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FRANKFURT (awp international) - Eine Vielzahl von Nachrichten hat den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn deutlich ins Minus gedrückt. Laut Monika Rosen, Chefanalystin der Unicredit für die Sparte Private Banking, kommen zu den anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise noch Themen wie die Auswirkungen der Wahlen in Spanien, die Entwicklung am Währungsmarkt sowie die jüngsten Daten aus Asien als Belastungsfaktoren hinzu. Der Dax verlor am Montag 2,00 Prozent auf 7.121,52 Punkte. Damit notiert er auf dem tiefsten Stand seit etwa einem Monat. Für den MDax ging es um 1,93 Prozent auf 10.570,39 Punkte nach unten, der TecDax sank um 1,92 Prozent auf 899,13 Punkte.
Laut Börsianern sorgt insbesondere die Diskussion um eine mögliche Umschuldung Griechenlands für Unruhe. Zudem hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die künftige Kreditwürdigkeit Italiens angezweifelt. S&P hatte den Ausblick für die langfristige Beurteilung am Wochenende von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Monika Rosen fügte hinzu, der Markt habe viele der schlechten Nachrichten lange vergleichsweise gut "weggesteckt". "Hier scheint sich aber derzeit etwas zu ändern."
Im Dax lagen 29 der insgesamt 30 Einzelwerte im Minus. Am Index-Ende rutschten die Papiere der Commerzbank und der Lufthansa um 5,32 beziehungsweise 3,53 Prozent ab. Bei der Commerzbank wird der zweite Teil der Mega- Kapitalerhöhung für Altaktionäre zum befürchtet schmerzhaften Einschnitt. Nach dem Kursrutsch der vergangenen Wochen gibt das teilverstaatlichte Institut die neuen Papiere zum Preis von 2,18 Euro je Stück auf den Markt, wie es am Sonntagabend mitgeteilt hatte. Damit liegt der Ausgabepreis rund 45 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag (3,95 Euro) - vor der Ankündigung der Kapitalerhöhung Anfang April hatte die Aktie noch mehr als fünf Euro gekostet. Die Airline-Titel litten laut Händlern unter dem Ausblick des Billigfliegers Ryanair und der neuerlichen Aschewolke über Island.
Schwach zeigten sich auch die Aktien von ThyssenKrupp , sie verbilligten sich um 1,84 Prozent auf 32,070 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zum geplanten Verkauf der Werft Blohm + Voss an die arabische Schiffbaugruppe Abu Dhabi Mar. Das Blatt hatte bericht, dass es Probleme mit der Finanzierung gebe, die das Geschäft noch scheitern lassen könnten.
Bis zum Handelsschluss schafften die Aktien von Beiersdorf den Sprung in die Gewinnzone. Sie gewannen knapp ein Prozent hinzu. Zuvor hatten Händler auf eine Studie verwiesen, in der ein US-Analyst erkläre, ein Zusammenschluss des Nivea-Herstellers mit dem US-Konzern Colgate-Palmolive mache Sinn. Beiersdorf dürfte durch einen solchen Zusammenschluss neue Absatzmärkte leichter erschliessen, hiess es demnach.
In Europa und den USA sorgten Kursverluste an den wichtigsten Börsenplätzen ebenfalls für einen schwachen Wochenauftakt. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss 1,92 Prozent tiefer bei 2799,27 Punkten. Auch in Paris und London schlossen die Aktienmärkte mit deutlichen Verlusten. An New Yorker Börse notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss ebenfalls im Minus.
Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,79 (Freitag: 2,90) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,42 Prozent auf 123,54 Punkte. Der Bund Future lag mit 0,36 Prozent im Plus bei 125,21 Punkten. Der Euro gab nach. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,4020 (1,4237) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7133 (0,7024) Euro./rum/he

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