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FRANKFURT (awp international) - Nach einer viertägigen Talfahrt hat der Aktienmarkt am Freitag wieder zugelegt. Der Grund für die Erholung sei der wieder rückläufige Ölpreis gewesen, sagten Händler. Der Dax ging mit einem Plus von 0,77 Prozent auf 7.185,17 Punkten aus dem Handel, nachdem er vor genau einer Woche den höchsten Stand seit drei Jahren erklommen hatte. Auf Wochensicht büsste er damit 3,2 Prozent ein. Der MDax der mittelgrossen Werte gewann 1,66 Prozent auf 10.182,38 Punkte und der TecDax stieg um 2,31 Prozent auf 896,31 Punkte.
"Die Sorgen der Börsianer, dass Europas Industrieproduktion vom Ölpreis belastet wird, haben sich gelegt", sagte Marktanalyst André Saenger von IG Markets. Mit Blick auf den charttechnischen Kursverlauf des Dax leite aber erst ein Schlusskurs über 7.309 Zählern wieder einen nachhaltigen Aufwärtstrend ein. Die Ölpreise stabilisierten sich, nachdem die USA, die EU und auch Saudi-Arabien offensichtlich bemüht sind, die Lage an der Ölpreisfront zu entschärfen.
Das gab auch den anderen Aktienmärkten wieder Auftrieb: Der EuroStoxx 50 stieg um 1,22 Prozent auf 2985,02 Punkte und auch die Börsen in London und Paris schlossen fest. In den USA legten die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsschluss ebenfalls zu.
STARKE ZAHLEN TREIBEN VW-KURS
Auf Unternehmensseite rückten vor allem die Deutsche Telekom und Volkswagen mit Jahreszahlen in den Blick der Anleger. Die T-Aktie bildete mit minus 1,80 Prozent auf 9,741 Euro das Schlusslicht im Leitindex. Während die Geschäfte mit dem mobilen Internet sehr gut liefen und sich das schwächelnde Deutschland-Geschäft weiter stabilisierte, bereiten nach wie vor die US-Sparte, aber auch Griechenland dem Konzern Schwierigkeiten. Statt eines erhofften Quartalsgewinns wies die Telekom aufgrund von Abschreibungen einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe aus und enttäuschte damit den Markt.
Die VW-Vorzüge sprangen dagegen nach noch stärker als bereits erwarteten Eckzahlen mit plus 6,18 Prozent auf 119,40 Euro an die Dax-Spitze. Die Anteilsscheine von Daimler gewannen nach der Januar- Statistik des europäischen Branchenverbandes ACEA zu Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen 1,15 Prozent auf 51,070 Euro. Davon profitierten auch die Aktien von MAN .
Zudem berichtete hier die "Financial Times Deutschland", dass VW-Patriarch Ferdinand Piech ein Übernahmeangebot der Lkw-Tochter Scania für MAN noch in diesem Frühjahr durchsetzen wolle. Bedingung dafür sei, dass MAN bis dahin den Streit mit dem arabischen Staatsfonds IPIC über die korruptionsgeplagte Ex-Tochter Ferrostaal beigelegt hat. Die MAN-Titel stiegen um 4,25 Prozent auf 89,50 Euro.
PLEITE BEI US-AUFTRAG BELASTET EADS KAUM
Die Südzucker-Titel zogen im MDax um 3,15 Prozent auf 20,635 Euro an. Die EU-Kommission eröffnet den heimischen Zuckerproduzenten mit einer Sonderquote lukrative Absatzchancen. 500.000 Tonnen Nicht- Quoten-Zucker sollen freigegeben werden. Die Aktien von EADS verloren indes nach der erneuten Schlappe um einem Grossauftrag am MDax-Ende 1,01 Prozent auf 20,645 Euro. Der US-Konkurrent Boeing hat sich nun doch den 35 Milliarden Dollar schweren "Jahrhundert-Auftrag" des amerikanischen Verteidigungsministeriums für 179 Tankflugzeuge gesichert.
Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,85 (Vortag: 2,82) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 122,69 Punkte. Der Bund Future verlor 0,10 Prozent auf 124,29 Punkte. Der Kurs des Euro sank leicht: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3762 (Donnerstag: 1,3773) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7266 (0,7261) Euro./ck/zb

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