schach gehalten hätten. Zudem seien die Umsätze wegen Feiertagen in den USA und Grossbritannien sehr gering geblieben. Auch charttechnische Gründe wurden am Markt dafür verantwortlich gemacht, dass der Dax unterhalb seines zuvor erreichten Tageshochs von 7.204 Punkten schloss. Der Leitindex sei mehrfach an einem Widerstand bei 7.200 Punkten gescheitert und erst ein Schlusskurs über dieser Marke würde ihm einen nachhaltigen Anstieg ermöglichen, so ein Börsianer.
PLÄNE ZUM ATOMAUSSTIEG BELASTEN VERSORGER
Nach der Entscheidung der Regierungskoalition über einen Atomausstieg bis spätestens 2022 gerieten die Versorgertitel von Eon und RWE erneut unter Druck. An der umstrittenen Brennelementesteuer für die Atomkonzerne hält die Koalition nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa fest. Gerade dies belaste die Aktien, sagte ein Händler. Denn nun dürften jene Investoren enttäuscht sein, die auf eine Abschaffung der Atomsteuer gehofft hatten. RWE rutschten um 1,73 Prozent auf 40,31 Euro ab. Eon büssten 2,30 Prozent auf 19,55 Euro ein.
Im TecDax profitierten Anbieter erneuerbarer Energien von den Atom-Ausstiegsplänen. An der Spitze zogen Nordex um 13,26 Prozent auf 6,80 Euro an. Die zuletzt noch auf einem Rekordtief befindlichen Titel von Q-Cells erholten sich um 8,54 Prozent auf 1,92 Euro. Ein Börsianer verwies zudem auf Aussagen aus dem Management des chinesischen Photovoltaik- Allrounders LDK Solar, die auf eine Trendwende des Sektors im laufenden Quartal hoffen liessen.
ADIDAS GEFRAGT - COMMERZBANK SCHWÄCHSTER DAX-WERT
Gute Nachrichten trieben Adidas-Papiere um 1,21 Prozent auf 51,96 Euro nach oben. Der Sportartikelhersteller sieht in Japan nach der verheerenden Katastrophe eine Entspannung der Lage. Zudem zielt adidas auf die Marktführerschaft des Erzrivalen Nike auf dem wichtigen Sportmarkt Grossbritannien. Commerzbank-Aktien rutschten um 2,88 Prozent auf 3,09 Euro ab. Sie waren damit der schwächste Wert im Dax und knüpften unmittelbar an ihre Schwäche zum Ende der Vorwoche an. Börsianer erklärten die Verluste mit Druck über die ebenfalls schwachen Bezugsrechte, die um 9,20 Prozent auf 0,829 Euro in die Knie gingen.
Im MDax schlossen die Titel der Heidelberger Druckmaschinen AG um 0,24 Prozent leichter auf 2,86 Euro. Das Unternehmen erhöhte wie bereits angekündigt das Kapital leicht. Mit den neuen Aktien sollen die ehemaligen Aktionäre der Linotype Hell AG entschädigt werden. Die Zahl der Aktien steigt um knapp 0,4 Prozent auf 234,25 Millionen Stück. Heidelberger Druck hatte Ende März den Rechtsstreit mit den ehemaligen Aktionären der Linotype-Hell gütlich beigelegt und dabei eine Bezahlung in Aktien vereinbart.
SINGULUS WEGEN KAPITALERHÖHUNG IM MINUS
Aktien von Singulus verloren 1,14 Prozent auf 4,33 Euro. Der Spezialmaschinenbauer will mit einer Kapitalerhöhung an frisches Geld für seine Solar-Sparte kommen. Brutto könnten dem Unternehmen durch die Massnahme Barmittel von rund 26 Millionen Euro zufliessen, teilte Singulus zum Wochenende mit. Die neuen Anteilsscheine im Volumen von knapp acht Millionen sollen den Altaktionären im Verhältnis von 16 zu 3 für 3,30 Euro je neuem Papier angeboten werden. Die Bezugsfrist beginnt voraussichtlich am 4. Juni und endet am 17. Juni.
Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,18 Prozent tiefer bei 2814,34 Punkten. An der Börse in Paris ging der Leitindex Cac 40 mit minus 0,21 Prozent auf 3942,53 Punkten aus dem Handel.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,74 (Freitag: 2,73) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel leicht um 0,04 Prozent auf 123,86 Punkte. Der Bund Future gewann 0,06 Prozent auf 125,71 Punkte. Der Euro legte weiter zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4272 (Freitag: 1,4265) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7007 (0,7010) Euro.

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