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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Schwach - Sorgen um Dubai und Griechenland

Dieser Inhalt wurde am 08. Dezember 2009 - 18:30 publiziert

FRANKFURT (awp international) ? Deutsche Aktien sind am Dienstag wegen Sorgen um ein Wiederaufflammen der Probleme in Dubai und um die Staatsschulden von Griechenland unter Druck geraten. Der deutsche Leitindex Dax rutschte um 1,66 Prozent auf 5.688,58 Punkte ab. Der MDax mittelgrosser Werte fiel um 1,97 Prozent auf 7.289,66 Zähler. Der Auswahlindex für Technologiewerte TecDax verlor 0,23 Prozent auf 812,86 Zähler.
"Erneut schlechte Nachrichten aus Dubai haben den Dax um zeitweise mehr als zwei Prozent auf Talfahrt geschickt", sagte Marktanalyst Patrick Pflüger von IG Markets. Die Angst vor dem Wiederaufflammen der Kreditkrise in dem arabischen Emirat sei nach hohen Verlusten bei der Investmentgesellschaft "Dubai World" wieder gewachsen. Auch trage zur Unsicherheit bei, dass der EU-Mitgliedsstaat Griechenland wegen des beunruhigend hohen Staatsdefizits von der Ratingagentur Fitch abgestuft wurde. Belastend hätten auch die schwächeren Daten zur deutschen Industrieproduktion gewirkt. Nun sei auch das Chartbild angeschlagen, sagte Pflüger. Andere Börsianer nannten den schwachen Euro als Belastung.
Als einzige Gewinner im Dax retteten die Aktien von Infineon Technologies ein Plus von 1,05 Prozent auf 3,375 Euro über die Ziellinie. Der Chip "TPM" des Münchener Konzerns hat die Tests für PC-Sicherheit erfolgreich bestanden und wurde daraufhin zertifiziert. Grösster Verlierer waren dagegen K+S mit einem Abschlag von 3,41 Prozent auf 41,10 Euro. Der Düngemittel- und Salzhersteller hielt eine Investorenveranstaltung ab. Gleichzeitig war es der letzte Handelstag der Bezugsrechte für die Kapitalerhöhung von K+S, betonte ein Börsianer.
Die Papiere der Deutschen Post , die zur Mittagszeit noch von einer angehobenen Quartalsprognose des US-Konkurrenten Fedex profitiert hatten, büssten schliesslich 0,97 Prozent auf 13,280 Euro ein. Damit hielten sie sich aber besser als der Gesamtmarkt. Gleiches galt für die Titel des Autoherstellers BMW , die nach Anfangsgewinnen bis zur Schlussauktion 1,20 Prozent auf 32,220 Euro abgaben. Weltweit verkaufte der Münchener Autobauer im November 11,5 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Der Elektrokonzern Siemens steigerte seinen Absatz in China im vergangenen Geschäftsjahr um sieben Prozent, wie Vorstandschef Peter Löscher in Peking mitteilte. Zudem hob die Deutsche Bank das Kursziel für Anteilsscheine auf 80,00 Euro. Das half der Aktie, sich recht gut gegen den kräftigen Abwärtstrend zu stemmen. Sie verlor lediglich 0,69 Prozent auf 62,03 Euro.
Die Titel des Kranherstellers Demag Cranes büssten nach der Vorlage von Zahlen zum vierten Geschäftsquartal 3,67 Prozent auf 24,70 Euro ein. Damit zählten sie zu den schwächsten Werten im MDax. Händler sprachen vor allem von Gewinnmitnahmen, da die Zahlen trotz eines gemeldeten Gewinneinbruchs besser als erwartet ausgefallen seien. Negativ fiel allerdings der hohe Restrukturierungsaufwand von 49,1 Millionen Euro auf./fat/she

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