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FRANKFURT (awp international) - Belastet von schwachen Wirtschaftsdaten aus den USA und dem Gerangel um Hilfen für Griechenland hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch wieder Federn gelassen. Mangels positiver Impulse konnte der Dax nicht an seine Erholung vom Vortag anknüpfen und schloss 1,25 Prozent tiefer bei 7115,08 Punkten. Der MDax gab am Ende um 0,55 Prozent auf 10 634,57 Punkte nach. Der TecDax fiel um 1,17 Prozent auf 881,78 Punkte.
Händlern zufolge blieben die aktuellen Risikofaktoren am Markt erhalten. Schon zum Auftakt sorgte das nach wie vor nicht gelöste Griechenland-Problem für schwächelnde Kurse, nachdem ein Treffen der Euro-Finanzminister am Vorabend ohne Ergebnis beendet worden war. Dies schwebe weiter wie ein Damoklesschwert über dem Markt, sagte Analyst Christoph Schmidt vom Asset Manager NMF AG. Entsprechend setzten Gewinnmitnahmen in dem aktuell nervösen Markt besonders schnell ein, so der Experte. Intensiviert wurde die Abwärtsbewegung am Nachmittag durch enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York hatte sich im Juni überraschend und deutlich eingetrübt.
Wie schon am Vortag sorgten Analystenkommentare bei Einzelwerten für Bewegung, zumal klare Impulse von der Nachrichtenseite weiter fehlten. Adidas-Aktien behaupteten sich mit plus 0,79 Prozent auf 50,91 Euro unter den besten Dax-Werten. HSBC hatte die Titel des Sportartikelherstellers hochgestuft und das Kursziel erhöht. Die Experten begründeten dies mit nun höheren Prognosen für den Umsatz, den zudem bessere Margen begleiten dürften.
Am Indexende standen die zuletzt deutlich gestiegenen Aktien von ThyssenKrupp , die 2,74 Prozent auf 33,905 Euro verloren. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen. Auch RWE stoppten ihren Erholungsversuch vom Vortag und sackten um 2,44 Prozent auf 37,91 Euro ab. Citigroup-Analystin Sofia Savvantidou sieht bei dem Versorger ein hohes Risiko einer Kapitalerhöhung.
Ferner standen Banken wegen der europäischen Schuldenkrise im Fokus: Die Ratingagentur Moody's droht damit, die Kreditwürdigkeit französischer Banken wegen der Entwicklung im Zusammenhang mit der Verschuldung Griechenlands abzustufen. Aktien der Deutschen Bank gaben gleichauf mit dem Markt um 1,22 Prozent auf 39,73 Euro nach.
Im MDax konnten sich die Fraport-Aktien knapp mit 0,15 Prozent im Plus behaupten bei 54,22 Euro. Der Flughafenbetreiber knackte dank des Passagierbooms in Frankfurt erstmals in einem Mai die Fünf- Millionen-Marke. Zudem hatte die Deutsche Bank die Papiere noch vor den vorgelegten Verkehrszahlen hochgestuft.
Im TecDax büssten Aixtron-Aktien 4,00 Prozent auf 25,57 Euro ein. Als Belastungsfaktor wertete ein Börsianer einen Bericht des IT- Branchendienstes Gartner, demzufolge 2012 ein Rückgang der Investitionen im Halbleiterbereich zu erwarten sei. Qiagen dagegen legten 1,21 Prozent auf 13,80 Euro zu. Das Biotechnologie-Unternehmen will den französischen Krebstest-Spezialisten Ipsogen für rund 70 Millionen Euro in Bar übernehmen.
Belastet von einem schwachen Bankensektor gab der Eurostoxx 50 um 1,70 Prozent auf 2731,50 Punkte nach. In Paris und London waren ebenfalls Verluste zu verzeichnen. Auch die New Yorker Börse zeigte sich zum Handelsschluss auf Xetra schwach. Der Leitindex Dow Jones Industrial lag mit rund einem Prozent im Minus.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,73 (Vortag: 2,70) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,09 Prozent auf 123,98 Punkte. Der Bund Future legte indes 0,50 Prozent auf 126,04 Punkte zu. Der Eurokurs fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4292 (1,4448) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6997 (0,6921) Euro./tih/wiz

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