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AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Talfahrt fortgesetzt - Schwacher Euro

Dieser Inhalt wurde am 24. Mai 2010 - 18:54 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Wegen eines schwachen Euro und schlechter Nachrichten aus Spanien hat der deutsche Aktienmarkt am Pfingstmontag seine Talfahrt fortgesetzt. Der Leitindex Dax , der bereits in der vergangenen Woche knapp vier Prozent eingebüsst hatte, verlor weitere 0,40 Prozent auf 5.805,68 Punkte. Für den MDax ging es um 0,29 Prozent auf 7.763,31 Punkte bergab und der TecDax sank um 0,23 Prozent auf 723,62 Punkte.
Investoren mieden wegen der "unkoordinierten Politik" in Europa im Zusammenhang mit der Schuldenkrise auch weiterhin Aktien, sagte ein Marktstratege. Zudem brach der Euro die Erholungsbewegung der vergangenen Tage ab und rutschte unter die Marke von 1,24 US-Dollar. In Spanien war am Wochenende die regionale Sparkasse CajaSur vor dem drohenden Bankrott gerettet und unter die Kontrolle der obersten Aufsichtsbehörde gestellt worden, nachdem sie die Fusion mit einem Konkurrenten hatte platzen lassen.
Für Finanzwerte ging es im Sog der Nachricht aus Spanien nach unten. Papiere der Commerzbank sanken am Dax-Ende um 2,10 Prozent auf 5,864 Euro, Allianz-Aktien gaben um 0,99 Prozent auf 80,28 Euro nach. Deutsche Bank büssten 0,96 Prozent auf 47,530 Euro ein. Die Papiere hatten anfangs noch Gewinne verbucht, was Börsianer mit einem Zeitungsinterview von Finanzvorstand Stefan Krause begründet hatten. Darin stellte Krause "mittelfristig wieder ähnlich attraktive Dividenden wie früher" in Aussicht. Kapital aus der Unsicherheit am Markt konnten derweil klassische defensive Werte schlagen. So verbuchten Aktien von Fresenius , Fresenius Medical Care und Henkel allesamt Gewinne und besetzten die ersten drei Plätze im Dax.
Papiere des Minicomputer-Herstellers Kontron verteuerten sich im TecDax um 2,12 Prozent auf 6,587 Euro. Die WestLB bewertet nach der Übernahme der US-amerikanischen AP Labs-Gruppe die Chancen für Kontron nach der zuletzt schwachen Kursentwicklung höher als die Risiken. Schon am Freitag hatten sich die Anteilsscheine überdurchschnittlich entwickelt.
Aktien des insolventen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor sprangen mit einem hohen Handelsvolumen um 44,19 Prozent auf 0,186 Euro hoch. Am Freitagabend war bekannt geworden, dass neben der Triton-Gruppe auch der Privatinvestor Nicolas Berggruen Kaufinteresse angemeldet hat. Einem Bericht zufolge will zudem das Immobilien-Konsortium Highstreet die 120 Karstadt-Häuser vollständig übernehmen und als Konzern erhalten. Ein Sprecher von Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg dementierte das allerdings: "Uns liegen zurzeit zwei konkrete Angebote vor."
Der EuroStoxx 50 verlor 0,62 Prozent auf 2.558,28 Punkte. In Paris schloss der Cac-40 fast unverändert, der Londoner FTSE 100 konnte leicht zulegen. An der New Yorker Börse zeigte sich der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss über ein halbes Prozent im Plus
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,22 Prozent (Freitag: 2,23). Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 127,65 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,05 Prozent auf 128,60 Punkte hoch. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2360 (Freitag: 1,2497) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8091 (0,8002) Euro./gl/he

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