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FRANKFURT (awp international) ­ Gewinnmitnahmen haben am Donnerstag für Verluste am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax sank um 0,83 Prozent auf 7.024,27 Punkte und knüpfte damit an die schwache Entwicklung vom Vortag an. Für den MDax ging es sogar um 1,68 Prozent auf 10.075,60 Punkte nach unten, und der TecDax büsste 1,88 Prozent auf 863,18 Punkte ein.
Einige Anleger hätten Kasse gemacht, sagte Jochen Intelmann, Marktanalyst bei der Hamburger Sparkasse. Zudem fragten sich viele, wie es mit dem Rettungsschirm für angeschlagene Euro-Länder weitergehe. Andere Börsianer betonten, ein überraschend starkes Wirtschaftswachstum in China schüre wieder Ängste vor einer weiteren Straffung der chinesischen Geldpolitik. US-Konjunkturdaten waren indes gemischt ausgefallen. Während die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet gesunken war, hatte sich das im Philly-Fed-Index gemessene Geschäftsklima in der Region Philadelphia stärker eingetrübt als angenommen.
Im Dax gerieten Autowerte deutlich unter Druck. Die Vorzugsaktien von Volkswagen rutschten am Ende des Leitindex um 4,60 Prozent auf 116,05 Euro ab. Für Daimler-Titel ging es um 3,00 Prozent auf 55,370 Euro nach unten, und BMW-Papiere verloren 4,06 Prozent auf 55,510 Euro. Analyst Klaus Stabel von der ICF Kursmakler AG führte dies darauf zurück, dass die lange Zeit starken Papiere der Autobauer seit Beginn des Jahres nicht mehr zu den Favoriten der Anleger zählten. Stattdessen stünden nun Aktien von Versorgern, Versicherern und Banken in der "Pole Position". Entsprechend gewannen die Titel der Commerzbank 2,41 Prozent auf 5,810 Euro. Eon-Papiere stiegen um 2,34 Prozent auf 24,910 Euro, und RWE-Anteilsscheine machten an der Dax-Spitze 2,91 Prozent auf 54,88 Euro gut.
Die Aktien der Deutschen Telekom konnten im späten Handel nach Aussagen zur amerikanischen Mobilfunktochter kräftig zulegen und schlossen mit einem Plus von 1,22 Prozent bei 9,723 Euro. T-Mobile USA will mit günstigen Tarifen und Verbesserungen des Netzes die Abwanderung von Vertragskunden verringern und wieder Marktanteile gewinnen. Zudem wird erwogen, Vermögenswerte zu verkaufen, die nicht zum Kerngeschäft gehören.
Im MDax hängten die Aktien von Klöckner & Co mit plus 6,80 Prozent auf 23,800 Euro alle anderen Werte ab. Der Stahl- und Metallhändler hatte am Vorabend bekanntgegeben, mit dem US-Konzern Macsteel eine grundsätzliche Übereinkunft über eine Übernahme erzielt zu haben. Analysten lobten diesen Schritt als strategisch sinnvoll. Die am Vortag schon schwachen Papiere von ProSiebenSat.1 Media verloren weitere 4,02 Prozent auf 21,980 Euro, nachdem sich die Citigroup negativ zu den Titeln geäussert hatte.
Der EuroStoxx 50 gewann 0,13 Prozent auf 2927,42 Punkte. Der französische Leitindex Cac 40 schloss mit moderaten Verlusten, der britische FTSE 100 verbuchte ein deutliches Minus. In den USA lag der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss gleichfalls in der Verlustzone.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,76 (Vortag: 2,75) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,07 Prozent auf 123,30 Punkte zu, der Bund Future lag mit 0,40 Prozent im Minus bei 123,84 Punkten. Der Kurs des Euro fiel, die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,3472 (1,3506) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7423 (0,7404) Euro./chs/stw

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