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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat den sechsten Monat in Folge mit Gewinnen beendet. Am Montag legte der deutsche Leitindex um 1,21 Prozent auf 7.272,32 Punkte zu und verbuchte damit seit Ende Januar einen Aufschlag von 2,75 Prozent ­ und das trotz zwischenzeitlicher Verluste aufgrund der Libyen-Krise. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es indes zum Wochenauftakt um 1,09 Prozent auf 10.293,83 Punkte nach oben, der TecDax stieg um 0,61 Prozent auf 901,79 Punkte.
Marktstratege Frank Geilfuss vom Berliner Bankhaus Löbbecke begründete das Plus unter anderem mit der Entwicklung der Ölpreise. "Diese sind leicht zurückgegangen, so dass etwas Entspannung angesagt ist." Die grösste Angst der Anleger sei, dass sich die Unruhen in Libyen ewig hinziehen und den Ölpreis antreiben könnten. Berichte, wonach sich nun immer mehr Städte als befreit bezeichneten, nährten die Hoffnung auf ein baldiges Ende. Einer ähnlichen Meinung war Marktanalyst Andre Saenger von IG Markets. Mit Blick auf den etwas rückläufigen Ölpreis sagte er: "Damit scheint die von den Ölpreisen ausgehende Gefahr für Europas Industrieproduktion vorerst gebannt."
GEWINNRÜCKGANG BEI BAYER
Die Aktien des Chemie- und Pharmariesen Bayer verteuerten sich nach Zahlen um 2,52 Prozent auf 56,180 Euro. Damit schlugen sie sich noch besser als der Gesamtmarkt. Der Konzern zeigte sich trotz eines überraschenden Gewinnrückgangs im vergangenen Jahr optimistisch für 2011. Börsianer sagten, die Ergebnisse lägen insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Dass der Ausblick hinter den Erwartungen einiger Anleger zurückgeblieben sei, sei auf vorsichtige Schätzungen für das Agrochemiegeschäft zurückzuführen.
An der Dax-Spitze lagen mit plus 3,64 Prozent auf 97,59 Euro die Aktien von Siemens . Händler verwiesen auf erneute Gerüchte über einen bevorstehenden Börsengang der Lichtsparte Osram. MAN-Papiere legten um 2,80 Prozent auf 92,01 Euro zu, was Börsianer mit der Hoffnung auf ein baldiges Übernahmeangebot von Scania zurückführten.
Zu den wenigen Verlierern im Dax gehörten die Aktien von RWE . Sie gaben um 0,63 Prozent auf 48,910 Euro nach und waren damit Schlusslicht im Leitindex. Fünf SPD-regierte Länder und die Opposition im Bundestag wollen die von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke kippen. Sie reichten daher am Montag eine entsprechende Klageschrift beim Bundesverfassungsgericht ein. Eon-Papiere entwickelten sich ebenfalls unterdurchschnittlich, konnten sich aber zumindest mit 0,38 Prozent im Plus halten und gingen bei 23,775 Euro aus dem Handel.
STADA MIT GEMISCHTEN ZAHLEN
Im MDax reihten sich die Aktien des Generikaherstellers Stada mit plus 0,80 Prozent auf 28,985 Euro im Mittelfeld ein. Händler sprachen von sehr gemischt ausgefallenen Ergebnissen. Während der Umsatz und das Ergebnis je Aktie besser als erwartet ausgefallen seien, hätten das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie die Dividende eher enttäuscht.
QSC-Aktien sprangen im TecDax nach Zahlen um 8,51 Prozent auf 3,200 Euro an. Der auf Geschäftskunden spezialisierte Telekomanbieter hatte 2010 einen Gewinnanstieg verzeichnet. Die in keinem wichtigen Index gelisteten Aktien von Borussia Dortmund kletterten nach dem 3:1-Auswärtssieg des BVB bei Verfolger Bayern München um 6,65 Prozent auf 2,985 Euro. "Das war ein entscheidender Schritt, der vom Markt honoriert wird", sagte Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory mit Blick auf die Titelchancen der Dortmunder.
EUROSTOXX SCHLIESST FEST
Der EuroStoxx 50 schloss mit plus 0,97 Prozent bei 3013,87 Punkten. Auch der Cac 40 in Paris verbuchte Gewinne, der FTSE 100 in London gab dagegen nach schwachen Unternehmenszahlen nach. In New York lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss im Plus.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,83 (Freitag: 2,85) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg geringfügig um 0,01 Prozent auf 122,70 Punkte. Der Bund Future gab um 0,16 Prozent auf 124,12 Punkte nach. Der Euro legte zu, die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,3834 (1,3762) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7229 (0,7266) Euro./chs/ck
--- Von Christian Schultz, dpa-AFX ---

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