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AKTIEN FRANKFURT/Schwach - Sorgen um Eurozone halten an

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2010 - 12:04 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Belastet von schwachen Vorgaben und anhaltenden Sorgen um die Entwicklung in der Eurozone hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag seine anfänglichen Verluste ausgeweitet. Der Leitindex Dax fiel zuletzt um 1,21 Prozent auf 6.176,41 Punkte. Der MDax gab 1,43 Prozent auf 8.386,71 Punkte ab. Für den TecDax ging es um 1,08 Prozent nach unten auf 783,65 Punkte.
"Die europäische Schuldenkrise sorgt weiterhin für grosse Unruhe und Unsicherheit bei den Anlegern" kommentierte Marktanalyst Patrick Pflüger von IG Markets. Er ergänzt, dass bei der Suche nach attraktiven Anlagen das üppig vorhandene Geld bevorzugt in Sachwerte wie Gold fliesse, das Rekordhöhen erreicht habe. Wenig förderlich waren auch Aussagen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der sich in einem Interview skeptisch dazu zeigte, dass Griechenland seine Staatsschulden begleichen könne.
BANKEN IM BLICKPUNKT
Bemerkbar machten sich die anhaltenden Sorgen um die Krise in der Eurozone vor allem bei den Aktien aus dem Bankensektor, die schon an der Wall Street zu den Verlierern gehörten. Aktien der Deutschen Bank verloren 3,04 Prozent auf 49,315 Euro. Laut Presseberichten hat die führende deutsche Bank zudem den lange geplanten Verkaufsprozess für die BHF Bank gestartet. Für die Titel der Commerzbank ging es um 2,39 Prozent auf 6,211 Euro nach unten. Im MDax gaben die Papiere der Postbank 3,30 Prozent nach.
Eine Analystenstudie wirkte sich bei den Aktien der Deutschen Post zumindest leicht förderlich aus. Die Papiere konnten sich etwas gegen den schwachen Markttrend stemmen und waren zuletzt nur 0,16 Prozent im Minus, nachdem Goldman Sachs das Ziel von 18,00 auf 18,50 Euro erhöht und die Einstufung mit "Conviction Buy" bestätigt hatte.
ZAHLEN VON SMA SOLAR UND EADS
Zahlen gab es aus der zweiten Reihe: Roth & Rau zogen deutlich an und legten um 3,47 Prozent auf 23,28 Euro zu. Ein Analyst verwies trotz enttäuschender Zahlen auf den bestätigten Ausblick, der von Absichtserklärungen über neue Aufträge untermauert wurde. SMA Solar schnitt nach Händlereinschätzungen besser als erwartet ab. Die Aktien des Solarzulieferers konnten davon jedoch nicht profitieren und lagen mit einem Minus von 1,97 Prozent auf 92,77 Euro unter den schwächeren Werten im TecDax.
Die Titel von EADS legten ungeachtet eines trüben Auftaktquartals 2,51 Prozent auf 15,92 Euro zu. Probleme mit dem Airbus A380 und der Dollarkurs hatten die beginnende Erholung getrübt, Analysten sahen das Zahlenwerk allerdings als im Rahmen der ohnehin niedrig angesetzten Markterwartungen an./th/rum

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