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FRANKFURT (awp international) - Fehlende Impulse und schwache US-Konjunkturdaten haben am Mittwoch für moderate Verluste am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax , der seit Monatsbeginn um knapp sechs Prozent zugelegt hat, verzeichnete ein Minus von 0,22 Prozent auf 6.261,87 Punkte. Für den MDax ging es um 0,33 Prozent auf 8.732,30 Punkte nach unten und der TecDax sank um 0,62 Prozent auf 774,97 Punkte.
Chefhändler Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser machte auch die Zurückhaltung der Anleger vor dem grossen Verfallstermin am Freitag für die verhaltene Marktentwicklung verantwortlich. "Gerade nach der zuletzt positiven Entwicklung will niemand auf einem zu hohen Niveau einsteigen", sagte er. Vor dem Wochenende laufen Terminkontrakte unter anderem auf Aktien und Aktienindizes aus.
INFINEON FÜHREN DAX AN, DEUTSCHE BANK AM ENDE
An der Dax-Spitze gewannen Infineon-Aktien 3,51 Prozent auf 4,452 Euro. Die Investmentbank Exane billigt dem Papier des Chipunternehmens mit dem Ziel 6,80 Euro ein grosses Kurspotenzial zu. Die Analysten bekräftigten zudem ihre Kaufempfehlung. Titel der Deutschen Börse verteuerten sich als zweitbester Wert um 1,73 Prozent auf 51,19 Euro. Ein Händler führte dies auf die Pläne der Europäischen Union zurück, den ausserbörslichen Derivatehandel künftig stärker zu kontrollieren. Am Dax-Ende standen dagegen die Aktien der Deutschen Bank mit minus 1,53 Prozent auf 48,470 Euro. Händlern zufolge drückt die umfangreiche Kapitalerhöhung weiter auf die Stimmung für den deutschen Branchenprimus.
Im MDax zählten die Anteilsscheine von Lanxess nach dem Ausblick des Spezialchemiekonzerns mit plus 1,53 Prozent auf 40,455 Euro zu den Favoriten. Nach dem Ende des Umbaus und der Bewältigung der Krise setzt Lanxess voll auf Wachstum und will das operative Ergebnis bis 2015 um rund 80 Prozent steigern. Eine höhere Prognose für das Jahr 2010 trieb im TecDax die Aktien von SMA Solar nur kurzzeitig bis auf 93,40 Euro nach oben. Bis zum Handelsschluss rutschten die Aktien mit minus 5,11 Prozent auf 84,00 Euro ans TecDax-Ende, da der neu gegebene Ausblick für 2011 laut Händlern hinter den Markterwartungen zurückgeblieben war.
Die Papiere des designierten MDax-Aufsteigers Axel Springer zählten mit minus 4,42 Prozent auf 92,20 Euro ebenfalls zu den Verlierern. Wie Springer-Finanzchef Lothar Lanz der "Börsen-Zeitung" sagte, hält der Medienkonzern an seinen Platzierungsplänen fest. "Diese sind zwar bekannt, belasten den Kurs allerdings nochmals", sagte ein Börsianer. Mit der Platzierung steige der Streubesitz auf mehr als 40 Prozent.
Der EuroStoxx 50 schloss 0,43 Prozent schwächer bei 2.794,36 Punkten. In Paris und London ging es für die nationalen Leitindizes ebenfalls nach unten. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial stand indes zum europäischen Börsenschluss leicht im Plus.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,07 (Vortag: 2,04) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 128,01 Punkte. Der Bund Future verlor 0,28 Prozent auf 130,14 Punkte. Der Kurs des Euro stieg geringfügig auf 1,3007 US-Dollar. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2989 (1,2850) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7699 (0,7782) Euro gekostet./gl/she

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