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FRANKFURT (awp international) - Negativ aufgenommene US-Unternehmenszahlen haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag den vierten Handelstag in Folge ins Minus gedrückt. Der Dax sackte schon gegen Mittag unter die psychologisch wichtige 6.000-Punkte-Marke ab und markierte nach einem enttäuschenden Quartalsbericht von Goldman Sachs sein Tagestief bei 5.906 Punkten. Nach gemischt ausgefallenen Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt konnte der Leitindex seine Verluste aber eindämmen und schloss 0,69 Prozent tiefer bei 5.967,49 Punkten. Der MDax gab um 0,88 Prozent auf 8.037,17 Punkte nach und der TecDax büsste 1,61 Prozent auf 758,64 Punkte ein.
Analyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG sprach von einem stark technisch geprägten Handel, da marktbewegende Nachrichten gefehlt hätten. Bei 6.000 Punkten sei ein starker Verkaufsdruck entstanden. Doch im späten Handel habe die Erholung der Wall Street von den anfangs höheren Verlusten gestützt.
BANKENWERTE VON GOLDMAN WENIG BEEINDRUCKT
Bankentitel zeigten sich letztlich - ähnlich wie der Gesamtmarkt - wenig beeindruckt von den Goldman-Zahlen. Aktien der Deutsche Bank sackten zunächst bis auf 46,100 Euro ab, erholten sich aber mit dem Markt wieder und standen zum Schluss sogar als einer der besten Dax-Werte 0,71 Prozent höher bei 47,340 Euro. Ähnlich sah das Bild bei der Commerzbank aus, deren Anteilsscheine unterdurchschnittliche 0,47 Prozent auf 6,171 Euro verloren.
Dagegen liessen schwache Zahlen eines US-Konkurrenten Titel des Halbleiterherstellers Infineon Technologies um deutlichere 1,16 Prozent auf 4,866 Euro sinken. Texas Instruments hatte am Vorabend nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt und beim Umsatz etwas enttäuscht.
DAIMLER NACH NEGATIVEM KOMMENTAR SCHWACH
Ein negativer Kommentar von Morgan Stanley drückte Daimler-Papiere mit minus 2,84 Prozent auf 41,420 Euro und damit auf den letzten Dax- Platz. Analyst Stuart Pearson ist der Meinung, dass die sehr gute Entwicklung von Mercedes den Höhepunkt erreicht habe. Mittlerweile schaue der Markt auf die Risiken, etwa durch ein vergleichsweise schwaches Kleinwagensortiment. Daher nahm er die Beobachtung der Aktien mit einer Untergewichtungs-Empfehlung wieder auf.
Im TecDax profitierten dagegen die Papiere von Morphosys von Übernahmefantasien und kletterten um 3,47 Prozent auf 15,520 Euro. Unternehmenschef Simon Moroney hatte in der "Börsen-Zeitung" den Kooperationspartner Novartis als Interessenten für eine Übernahme des Biotech-Unternehmens ins Spiel gebracht.
MEDIGENE PROFITIEREN VON RECHTE-VERKAUF
Die Titel von Medigene verteuerten sich um 2,71 Prozent auf 2,800 Euro. Das Biotech-Unternehmen hat die europäischen Rechte am Krebsmittel Eligard für 25 Millionen Euro an Astellas Pharma Europe verkauft. Mit am Index-Ende lagen ungeachtet guter Zahlen die Papiere des Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor mit Abschlägen von 4,35 Prozent auf 10,435 Euro. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen.
Der EuroStoxx 50 sank um 0,28 Prozent auf 2627,28 Punkte. Die nationalen Indizes in Paris und London notierten ebenfalls im Minus. In New York stand der Dow Jones zum europäischen Handelsende etwas tiefer.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,31 (Vortag: 2,29) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 126,48 Punkte. Der Bund Future gewann 0,12 Prozent auf 128,89 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2844 (1,2957) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7786 (0,7718) Euro.
gl/he

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